03/2021, Jaguar E-Type Restomod von HELM Motorcars HELM Motorcars
03/2021, Jaguar E-Type Restomod von HELM Motorcars
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Jaguar E-Type Restomod von Helm Motorcars

Jaguar E-Type Restomod von Helm Motorcars Lord Helmchen

Mit diesem in vielen Facetten aufgefrischten Jaguar E-Type rollt die Restomod-Welle weiter. Doch nur Kenner sehen dem Coupé die Neuerungen an.

Für Spaceballs-Analogien ist in der Autowelt ja eigentlich Elon Musk zuständig. Doch hier passt die Überschrift einfach zu gut. Schließlich geht es um DEN Sportwagen schlechthin, den das Land der Lords je hervorgebracht hat: den Jaguar E-Type. Und dann heißt die Firma, die diese Restomod-Neuauflage des Erstserien-Coupés verantwortet, auch noch Helm Motorcars. Aber auch eine Steilvorlage muss erstmal verwandelt werden, und auch der Neuaufbau des Oldtimer-Lieblings mit teils moderner Technik ist wahrlich kein Selbstläufer.

Es gibt viele Gründe, warum die erst im vergangenen Jahr zusammengestellte Truppe um Firmengründer und -chef Chedeen Battick 3.800 Stunden benötigt, um ein E-Type-Exemplar einem Restomod-Umbau zu unterziehen. Es beginnt beim Monocoque, das Helm zu mindestens 30 Prozent erhält, aber mit reichlich Stahl verstärkt, um die Verwindungssteifigkeit zu optimieren. Über das Chassis stülpen die Briten eine Karosserie, deren Motorhaube und Türen neu von Hand gefertigt werden; Letztere ebenfalls inklusive Verstärkung und mit Soft-Close-Funktion. Trotzdem bleibt das Gewicht mit etwa 1.200 Kilogramm im Rahmen.

304 Einspritzer- statt 210 Vergaser-PS

Der 3,8-Liter-Reihensechser dürfte mit der Masse gut klarkommen, sollten sich die von Helm angegebenen 304 PS als vertrauenswürdig erweisen. Warum diese Einschränkung? Nun ja, der Vergasermotor des originalen Erstserien-E-Type leistete auf dem Papier zwar 269 PS, in Wahrheit waren es jedoch nur 210 PS. Derartige Flunkereien dürfte sich Chedeen Battick nicht leisten können, schließlich hat er einen Ruf als einer der renommiertesten E-Type-Experten auf der Insel zu verlieren. Der Saugmotor erhält eine Kraftstoffeinspritzung und ein Aluminium-Kühlsystem, das ursprünglich installierte Viergang-Schaltgetriebe tauscht Helm gegen ein eigens angefertigtes Pendant mit fünf Fahrstufen aus. Hinzu kommt eine neue Edelstahl-Auspuffanlage mit größerem Durchmesser.

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HELM Motorcars
Der 3,8-Liter-Sechszylinder-Motor des Helm-E-Types leistet 304 PS.

Liegt mehr Power an, ist eine aufgerüstete Bremsanlage unabdingbar. Helm Motorcars rüstet diese mit innenbelüfteten Scheiben rundum und Sechskolben-Sätteln an der Vorderachse auf. Die Sättel für die Handbremse und die hinteren Stopper bestehen nun aus Aluminium. Die Bremse sitzt hinter maßgefertigten Edelstahl-Rädern, die mit Sportreifen der Marke Avon bezogen sind. Die Servolenkung agiert abhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit, das Fahrwerk ist voll einstellbar.

Innen und außen ist alles neu

Die Liste der optischen Änderungen überrascht, denn beim flüchtigen Blick macht der Jaguar E-Type von Helm Motorcars einen sehr naturbelassenen Eindruck. Wer genau hinschaut, entdeckt aber unter anderem LED-Scheinwerfer und eine neue beheizte Windschutzscheibe, die auch ein Grund dafür ist, dass Helm Motorcars den Jaguar E-Type komplett neu verkabelt. Der Klassiker erhält zudem neue handgefertigte Stoßfänger, alle glänzenden Metallteile zeigen sich mit Nickel veredelt und für die neue Lackierung sind 20 Liter Farbe nötig.

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HELM Motorcars
Innen strotzt der Jaguar nur so vor Leder und Aluminium.

Helm Motorcars verpasst dem E-Type zusammen mit dem Einrichtungs-Spezialisten Bill Amberg ein vor Aluminium und feinstem Leder strotzendes Interieur, wobei auch viele der Kippschalter, das Lenkrad und die Haltegriffe mit den Tierhäuten bezogen sind. Zudem legen die Partner je zwei passende Reise- und Aktentaschen bei. In Sachen Fahrkomfort profitiert der Restomod-Jaguar von der besser wärme- und schallisolierten Karosserie und der nachgerüsteten Klimaanlage. Weitere moderne Dreingaben sind die neuen Instrumente, die LED-Innenbeleuchtung und eine Stereoanlage mit Bluetooth-Anbindung.

Höchstens 20 Exemplare

Maximal wird Helm Motorcars 20 Exemplare seines Jaguar E-Types produzieren. Jedes Auto wird exakt nach Kundenvorgabe gefertigt und damit einzigartig sein. Ihre Preisvorstellung behalten die Briten bislang für sich. Wir könnten uns aber vorstellen, dass das Coupé im Restomod-Outfit teurer sein wird als ein Original im Bestzustand, das auch schon locker zwischen 200.000 und 250.000 Euro kosten kann.

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Fazit

Helm Motorcars bringt wahrlich nicht den ersten E-Type-Restomod auf den Markt. Inzwischen ist sogar Jaguar selbst in den lukrativen Markt eingestiegen und legt eine Handvoll Continuation-Modelle auf. Das zeigt, welchen Legenden-Status der britische Sportwagen-Klassiker in den 60 Jahren seiner Existenz erlangt hat. Von allem, was wir bisher wissen, scheint Helm bei seinem Umbau sehr behutsam mit diesem Status umzugehen.

Jaguar E-Type
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