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Elektroautos im ADAC-Kältetest

Elektroautos im Kältetest Elektroautos liefern im Stau zuverlässig Wärme

Das ADAC hat an zwei E-Autos getestet, wie lange der Akku zum heizen reicht. Das Ergebnis: Man könnte auch länger als eine Nacht im Auto verbringen.

Angesichts der deutschlandweit klirrenden Kälte Anfang Februar 2021 und der zahlreichen Mega-Staus auf den Autobahnen wegen starkem Schneefall stellen sich viele E-Auto-Besitzer die Frage, wie lange im Fall der Fälle der Akku reicht. Wenn man selbst stundenlang in einer Fahrzeugkolonne feststeckt, ist dann nach kurzer Zeit der Akku leer und das Auto tot?

Kältetest mit Elektroautos

Wie wir schon in unserem Beitrag "Elektroauto: Sicher durch den Winter" dargestellt haben, sind solche Ängste unbegründet – vorausgesetzt natürlich, dass man sich nicht mit einem fast leeren Akku in die Schlange stellt. Das hat nun auch der ADAC als Ergebnis eines kleinen Praxistests bestätigt.

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In der besonders kalten Nacht vom 12. auf den 13. Februar mit Temperaturen bis zu -14 Grad am Test-Ort wurden ein Renault Zoe und ein VW E-Up auf ihr Durchhaltevermögen geprüft. Dabei wurde die Fahrzeug-Heizung auf +22 Grad eingestellt, die Sitzheizung aktiviert und das Standlicht eingeschaltet.

Das festgestellte Ergebnis: Im Renault Zoe waren nach 12 Stunden rund 70 Prozent und beim VW E-Up rund 80 Prozent der Akkuladung verbraucht. Theoretisch, so rechnet der Autoclub vor, könne man also im Zoe unter den genannten Bedingungen rund 17 Stunden und im VW E-Up rund 15 Stunden verbringen, voller Akku vorausgesetzt. Im Zoe war der große 52 kWh-Akku verbaut, der VW E-Up verfügt über eine Traktionsbatterie mit 32 kWh.

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Zwölf Stunden heizten die beiden elektrischen Kleinwagen ununterbrochen durch – ohne Probleme.

Wie der ADAC hinzufügt, lassen sich diese Werte noch steigern. Mit 22 Grad Innenraumtemperatur war die Heizleistung in diesem Fall verhältnismäßig hoch eingestellt, außerdem wurde kein energiesparender Umluftbetrieb vorgewählt. Vom Abschalten des Standlichts im Stau, um Energie zu sparen, rät der Club jedoch ab. Mit der bei Elektroautos in aller Regel verbauten stromsparenden LED-Leuchttechnik ist hier das Einsparpotential ohnehin nicht besonders hoch.

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Auch mit einer auf kuschelige 22 Grad eingestellten Heizung halten selbst Elektro-Kleinwagen mit geringer Akku-Kapazität locker eine Nacht bei Minusgraden im Stau durch. Die Angst, mit einem E-Auto im Stau zu stranden, ist also unbegründet. Wichtig ist natürlich, auf einen ausreichenden Akku-Stand zu achten. Doch das ist bei Verbrennern nicht anders – mit dem Tank auf Reserve fährt man nicht auf die Autobahn.

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