Audi hat in den USA ein Reichweiten-Verlängerer-Patent eingereicht, bei dem die Ingenieure den klassischen Generator einsparen, der bei vielen EREV-Konzepten (Extended-Range Electric Vehicle – E-Auto mit Reichweitenverlängerer) separat vorhanden ist – Carbuzz hat dieses Patent entdeckt. Der Hersteller lässt den Verbrenner einen der beiden E-Motoren antreiben, sobald das System Strom erzeugen soll.
So arbeitet der Antrieb
Im Normalbetrieb fährt das Auto rein elektrisch: Ein primärer E-Motor treibt eine Achse an. Bei mehr Leistungsbedarf oder Traktionswunsch schaltet das System den zweiten E-Motor zu und liefert elektrischen Allradantrieb. Beim Verzögern nutzen beide Maschinen Rekuperation, solange sie mit ihren Achsen verbunden bleiben.
Zweiter E-Motor als Generator
Sinkt der Ladezustand, koppelt die Steuerung den zweiten E-Motor von seiner Achse ab. Danach verbindet sie ihn per Kupplung mit dem Verbrennungsmotor. Der Benziner treibt den E-Motor an, der dann als Generator arbeitet und die Batterie lädt.
Audi spart Geld und Bauraum
Im Patent reduziert Audi also die Zahl teurer E-Maschinen und spart dazu Leistungselektronik, Verkabelung und Platz für einen eigenen Generator. Das senkt die Materialkosten, das Gewicht und den Konstruktions-Aufwand.
Verbrennerkraft für die Achse?
Audi beschreibt in der Patentschrift primär einen Range-Extender-Ansatz, bei dem der Verbrenner Strom erzeugt, statt die Räder dauerhaft mechanisch anzutreiben. In mindestens einer Betriebsart scheint der Verbrenner allerdings in bestimmten Situationen über die Kopplungen zu einer Achse auch Vortrieb liefern zu können.

Den E-Motor im richtigen Moment als Antrieb oder als Generator zu nutzen, dürfte eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung der patentierten Technik sein.
Quattro-Haken
Während der zweite E-Motor als Generator arbeitet, treibt er zwangsläufig keine Achse an. Die Antriebssteuerung muss also wählen: laden oder Allrad mit beiden Motoren. Die Ingenieure müssen die Regelstrategie so auslegen, dass sie Traktion priorisiert, wenn der Fahrer sie braucht, und dass die Umschaltungen ohne Ruck und ohne spürbare Verzögerung laufen.
Was das Patent nicht versprechen kann
Audi sichert sich mit der Anmeldung vor allem eine technische Option. Wie bei einem Patent üblich, nennt der Hersteller keine Serienpläne, keine Modelle und keinen Zeithorizont.












