BMW iX xDrive50, Exterieur Achim Hartmann
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Reichweitentest BMW iX xDrive50: E-SUV kommt viel weiter als versprochen

Reichweitentest BMW iX xDrive50 E-SUV kommt viel weiter als versprochen

US-Datenexperten haben die echte Reichweite des BMW iX xDrive 50 ermittelt – mit starkem Ergebnis. Auch der ADAC bestätigt die realistische WLTP-Angabe.

Was wir schon aus dem Verbrenner-Zeitalter kennen, scheint sich in der Ära der Elektromobilität nahtlos fortzusetzen: Genau wie echte Spritverbrauchswerte fast immer – teils deutlich – über der Werksangabe liegen, benötigen auch E-Autos meist mehr Energie als von der WLTP-Norm versprochen. Umso erstaunlicher ist es, wenn es mal andersherum läuft. Wie nun beim BMW iX, dem US-Datenexperten eine deutlich größere Reichweite attestieren als vom Hersteller versprochen.

Edmunds, ein Fachmagazin für Daten- und Preiserhebung für alle auf dem US-Markt angebotenen Autos, hat es sich zur Aufgabe gemacht, E-Autos auf ihre echte Reichweite zu testen. Das machen die Amerikaner auf die simpelste Art: Sie fahren ein vollgeladenes Auto so lange über ihre stets gleiche Testroute, bis es ohne Energie ausrollt. Mit dem iX in seiner Modellvariante xDrive50 kamen sie 377 Meilen (knapp 607 Kilometer) weit. Damit pulverisierte der Elektro-SUV nicht nur seine für die USA gültige Werksangabe (bis zu 324 Meilen respektive 521 Kilometer), sondern auch den von der Umweltbehörde EPA in Aussicht gestellten Wert von 315 Meilen (507 Kilometer).

Der ADAC bestätigt die Werksangabe

Mit dieser Performance ist der BMW iX mit seinen beiden Gleichstrom-Synchronmotoren und seiner dicken Batterie – 111,5 (brutto) beziehungsweise 105,2 (netto) Kilowattstunden in der Europaversion – der neue Edmunds-Reichweiten-Champion unter den Elektro-SUV. Der Ford Mustang Mach-E kam "nur" 344 Meilen (554 Kilometer) weit. Dabei trat der voll ausgestattete und 2,6 Tonnen schwere xDrive50 mit den optionalen 22-Zoll-Rädern an, die sich negativ auf die Reichweite auswirken. Dafür waren die äußeren Bedingungen ideal: Die Durchschnittstemperatur lag bei knapp 23 Grad Celsius. Auch dieser Faktor trug dazu bei, den Stromverbrauch bei knapp unter 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer zu halten.

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Dass BMW – anders als viele Konkurrenten – bei seinen Elektroautos mit realistischen Verbrauchs- und Reichweitenangaben operiert, bestätigt auch der ADAC. In seinem Ecotest hat der Automobilclub mit dem 385 kW (523 PS) und maximal 765 Newtonmeter starken iX xDrive50 sogar 610 Kilometer erreicht. Auch das übertrifft die Werksangabe (587 bis 607 Kilometer nach WLTP), wenn auch natürlich längst nicht so dramatisch wie beim Edmunds-Test. Entsprechend ermittelte der ADAC auch einen Stromverbrauch, der fast genau den WLTP-Normwert trifft (20,4 Kilowattstunden auf 100 Kilometer; BMW gibt 20,7 bis 21,1 Kilowattstunden an).

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Fazit

Auf BMWs Verbrauchs- und Reichweitenangaben scheint Verlass zu sein – zumindest, wenn es um die Elektroautos der Münchner geht. In den USA wurden die Normwerte nun bei einem unabhängigen Test weit unter- (Verbrauch) beziehungsweise überboten (Reichweite). Der ADAC konnte die WLTP-Versprechen immerhin ziemlich genau reproduzieren. Fragt sich, warum das bei Verbrenner-Fahrzeugen so schwer möglich zu sein scheint.

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