Ursprünglich war das nächste Solitude Revival bereits für das Jahr 2026 geplant und sollte zunächst im Spätsommer stattfinden. Doch organisatorische Schwierigkeiten machten eine weitere Verschiebung notwendig. Anfang dieses Jahres informierte der Verein über die erneute Verlegung auf 2027.
Nachdem nun ein Termin gefunden ist, äußerte sich Wolfgang Ziegler, Vorsitzender des Solitude Revival e.V., erleichtert: "Die erneute Terminverschiebung war für uns keine einfache Entscheidung. Umso schöner ist es, dass wir nun ein Wochenende festlegen konnten, an dem alle wichtigen Rahmenbedingungen stimmen und wir gemeinsam die Organisation dieser einzigartigen Veranstaltung in Deutschland mit internationaler Strahlkraft angehen können."
Solitude Revival vom 16.-18. Juli 2027
Das Solitude Revival findet vom 16. bis 18. Juli statt. Nennungen sollen ab Jahresende 2026 online möglich sein.
Laut Veranstalter kamen 2024 10.000 Zuschauer – trotz eines Wolkenbruchs. Seit 2003 pilgern Enthusiasten alle zwei Jahre ins Mahdental, um die automobilen Helden von damals auf der Strecke zu sehen oder sogar selbst zu fahren. Traditionell holen Mercedes und Porsche für das Solitude Revival historisches Sportgerät aus ihren Depots. Mit von der Partie waren 2024 unter anderem ein Targa-Florio-Rennwagen von 1924, ein Gruppe-C-Rennwagen und diverse Porsche vom 550 Spyder bis zum 911 GT3. Prominente wie der Tatort-Schauspieler Richy Müller, Porsche-Werksfahrer Marc Lieb oder Mercedes-Mann Karl Wendlinger drehten 2024 Runden auf der Naturrennstrecke.
Oldtimer-Rennen auf ehemaligem Formel-1-Kurs
Das Solitude Revival findet seit 2003 statt und erinnert daran, dass auf der kurvenreichen Naturrennstrecke früher Formel-1-Rennen gefahren wurden. Zwischen 1961 und 1965 fanden auf dem 11,4 Kilometer langen Kurs Grand-Prix-Rennen statt. Zu besten Zeiten standen 400.000 Zuschauer an der Strecke zwischen Glemseck, Frauenkreuz und Schatten-S. Den Streckenrekord fuhr 1963 Jim Clark im Lotus mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 179,4 km/h.
Auf dem historischen Rundkurs zwischen Stuttgart und Leonberg fanden schon 1935 Motorradrennen statt. Die 11,4 Kilometer lange Strecke verläuft vom Glemseck durch die Hedersbach-Kurve mit bis zu 15 % Steigung zum 130 Meter höher gelegenen Frauenkreuz. Der Kurs führt weiter Richtung Büsnau und durch die Schatten-S-Kurve hinunter ins Mahdental. Dort liegt ein drei Kilometer langes Kurvengeschlängel. Insgesamt geht es auf der Strecke durch 25 Links- und 15 Rechtskurven.





