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Deutschland überholt USA bei E-Auto-Neuzulassungen

Weltweite Elektroauto-Statistik Deutschland überholt USA bei Neuzulassungen

Eine neue Statistik zeigt: Deutschland ist in Sachen Elektroautos nicht so schlecht aufgestellt wie oft behauptet – und in Europa klar die Nummer eins.

Die Corona-Pandemie hat den weltweiten Aufschwung der Elektromobilität kaum aufhalten können. Das zeigt eine aktuelle Statistik des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), aus welcher der Bestand und die Neuzulassungen elektrisch angetriebener Pkw und leichter Nutzfahrzeuge hervorgeht. Im Vergleich zwischen 2020 und 2019 wuchsen demnach der Bestand um 39 Prozent von 7,86 auf 10,91 Millionen Fahrzeuge und die Neuzulassungen um 38 Prozent von 2,31 auf 3,18 Millionen E-Mobile. Allerdings erfasst die Auswertung nicht nur Autos mit reinem E-Antrieb, sondern auch solche mit Range Extender sowie Plug-in-Hybride.

03/2021, Elektroauto-Statistik Neuzulassungen Bestand weltweit
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)

In beiden Statistiken bleibt China klar die Nummer eins. Mit gut fünf Millionen E-Fahrzeugen fährt fast die Hälfte aller weltweit zugelassenen E-Autos auf den Straßen des asiatischen Riesen-Reichs. Allerdings hat die Dynamik dort klar nachgelassen: 1,25 Millionen Neuzulassungen bedeuten ein Wachstum von lediglich drei Prozent. Bedeutet: Mit 1,37 Millionen E-Auto-Neuzulassungen (plus 134 Prozent) ist Europa 2020 an China vorbeigezogen.

Deutschland als Wachstumstreiber

Innerhalb Europas ist ausgerechnet Deutschland der wichtigste Wachstumstreiber. Hierzulande wurden im vergangenen Jahr 394.632 statt 108.530 E-Autos mit oder ohne Range Extender sowie Plug-in-Hybride neu zugelassen – Platz zwei hinter China. Damit betrug das Wachstum 264 Prozent – der weltweit höchste Wert, gefolgt von Dänemark (245 Prozent), Italien (250 Prozent), Frankreich (180 Prozent), Spanien (136 Prozent) und Großbritannien (140 Prozent). Das zeigt: Die von der Bundesregierung, aber auch anderen europäischen Staaten initiierten Anreize und Förderungen wirken.

03/2021, Elektroauto-Statistik Neuzulassungen Bestand weltweit
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)

Das fällt vor allem beim Blick auf die USA auf. Im Heimatland von Tesla gab es 2020 lediglich 322.400 Neuzulassungen. Das bedeutet einen Rückgang von zwei Prozent; diese negative Entwicklung zeigt sich schon das zweite Jahr in Folge. Neben den Auswirkungen des Corona-Virus dürfte sich hier vor allem Donald Trumps verbrennerfreundliche Klima- und Umweltpolitik bemerkbar machen. Folglich holt Deutschland auch beim E-Auto-Bestand auf: Mit 570.000 zu 1,77 Millionen ist der Unterschied zwar noch groß, aber angesichts des unterschiedlich großen Gesamtmarktes (mit knapp 14,6 zu gut 2,9 Millionen Autos wurden in den USA 2020 insgesamt etwa fünfmal mehr Autos verkauft als in Deutschland) kann sich das sehen lassen. Folgerichtig gelang Deutschland in dieser Wertung der Sprung von Position sechs auf drei.

VW ist Tesla auf den Fersen

Auch bei den Marken lautet das Duell USA vs. Deutschland. Oder besser: Tesla vs. VW. Während die Kalifornier 2020 weltweit 499.600 Elektroautos neu zulassen konnten, waren es immerhin 421.600 Exemplare der Marken des Volkswagen-Konzerns. Mit 254.300 Autos folgt das chinesische Unternehmen SAIC, das fast ausschließlich auf dem heimischen Markt tätig ist. BMW (192.600) und Daimler (163.000) liegen mit Platz vier und sechs ebenfalls in den Top Ten. Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass die deutschen Marken bisher vornehmlich Plug-in-Hybride verkaufen, während der Erfolg von SAIC und besonders Tesla auf ausschließlich elektrisch angetriebenen Autos beruht. Übrigens: Im historischen Vergleich lautet die Reihenfolge Tesla (1,38 Millionen Autos) vor dem chinesischen BYD-Konzern (916.400) und der Volkswagen AG (778.300).

Hyundai Ioniq Elektro, Kia e-Niro, Tesla Model 3, VW ID.3
Achim Hartmann
Das Tesla Model 3 ist mit Abstand das meistverkaufte Elektroauto der Welt.

Auch bei den Modellen liegt Tesla vorne. Der Bestand des Model 3 wuchs 2020 um 362.800 auf 812.900 Exemplare. Die historisch betrachtet zwei- und dritterfolgreichsten Modelle Nissan Leaf (494.800) und Tesla Model S (308.700) spielten im vergangenen Jahr eine untergeordnete Rolle. Hier erreichten der Hongguang Mini EV (119.300) und der Renault Zoe (102.900) die Podiumsplätze. Beachtlich: Der erst im Sommer in den Markt eingeführte VW ID.3 sprang mit weltweit 56.900 Neuzulassungen direkt auf Position sechs.

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Ihr oft zitiertes Ziel "eine Million Elektroautos bis 2020" hat die Bundesregierung verfehlt. Nun hofft die Politik, bis 2030 einen Bestand zwischen sieben und zehn Millionen Elektroautos zu erreichen. "Hierfür müssen in Deutschland im Schnitt jedes Jahr rund eine Million E-Fahrzeuge neu zugelassen werden", sagt Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW. Wenn das Wachstum in diesem Tempo weitergeht und sich der Gesamtmarkt nach der hoffentlich bald überwundenen Corona-Pandemie wieder erholt, könnte die neue Marke zu schaffen sein.

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