BMW M1 Procar: Der fuhr Rennen, aber nicht in der Procar-Serie

BMW M1 Procar (1980)
Der fuhr Rennen, aber nicht in der Procar-Serie

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.07.2026
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Während der historischen Motorsportveranstaltung Le Mans Classic (2. bis 5. Juli 2026) versteigert das französische Auktionshaus Artcurial mehrere Renn- und Sportwagen. Unter anderem kommt ein BMW M1 Procar unter den Hammer, der zwar nie in der berühmten Serie im Rahmenprogramm der Formel 1 fuhr, aber später Langstreckenrennen in den USA bestritt. Das Auto soll 900.000 bis 1,2 Millionen Euro kosten.

Das ist die Procar-Rennserie

Die Einführung des BMW M1 im Jahr 1978 fiel mit einer wichtigen Regeländerung im World Sports Car Championship zusammen. Da das Fahrzeug nicht mehr teilnahmeberechtigt war, entwickelte BMW-Motorsportchef Jochen Neerpasch die Procar Championship. Von 1979 bis 1980 fanden diese Rennen im Rahmenprogramm ausgewählter Formel-1-Grand-Prix statt. Die Regeln zur Teilnahme waren einfach: Formel-1-Fahrer erhielten ihre Plätze in den M1-Fahrzeugen jeweils nach ihren Trainingszeiten – ein Garant für spektakuläre Duelle auf der Strecke.

1981 beendete BMW das Procar-Engagement und verlagerte den Fokus auf die Entwicklung von Formel-1-Motoren. Die M1 Procar blieben jedoch weiter aktiv, insbesondere in den USA, wo sie erfolgreich in der IMSA-Serie eingesetzt wurden.

Dieser BMW M1 war mal orange lackiert

Der M1 lief in Orange vom Band und kam als Neuwagen nach Italien. Seinen Procar-Umbau bekam das Auto 1982 von Walker Brown Racing. Zwischen 1983 und 1986 nahm er an der IMSA-GTO-Klasse teil. Nach vier Einsätzen 1983 folgte die intensivste Saison 1984 mit 13 Rennen, darunter das 12-Stunden-Rennen von Sebring. Es kamen weitere Starts 1985 und 1986 hinzu, etwa beim 24-Stunden-Klassiker von Daytona für das Dallas Motorsport Team.

Das Fahrzeug wechselte mehrmals sein Äußeres – von weiß über schwarz bis rot – trug aber stets die Startnummer 43.

Zwei Restaurationen und 150.000 Euro Investition

1986 gelangte der BMW M1 Procar zu Franco Sbarro in die Schweiz. Im Jahr 2005 wurde das Fahrzeug vollständig restauriert und konnte daraufhin bei historischen Veranstaltungen wie der Le Mans Classic und der Classic Endurance Racing (CER) eingesetzt werden. Unter dem nächsten Besitzer, einem motorsportbegeisterten Unternehmer, erfolgte abermals eine vollständige, rund 150.000 Euro teure Restaurierung. 2019 präsentierte sich der Wagen wieder im originalen BMW-Procar-Motorsport-Look mit diagonalen Linien in Weiß, Blau und Rot.

Von 2019 bis 2023 startete das Auto fünfmal in Folge bei der Tour Auto im Motorsportfeld und erreichte dabei stets Platzierungen unter den Top 10, darunter ein zweiter Platz 2023 in den Wertungsläufen. "Das Auto ist kraftvoll und vor allem unglaublich zuverlässig", so der Besitzer.

Artcurial hat das Auto schon 2024 verkauft

2024 wechselte der M1 erneut den Besitzer. Der aktuelle Eigner erwarb ihn bei der Artcurial-Auktion während der Rétromobile in Paris, plante ursprünglich einen Einsatz beim Tour Auto, verzichtete jedoch aus Zeitgründen darauf.

Das Fahrzeug ist straßenzugelassen und lässt sich für den Rennbetrieb umrüsten. Laut Auktionshaus befindet sich der BMW in sehr gutem Zustand. Zum Lieferumfang gehören ein zusätzlicher Radsatz und ein frisch erneuerter Historic Technical Passport (HTP) mit 10 Jahren Gültigkeit.

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