Japanische Youngtimer im Boom: Warum sie jetzt begehrt sind

Japanische Youngtimer im Fokus
Warum japanische Youngtimer immer beliebter werden

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.08.2026
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05/2014 - Youngtimer, Heftvorschau, Heft 03/2014
Foto: MKL

Der Markt für klassische Fahrzeuge befindet sich im Wandel. Statt einer Krise beobachten Experten eine deutliche Verschiebung der Interessen, die vor allem von einem Generationenwechsel bei den Sammlern angetrieben wird.
Ein zentraler Trend ist die wachsende Nachfrage nach jüngeren Klassikern. "Japaner von 20 bis 40 Jahren sind im Kommen", stellt der Händler Harry Utesch von DLS Automobile fest. Diese Entwicklung betrifft insbesondere alltagstaugliche Modelle. So nennt Utesch neben dem Mercedes 190E und dem W124 auch den Honda Accord als Beispiel für "Bürgerliches", das derzeit gut nachgefragt wird.

Gleichzeitig verzeichnen hochpreisige Supercars aus den 80er- und 90er-Jahren Rekordergebnisse bei Auktionen. Neue Sammler investieren in die Traumautos ihrer Jugend, wie den Ferrari F40, F50 oder Enzo. Auch jüngere Porsche-Modelle sind laut Utesch gefragt: "Vor allem bei 964 und 993 haben das Interesse und die Preise zum Teil drastisch zugelegt."

Klassiker der Nachkriegszeit verlieren an Wert

Im Gegenzug sinkt das Interesse an Fahrzeugen der 1950er- und 60er-Jahre sowie an Vorkriegsmodellen. Frank Wilke, Chef des Marktbeobachters ClassicAnalytics, bestätigt, dass die Werte für Modelle wie den Austin Healey, Jaguar E-Type und Porsche 356 seit Jahren fallen.

Zukunftsperspektiven

Die Aussichten für den Markt der jüngeren Klassiker bleiben positiv. Marcus Görig von RM Sotheby’s berichtet von einer Rekordsumme bei den Einlieferungen für die kommende Monterey-Auktion. Das dortige Top-Los, ein McLaren F1, symbolisiert diesen Wandel perfekt: Es ist ein typisches "Poster-Car" der 90er-Jahre, das heute von der damaligen Jugend als Sammlerstück gekauft wird.

Fazit