Audi-Neuheiten bis 2025

Elektro-Q3, E-Tron Sportback, Taycan-Zwilling, Aicon

Audi A6 C8 (2018) Audi A6 C8 (2018) Audi Q8 (2018) Audi Q8 (2018) 38 Bilder

Audis Produktoffensive bringt 2018 den kleinen A1, den neuen Q3 und das SUV-Coupé Q8. Bei den Elektroautos kommt das Porsche Mission E-Derivat E-Tron GT als drittes und letztes Modell, das nicht auf einem Baukasten basiert.

Bis 2025 sind zwölf neue Elektromodelle aus vier Baukästen geplant. Mittelfristig werden bei Audi alle konventionellen Modelle serienmäßig mindestens als Mildhybrid ausgeführt und kommen je nach Segment mit einem 48-Volt oder dem preisgünstigeren 12-Volt-Bordnetz. Bis zum Jahr 2025 wird es in jeder Audi-Modellreihe eine elektrifizierte Variante geben – vollelektrisch oder als Plug-in-Hybrid. Diese Angebotsvielfalt hat das ehrgeizige Ziel, 2025 rund 800.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride zu verkaufen. Das Angebot reicht von der Kompaktklasse bis zur Oberklasse. Hier die kommenden Modelle im Überblick.

Audi Q3 – 2018

Der zweitkleinste SUV kommt schon Mitte 2018 neu. Die zweite Generation des Q3 wird etwas wachsen. Schließlich muss der neue Audi Q3 nach unten dem Audi Q2 Luft lassen. Also legt der Konkurrent für BMW X1 und Mercedes GLA in der Länge von 4,39 Meter auf 4,45 zu, sein Radstand wächst von 2,60 auf 2,65 Meter und auch die Breite von ursprünglich 1,83 Meter nimmt um satte fünf Zentimeter zu, der Kofferraum wächst auf 400 Liter – im Vorgänger waren es noch 356 Liter. Technisch baut der Q3 auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) auf. Motorisierung und Antrieb sind entsprechend vorhersagbar – was es beispielsweise im VW Tiguan gibt, dürfte auch im Q3 zu haben sein, stärkere Varianten wird es ein paar mehr geben, ein Nachfolger des RS Q3 ist gesetzt.

Audi E-Tron 2032 Fahrbericht Audi e-tron quattro So spaßig fährt der Elektro-SUV

Audi E-Tron – 2018

Es wird der erste rein elektrische SUV der Marke und soll Modellen wie dem Model X von Tesla Einhalt gebieten. Seine beiden Asynchronmotoren an Vorder- und Hinterachse bringen es auf eine Systemleistung von bis zu 300 kW (408 PS). Der Frontmotor ist mit 125 kW (170 PS) 247 Nm dabei, der hintere generiert 140 kW (190 PS) 314 Nm Drehmoment. Die Peak-Leistung ist 60 Sekunden lang abrufbar. Das Kofferraumvolumen reicht von 600 bis 1.725 Liter im Heck, hinzu kommt ein 60-Liter-Staufach unter der Fronthaube.

Der e-tron basiert technisch auf dem Q5, soll mehr als 400 Kilometer nach WLTP schaffen und lädt mit bis zu 150 Kilowatt. Preis: 80.000 Euro.

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Audi E-Tron Sportback – 2019

Das zweite rein elektrische Modell von Audi ist mit der gleichen Technik basierend auf dem modularen Längsbaukasten unterwegs, wie der E-Tron. Das heißt also: hohe Fahrleistungen, großer Akku, schnelle Lademöglichkeit mit bis zu 150 kW und elektrischem Allradantrieb. Die Optik erinnert hingegen an einen A7 mit SUV-Unterbau. Die Coupé-Form dürfte weniger Platz im Innenraum bieten, aber die Linienführung wirkt sportlicher und attraktiver als beim Schwestermodell. Beide E-Autos bauen noch auf einer modifizierten, auf Elektroantrieb angepassten Plattform auf Basis des Modularen Längsbaukastens (MLB) auf.

Audi Q5, A7, A6 L und Q8 Plug-in-Hybrid (PHEV)

Um die CO2-Ziele zu erreichen und für Städte teils lokal emissionsfreie Autos anbieten zu können, wird Audi sein Angebot an PHEVs auf alle Baureihen ausweiten. Noch 2018 ist ein Audi Q5 Hybrid zu erwarten, 2019 der A7 PHEV, Ende 2019 soll der A6 L als Plug-in-Hybrid in China helfen, Bonuspunkte als New-Energy-Vehicle zu holen. 2020 kommt dann das SUV-Coupé Q8 als Hybrid – quasi als Ergänzung zum rein elektrischen E-Tron Sportback.

Audi Robotaxi (Showcar) – 2019

Auf einem Chart der Präsentation zur Hauptversammlung im Mai 2018 findet sich auch ein Audi Robotaxi (+ Ökosystem). Das sharing-fähige Concept Car soll 2019 vorgestellt werden. Dazu passt, dass sich Audi offenbar kurz darauf auch an den Moia Robotaxis von VW beteiligen will. Aber ist ein Taxi zum Teilen noch premium?

Audi E-Tron GT – 2020

Auf Basis des Porsche-Elektrosportwagens Taycan wird es ein Audi-Derivat mit reinem Elektroantrieb geben. Der E-Tron GT erhält die typische Audi-Optik mit inversen Singleframe-Grill, setzt auf die 800 Volttechnik des Porsche und auf das Unterflurbatteriepaket mit einer Kapazität vom 100 kWh. Die Fahrleistungen sollen über denen des Audi RS 7 liegen, gebaut werden soll der Flitzer unter dem Label Audi Sport (vormals quattro GmbH).

