Elation Freedom EV Elation Hypercars
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Elation Freedom EV: E-Hypercar mit fast 2.000 PS

Elation Freedom EV Elektrisches Hypercar mit fast 2.000 PS

Der Elation Freedom soll rein elektrisch ähnlich schnell sein wie ein Formel-1-Auto – schließlich kommen seine Ingenieure aus der Rennsport-Branche. Und: Elation hat auch noch ein Herz für Verbrenner.

Carlos Satulovsky flog jahrelang eine Boeing 747-8 auf internationalen Ruuten, sein Freund Mauro Saravia hat jahrelang Erfahrungen im Bau von bei Meisterschaften erfolgreichen Rennwagen gesammelt. Jetzt haben sich die beiden zusammengetan und im kalifornischen San Jose das Auto-Startup Elation Hypercar gegründet. Elation heißt übersetzt Begeisterung – hier ist also schon der Firmenname ein Versprechen. Das möchte Elation umgehend einlösen – mit einem elektrischen Supersportwagen namens Freedom EV.

Erfahrene Formel-1-Ingenieure

Für die Entwicklung des Freedom EV zeichnen sich laut Elation führende Automobil-Renningenieure aus Argentinien verantwortlich, die zuvor in den Formel-1- und Le-Mans-Rennabteilungen europäischer Hersteller gearbeitet haben. Der elektrische Antriebsstrang des Freedom EV kommt von der BorgWarner-Tochter Cascadia Motion aus Wilsonville im US-Bundesstaat Oregon. Cascadia Motion beschäftigt sich seit 40 Jahren mit elektrischen Antriebssträngen – das Unternehmen hat die Motoren für die Formel E und die Energierückgewinnungssysteme (KERS – Kinetic Energy Recovery System) für die Formel 1 entwickelt.

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Blick durch die geöffnete Flügeltür: Beim Cockpitdesign hat sich Elation von Kampfjet-Cockpits inspirieren lassen.

Ein Megawatt – oder mehr

Die wichtigsten Komponenten des Freedom EV sind ein Kohlefaser-Monocoque und drei Permanentmagnet-Synchron-E-Motoren (PSM), die eine Systemleistung von mehr als einem Megawatt (mehr als 1.360 PS) generieren sollen. Optional gibt es einen vierten Motor, der die Gesamtleistung auf 1.929 PS pusht. Dieser Extremleistung angemessen, haben die Designer das Cockpit des Supersportwagens dem eines Kampfjets nachempfunden.

Ihre Energie beziehen die Motoren von einer T-förmigen Batterie mit einer Kapazität in Höhe von 100 Kilowattstunden. Gegen Aufpreis gibt es einen 120 Kilowattstunden-Akku. Mit dem großen Energiespeicher soll die Reichweite des Renners zirka 644 Kilometer betragen.

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Das Fahrwerk des Elation Freedom EV ist kompromisslos auf Grip ausgelegt.

Ein Gang vorn, zwei Gänge hinten

Die Momente verteilt Elation beim Freedom EV auf spezielle Art an alle vier Räder: Für die Vorderachse reduziert ein Eingang-Getriebe die Drehzahl, an der Hinterachse kommt ein Zweigang-Getriebe zum Einsatz. Dies soll zu einer perfekten Kraftverteilung führen, hinzu kommt eine das Einlenkverhalten verbessernde Drehmomentverteilung (Torque Vectoring).

Beim von Elation selbst entwickelten Doppel-Querlenker-Fahrwerk haben sich die Ingenieure wieder von der Formel 1 inspirieren lassen. Der Hersteller betont, dass jede einzelne Fahrwerkskomponente auf maximalen Grip ausgelegt ist.

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Unter dem Heck des Freedom EV sitzt ein gigantischer Karbon-Diffusor.

Extrem steif

In Sachen Sicherheit soll der Freedom EV die Vorschriften des US-Verkehrsministeriums (DOT – Department of Transportation) und des Rennsportverbands FIA (Federation Internationale de l'Automobile) übertreffen. Gründe dafür seien extrem stabile Verbundwerkstoffe und ausführliche digitale und physikalische Tests, betonen die Verantwortlichen. So hat das Monocoque eine Torsionssteifigkeit von über 65.000 Newtonmeter pro Grad bei einem Gewicht von nur 82 Kilogramm.

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Der elektrische Supersportwagen hat mindestens ein Megawatt Leistung.

Verneigung vor Verbrenner mit Verbrenner

Als wenn der Freedom EV nicht schon eine große Überraschung wäre, hält Elation noch eine weitere bereit: Das Modell wird es auch mit einem Verbrennungsmotor geben. Dann heißt das Auto Freedom Iconic Collection – es ist mit dem 5,2-Liter-V10 und dem Siebengang-Doppelkupplungs-Getriebe aus dem Lamborghini Huracán ausgerüstet. Welche Leistungsstufe des Lamborghini-Motors Elation verwendet, ist noch nicht bekannt – im Huracán leistet er bis zu 640 PS. Elation versteht das Verbrenner-Modell als Verneigung vor der Tradition des Verbrennungsmotors, ohne den es den modernen Automobilbau nicht gäbe.

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Renn-Ingenieure, die vorher in der Formel-1 gearbeitet haben, haben den Elation entwickelt.

Ab zwei Millionen Dollar

Den Basispreis des Freedom EV gibt Elation mit zwei Millionen Dollar an (aktuell umgerechnet zirka 1.690.490 Euro). Vom Freedom Iconic Collection sollen nur weniger Exemplare entstehen (die Anzahl gibt Elation demnächst bekannt). Deshalb ist hier die Variante mit Verbrennungsmotor teurer als die Elektroversion: 2,3 Millionen Dollar (1,94 Millionen Euro) soll der Freedom Iconic Collection kosten.

Die Produktion von Freedom EV und Freedom Iconic Collection startet Elation Ende 2022, pro Jahr sollen nicht mehr als 25 Exemplare entstehen.

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Nein, irgendwann ist eine Leisstungssteigerung einfach nicht mehr sinnvoll - 1.000 PS sind schon erheblich mehr als nötig.

Fazit

Welche heftigen Leistungswerte mit Elektroantrieben möglich sind, schält sich so nach und nach heraus. Der künftige Tesla Model S Plaid soll 1.100 PS haben, der stärkste Lucid Air ist mit 1.080 PS unterwegs. Elation rüstet jetzt seinen Supersportwagen Freedom EV mit mindestens einem Megawatt Leistung, also 1.360 PS aus – gegen Aufpreis gibt es einen weiteren Motor, mit dem die Leistung auf fast 2.000 PS steigt.

In Kombination mit dem geringen Gewicht, dem steifen Chassis und dem kompromisslos auf Grip ausgelegten Fahrwerk, könnte der Freedom EV ein atemberaubender Sportwagen werden – damit ist der Renner ein weiteres Zeichen dafür, dass in Sachen Antriebe eine neue Epoche begonnen hat. Dass Elation trotzdem auch noch eine limitierte Anzahl von Modellen mit V10-Verbrennungsmotor auflegt, ist ein charmantes Adieu an eine Motorentechnik, die über ein Jahrhundert lang die mit Abstand meisten Straßenfahrzeuge der Welt bewegt hat.

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