Mercedes-Benz 500 E AMG 6.0 W124 (1991) Heck Dorotheum
Mercedes-Benz 500 E AMG 6.0 W124 (1991) Exterieur
Mercedes-Benz 500 E AMG 6.0 W124 (1991) Front
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Mercedes 500E AMG 6.0 mit Karo aus dem SL

Mercedes-Benz 500E AMG 6.0 verkauft W124 vom Feinsten - Sonderpolster & Sechsliter-V8

Inhalt von

Sonderpolster und Sechsliter-V8: Dieser 500E ist etwas Besonderes. Jetzt wurde der AMG-W124 zu einem sechsstelligen Preis versteigert.

Als der Chef des schwäbischen Waagenherstellers Bizerba am 2. Oktober 1990 bei Mercedes-Benz einen 500E bestellte, war die Preisliste für diesen schwäbischen Kraftwagen gerade mal einen Tag alt.

Grundpreis 134.250 Mark

Mercedes 500E W124 (1993)
Mehr Oldtimer

Zum Grundpreis von 134.520 Mark kamen ausgewählte Sonderausstattungen im Wert von knapp 12.000 Mark, von denen die Airbags auf Fahrer- und Beifahrerseite für 4.708,20 Mark den mit Abstand teuersten Posten darstellen. Einziger weiterer Posten mit vierstelligem Preisschild war die Standheizung für rund 2.500 Mark – die Winter im 517 Meter hoch am Rande der Schwäbischen Alb gelegenen Balingen können kalt sein.

Karostoff aus dem SL statt Leder

Mercedes-Benz 500 E AMG 6.0 W124 (1991) Innenausstattung Karo Stoff R129
Dorotheum
Sonderwunsch: Die Mittelbahnen der Sitze und Kopfstützen sind mit Karostoff aus dem SL R 129 bezogen.

Die ab Werk ungewohnt üppige Ausstattung des Topmodells ergänzte der Unternehmer gezielt um Aktiv-Lautsprecher, elektrisch verstellbare Lenksäule, elektrisches Heckrollo, Klimaautomatik, Memory für den Fahrersitz, Sitzheizung sowie die bereits erwähnten Extras Airbags und Standheizung. Eine Extravaganz macht den 500E heute zu einem stilvollen Einzelstück: Ergänzend zur Polsterung Leder (3.374,40 Mark) ist in der Bestellung der Code 071 notiert: Die Mittelpartien der Sitze und Kopfstützen sind mit Karostoff aus dem SL R129 bezogen, die Seitenwagen mit schwarzem Leder. Laut Dorotheum "handelt es sich bei diesem 500 E wohl um ein werkseitiges Einzelstück."

AMG-Umbau: 6.0 V8 mit 374 PS

Audi RS2 Avant, Mercedes 500E, Porsche 968 Coupé
Fahrberichte

Zugelassen und ausgeliefert wurde der starke Viertürer Ende Juni 1991. Im September 1992, also ein gutes Jahr später, bestellte der Besitzer Nachschlag: Er orderte bei AMG den Umbau auf sechs Liter Hubraum. Der M119 E60 LH leistet, so steht es auf einem Aufkleber links vorne im Motorraum, 275 kW bei 5.500/min und kommt bei 3.750/min auf 580 Newtonmeter. Das sind glatte 100 Nm mehr als im Serienmodell. Die Leistung steigt von 326 auf 374 PS. Das dürfte genügen, um in unter sechs Sekunden von null auf 100 km/h zu beschleunigen. Inklusive Montage und TÜV-Abnahme kostete der Umbau 38.138,76 Mark. Dafür hätte es 1992 auch einen braven 190 Diesel gegeben.

Eine Änderung übrigens, die Mercedes ab 1993 unter dem Code 957 anbot. Etwa 148 Sechsliter-500E sollen gebaut worden sein, zwölf ohne den Bestellcode. Dies ist einer davon.

Wenig gefahrenes Kraftpaket

Der Erstbesitzer meldete das Auto im September 1998 von der Firma auf sich selbst um. Laut Auktionshaus verkaufte er den 500E im Februar 2004 bei einem Kilometerstand von 103.188 Kilometern an einen befreundeten Arzt, der die Limousine jedoch schon nach zwei Monaten und 797 Kilometern an den jetzigen Verkäufer weiter veräußerte. Der meldete den Mercedes Ende April 2004 mit 108.880 Kilometern ab und bewegte ihn zu Treffen und Ausfahrten. Heute steht der mechanische Kilometerzähler im Tacho bei 113.791 Kilometern. Im Mai 2022 erhielt er laut Beschreibung einen Service.

Sechsstelligen Preis erzielt

Am Samstag, 2. Juli, wurde der 500E 6.0 versteigert, der Schätzpreis von 120.000 bis 160.000 Euro erreicht: Inklusive Aufgeld für das Auktionshaus betrug der Verkaufspreis 155.250 Euro. Laut Classic-Analytics liegt der Wert eines 500E in gepflegtem Zustand bei 52.700 Euro.

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Fazit

Das österreichische Auktionshaus Dorotheum hat am 2. Juli 2022 einen ganz besonderen Mercedes-Benz 500E versteigert, der als Neuwagen mit Stoffpolstern aus dem SL R129 bestellt wurde und im Jahr nach der Erstzulassung einen AMG-Motor mit sechs Litern Hubraum erhielt. Erst-, Zweit- und Drittbesitzer fuhren nicht viel, sodass der Tacho heute bei vergleichsweise niedrigen 113.791 Kilometern steht. Das ist nicht viel für ein Autobahnauto, der Preis lag entsprechend hoch: 155.250 Euro brachte die Limousine ein.

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