Auf der Los Angeles Autoshow 2018 feiert der E-Tron GT als Conceptcar sein Debüt.

Audi E-Tron Kompakt – 2020

Damit der Anteil an reinelektrischen Autos signifikant ansteigen kann, muss Audi auch BEV im Volumensegment anbietet. Dazu nutzt Audi den Modularen Elektrobaukasten (MEB) von Volkswagen, der für bis zu 305 PS sowie Front- und Allradantrieb geeignet ist. Bis 2025 sollen auf Basis dessen drei Modelle erscheinen. Das Erste wird ein kompakter Crossover, also etwas wie ein elektrischer Q3 mit der technischen Basis des VW I.D., vermutlich sogar mit dem Allradantrieb des I.D. Crozz (305 PS aus zwei Motoren). Er soll bereits Ende 2020 auf den Markt kommen und in Zwickau vom Band laufen. Ein Name steht noch nicht fest. Das zweite MEB-Modell von Audi wird ausschließlich für den chinesischen Markt aufgebaut.

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Audi Premium Plattform Elektrifizierung (PPE) – 2021

Die Elektrifizierungsoffensive von Audi trägt den Namen Roadmap E. Nach den zwei Modellen mit proprietärer Technik (E-Tron, E-Tron Sportback) sollen für die Entwicklung „konsequent zwei große Synergie-Hebel im Volkswagen-Konzern“ genutzt werden. Neben dem modularen Elektrobaukasten (MEB) entwickelt Audi gemeinsam mit Porsche E-Autos der Mittel-, Ober- und Luxusklasse in der Premium Architektur Elektrifizierung (PPE). Die Kooperationen sollen den Entwicklungsaufwand substanziell senken – gegenüber auto motor und sport bezifferte Stadler das Einsparungspotenzial mit 30 Prozent.

Gleichzeitig ist die PPE ein klares Bekenntnis zum Premium-Segment – und leistungsstarken Autos mit mehr als 300 PS (wo der MEB endet). Trotzdem beträgt das Investitionsvolumen in Elektromobilität und Digitalisierung laut Audi 40 Milliarden Euro – wobei etwa zehn Milliarden aus den Synergien und Effizienzsteigerungen kommen sollen. Bis 2025 will Audi mehr als zehn Modelle (SUV und klassische Karosserieformen) auf Basis der PPE präsentieren, das erste soll bereits 2021 zu sehen sein. Die PPE ist für Autos in Größe und Leistungsstufe von E-Tron und E-Tron Sportback gedacht, kommt aber zu spät, als dass diese ersten Elektroautos schon darauf aufbauen könnten.

Audi Aicon (Pilotflotte) – 2021

Den Aicon hatte Audi als Studie eines autonomen Luxusautos bereits auf der IAA 2017 gezeigt. Natürlich kann ein nach Level 4 oder 5 autonom fahrendes Auto 2021 noch nicht in Serie gehen. Aber zum 50. Jubiläum des Markenclaims „Vorsprung durch Technik“ will Peter Mertens, Vorstand Technische Entwicklung bei Audi zumindest eine Pilotflotte präsentieren. Das Elektroauto auf Basis des Showcars Audi Aicon wird „Ein interurbanes Shuttle mit Lounge-Charakter“. Mitte des Jahrzehnts soll es als „Serienauto des automatisierten Fahrens“ kommen, sagt Mertens.

Audi Neuheiten

Modell Marktstart
Audi A6 Sommer 2018
Audi Q8 2018
Audi R6 2018
Audi SQ2 2018
Audi TT Facelift 2018
Audi A6 Avant Herbst 2018
Audi E-Tron Herbst 2018
Audi A1 Herbst 2018
Audi Q3 Herbst 2018
Audi A4 / A5 Facelift Ende 2018
Audi A6 Allroad Ende 2018
Audi RS Q2 2019
Audi RS7 2019
Audi Q1 2019
Audi Citycar 2019
Audi ESS 2019
Audi RS6 Avant 2019
Audi Q4 2019
Audi R8 Facelift 2019
Audi TT RS 2019
Audi RS Q8 2019
Audi SQ 8 2019
Audi RS Q5 2019
Audi E-Tron Sportback 2019
Audi A3 Ende 2019
Audi Q2 Facelift 2020
Audi E-Tron (Kompakt) 2020
Audi A1 Sportback Facelift 2021
Audi A8 Facelift 2021
Audi TT 2021
Audi E-Tron GT 2022
Audi Aicon 2024

Fazit

Dass Audi das Thema Elektromobilität nicht ernst nimmt, ist aus den erneuerten Ankündigungen und dem versprochenen Investment nicht abzulesen – zumal der E-Tron schon erkennbar vor dem Serienstart steht. Ein Lücke klafft allenfalls bei den günstigeren elektroautos für die Stadt und zum Pendeln – dieses Feld wollen Ingolstädter offenbar nicht mal in Form von Kombinationsangeboten mit (verbrennergetriebenen) Luxusmobilen besetzen.

Die geschickte und gut nach oben skalierbare MEB-Technik von Volumenhersteller VW findet allerdings gefühlt nicht ganz so viel Verwendung, wie sie Kostenvorteile trotz passender Leistung verspricht.

Und die Notwendigkeit für autonome Shuttles dürfte in den Städten größer sein als interurban wie es für die Aicon(-Pilotflotte) geplant ist. Premium und profanes Taxi scheint für Audi noch nicht recht zusammenzupassen, wo doch autonome Autos gerade hier ihren Vorsprung durch Technik ausspielen könnten.

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