Porsche 989 Mule Mercedes C124 (1990) Porsche
Porsche 989 Mule Mercedes C124 (1990)
Porsche 989 Mule Mercedes C124 (1990)
Porsche 989 Mule Mercedes C124 (1990)
Porsche 989 Mule Mercedes C124 (1990) 8 Bilder

Porsche 989 Erprobungsfahrzeug

Geheimes Porsche-989-Erprobungsfahrzeug Mercedes-Coupé mit Porsche-V8

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Dieser Mercedes C124 hat einen Porsche-Motor und 300 PS. Der Prototyp ist einer der wenigen Überlebenden eines gestoppten Projekts.

Mit "Mulis" testen Ingenieure in der Fahrzeugentwicklung Teile noch nicht fertiger Autos. Das kann zum Beispiel ein Motor sein oder ein komplettes Chassis. Vorteilhaft: Dazu muss zum einen noch nicht das ganze Auto fertig sein – die Entwicklung geht schneller – und zum anderen kann neue Technik unauffällig erprobt werden – idealerweise bekommt’s keiner mit. Das kann sehr hilfreich sein, wenn ein Hersteller eine komplett neue Baureihe plant. Porsche zum Beispiel. Der Sportwagenhersteller dachte Ende der 80er-Jahre über einen Viersitzer-Sportwagen nach. 20 Jahre vor der Premiere des Panamera war es fast so weit.

Diskreter Muli: Mercedes-Coupé mit Porsche-V8

Porsche 989 Mule Mercedes C124 (1990)
Porsche
Porsche baute einen 3,6-Liter-V8 ein, um ihn zu testen.

Acht Mulis bauten Porsche-Ingenieure zur Erprobung auf. Den Fremdfahrzeugen war die neue Technik von außen kaum anzusehen. Einer der Prototypen existiert heute noch, Porsche hat sogar Fotos in Studioqualität davon. Die Karosserie spendete ein Mercedes 230 CE der Baureihe W124. Porsche installierte einen V8-Motor mit 300 PS. Das erinnert ein wenig an den 500E, der im Herbst 1990 in Paris Premiere hatte. Auch die ausgestellten Radläufe und die Reifendimension (225/55 ZR 16) erinnern stark an den 500E. Doch der Porsche-Motor hat 3,6 statt fünf Litern Hubraum und ist an ein Schaltgetriebe gekoppelt.

Unter der Motorhaube geht es eng zu, an einigen Stellen ist gut zu erkennen, dass dies kein Serienauto ist. Ein Porsche-Schriftzug findet sich jedoch nur auf der Starterbatterie. Die sitzt übrigens dort, wo der 500E seine Steuergeräte hat: hinten links im Motorraum.

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Innen installierte Porsche eigene Sitze mit integrierten Kopfstützen, ein Airbaglenkrad und einen Schalthebel aus dem hauseigenen Teilelager. Statt einer Fußfeststellbremse hat dieser C124 einen Handbremsknüppel auf der Mittelkonsole.

Wiedeking stoppte das Projekt 989

Porsche 989 Mule Mercedes C124 (1990)
Porsche
Das Projekt wurde gestoppt, dieser Prototyp überlebte.

Die Entwicklung des Coupés schaffte es jedoch nicht bis zur Serienreife: 1992 mussten Entwicklungschef Ulrich Bez und Vorstandschef Arno Bohn gehen. Wendelin Wiedeking wurde Porsche-Chef, stoppte das Projekt und konzentrierte alle Kräfte des angeschlagenen Unternehmens auf die neuen Baureihen Boxter (986) und den neuen 996-Elfer mit wassergekühlten Motoren und vielen Gleichteilen. Der 928 lief aus, einen V8 gab es erst wieder im Cayenne. Und natürlich – fast zeitgleich zu den 989-Prototypen – im 500E, den Porsche in Zuffenhausen montierte.

Fazit

Die Idee, einen Viersitzer zu bauen, war bei Porsche immer aktuell – es gab Prototypen mit Technik vom 356, 911 und 1984 sogar einen verlängertem 928 zum 75. Geburtstag von Ferry Porsche. Der erste Porsche mit vier Türen und Platz für vier bis fünf Personen wird dann jedoch kein Sportwagen: 2002 erscheint der Cayenne. Erst 2009 folgt mit dem Panamera eine sportliche Luxuslimousine und 2020 kommt mit dem Taycan ein elektrisch angetriebener Sportwagen mit vier Türen und Sitzen auf den Markt.

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