Porsche 911 S Targa Softwindow (1967) Werks-Restaurierung Porsche
Porsche 911 S Targa Softwindow (1967) Werks-Restaurierung
Porsche 911 S Targa Softwindow (1967) Werks-Restaurierung
Porsche 911 S Targe (1967) Softwindow SWB
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Porsche 911 S Targa restauriert

Porsche 911 S 2.0 (1967) Targa Softwindow 39 Jahre unter Plane geparkt, jetzt restauriert

Inhalt von

Porsche hat einen der ersten 911 Targa im Werk restauriert. Das Auto stand jahrzehntelang wie vergessen in einer Garage in den USA. Nun ist er wieder zurück – im Originalzustand.

Originaler geht nicht: Drei Jahre benötigte Porsche für die Restaurierung eines der ersten 911 Targa. Es ist einer der ersten offenen Elfer und richtig rar: Nur 925 Exemplare baute Porsche mit S-Motor, dem kurzen Radstand und dem Softwindow. Denn 1967 hatte der Targa noch keine fest stehende Heckscheibe, sondern ein Verdeck zum Wegklappen hinter dem markanten Bügel.

Original bis zur Narbung des Dachs

Das Dach war bei der Restaurierung eine Herausforderung, erklärt der Leiter der Werksrestaurierung, Uwe Makrutzki: "Das heutige Material ist anders genarbt und robuster als das Original. Aber es gefiel unserem Kunden nicht. Also haben wir eigens für dieses Projekt einen optisch identischen Bezug anfertigen lassen. An dessen Verarbeitung, also das Kleben und Nähen, mussten sich unsere Experten trotz jahrzehntelanger Berufserfahrung erst herantasten."

Porsche 911 S Targa Softwindow (1967) Werks-Restaurierung
Porsche
Bei Porsche angekommen, wurde der Targa erst einmal zerlegt.

Der Besitzer, ein Sammler und Enthusiast, wollte das Auto so original wie möglich haben. Deshalb ließ er Fahrwerksteile, Motorbleche und Luftfilteranlage, anders als heute üblich, schwarz lackieren und nicht pulverbeschichten. Schwierig war die Suche nach Kleinteilen für den Zweilitermotor: "Nachfertigungen von Drittanbietern kommen für uns nicht in Frage", sagt Makrkutzki.

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In einer Garage vergessen

Lackiert wurde der 911 schließlich im originalen Farbton Polorot. Anschließend kam eine leicht matt schimmernde Lackschutzfolie drauf, die sich rückstandslos entfernen lässt. Vor allem aber schützt sie den Lack beim Fahren – und das möchte der neue Besitzer mit seinem 911 auch tun.

Porsche 911 S Targa Softwindow (1967) Werks-Restaurierung
Porsche
Der 911 war in einem schlechten Zustand, aber weitgehend komplett.

Das Auto wurde am 24. Januar 1967 an den Porsche-Händler Hülpert in Dortmund ausgeliefert, als Vorführwagen genutzt und 1969 schließlich in die USA verkauft. In Long Island im Bundesstaat New York hatte ihn dann der heutige Besitzer entdeckt: Unter einer Plastikplane in einer Garage ohne Tor. Dort hatte der Elfer von 1977 bis 2016 geparkt. Die Sonderausstattung war noch vorhanden: Standheizung, getönte Frontscheibe, Blaupunkt Köln, Ledersitze, Halogen-Nebellampen und Außenthermometer.

Fazit

Auf etwa 200.000 Euro taxiert Classic-Analytics einen guten 1967er Targa S mit Softwindow. Was die Werksrestaurierung gekostet hat, verrät Porsche nicht. Doch allein das Zerlegen und wieder Zusammenbauen bis zur Lackierung dauerte 1.000 Stunden. Zum Schluss gibt es eine Probefahrt und eine Geburtsurkunde. Und das gute Gefühl: So gut wie jetzt war dieser Targa vermutlich noch nie. Schön, wenn sich Enthusiasten und Hersteller solch einen Aufwand leisten und das Auto dann auch noch zum Fahren auf die Straße kommt. Denn dafür wurde es mal gebaut.

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