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VW ID.3 Produktion Halde nextmove
VW ID.3 Produktion Halde
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VW ID.3 Produktion Halde 8 Bilder

Verzögerung durch Softwareprobleme

Hier stehen VWs ID.3 auf geheimen Halden

VW produziert täglich neue ID.3, aber die Software für die MEB-Autos ist noch nicht fertig, darum kann VW sie nicht ausliefern. Ein Youtuber hat sich auf die Suche gemacht, wo die auf Vorrat produzierten Autos landen.

Der ID.3 ist nicht nur VWs erstes Elektroauto auf Basis des Modularen Elektrobaukastens, sondern auch das erste mit einem eigenen Betriebssystem, sprich einer neuen Software, die unter anderem auch dafür sorgt, dass die ID.-Modelle Updates künftig aus dem Netz ziehen können, so wie es Tesla schon lange praktiziert.

Für den ID.3 ist die Entwicklung des Betriebssystems eigentlich fertig. Eigentlich. Denn wie Frank Welsch, Entwicklungsvorstand der Marke VW in einem Interview mit auto motor und sport sagte, brauche man inzwischen 50 Prozent der Zeit für die Entwicklungsarbeit und 50 Prozent für die Absicherung. Die Software für den ID.3 ist immer noch in der Absicherung. Die Produktion des kompakten Elektroautos, für das VW bereits 35.000 Bestellungen eingesammelt hat, hat am 4.11.2019 begonnen. Seitdem kommen die Autos quasi ";;dumm";; vom Band, ohne viel Software. Die wird nach der Absicherung aufgespielt. Klingt eigentümlich, ist aber gängige Praxis, wie aus dem Konzern zu hören ist. Und so geplant.

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Offiziell bleibt es beim Auslieferungsstart im Sommer

VW sagt: ";;Es bleibt nach wie vor bei dem Termin für die Markteinführung des ID.3 im Sommer dieses Jahres. Fakt ist, dass wir mit der Neuausrichtung auf Elektromobilität gerade vor einer großen Herausforderung stehen und entsprechend unsere Kapazitäten bündeln, um den aufgestellten Terminplan einzuhalten und alle europäischen Märkte nahezu gleichzeitig mit den 1ST Edition Fahrzeugen zu beliefern. Am angekündigten Plan hat sich derweil nichts geändert";;.

Offensichtlich kein Problem mit Batterie-Nachschub

Aber gerade weil die Auslieferung erst im Sommer geplant ist, entsteht seit dem Produktionsbeginn im November 2019 eine beträchtliche Zahl an Autos, selbst wenn man bei einer neuen Baureihe von einer flachen Anlaufkurve ausgeht. Immerhin ein Hinweis darauf, dass VW im Gegensatz zu anderen Herstellern kein Problem hat, genug Batterien zu bekommen. Trotzdem stellt sich da die Frage: Auf wie viele Haldenfahrzeuge stellt sich VW ein und wo stellt man die ";;dummen";; ID.3 hin, wo bekommen sie ihre Software aufgespielt?

Die Elektroauto-Vermietung nextmove hat sich nach ein paar Hinweisen auf die Suche gemacht, gezählt, hochgerechnet und ein am 11.3. 2020 entstandenes Video über die Suche nach den Halden auf Youtube veröffentlicht.

Gefunden hat nextmove den alten Flugplatz Altenburg nahe der ID.3. Produktionsstätte Zwickau mit Platz für 5000 bis 8000 Autos und in der Nähe Raum für etwa 1000 weitere Fahrzeuge. Dort finden sich zudem beheizbare Zelthallen, in denen die Software aufgespielt werden wird. Ein noch größerer Parkplatz für die ID.3s soll in Emden entstehen.

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Angenommen, Sie würden bei einer Lotterie gewinnen und könnten sich zwischen den folgenden zwei Fahrzeugen frei entscheiden: Würden Sie sich eher für den aktuellen VW Golf oder den VW ID.3 entscheiden?
Für den Golf 8. Der wird auch in 9. Generation zukunftsfähig sein - als Plug-in-Hybrid.
Für den ID.3. Den kann man auch in 5 Jahren noch ohne großen Wertverlust verkaufen.

Fazit

Im Sommer will VW beginnen, den ID.3 auszuliefern. Ob es zu Verzögerungen kommt, ist immer noch nicht klar, auch wenn davon vielerorts die Rede ist. Fest steht: VW steht enorm unter Druck und unternimmt derzeit große Anstrengungen, auch das Betriebssystem des ID.3 rechtzeitig fertig zu kriegen – das zeigt auch die Vorproduktion der Autos ohne fertige Software. Aber die umfangreiche Logistik, die hinter diesem Vorgehen steckt ist nicht ohne Planung möglich, deren Ausmaß im Video erkennbar wird – was aktuell eben auch gegen außerplanmäßige Verzögerungen spricht.

Für genug E-Autos zur Senkung des Flottenverbrauchs und zur Vermeidung von Strafzahlungen an die EU hat VW den eUp, der aktuell mit hohen Rabatten zu haben ist; auch der eGolf ist entgegen ursprünglicher Planungen noch zu bekommen.

Und was den ID.3 angeht, wissen wir spätestens im August mehr.

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