Porsche Taycan Lackierung Fertigung Produktion Porsche / Patrick Lang
SPERRFRIST 20.01.21 00:01 Uhr Porsche Taycan 2WD Basismodell
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Darum hat der Porsche Taycan 143 Löcher

Neues Fertigungsverfahren für den Elektro-Porsche 106 Löcher im Taycan sind mit Tesa verklebt

143 Löcher durchsieben die Karosserie des Porsche Taycan und werden später – kein Scherz – mit Tesa verklebt. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

Es gibt Dinge des täglichen Lebens, bei denen wir ganz froh sind, dass sie Löcher haben. Ein Sieb zum Beispiel, Salzstreuer oder das Waschbecken. Die Karosserie Ihres Autos gehört in aller Regel nicht dazu. Doch das ist, wie Sie gleich erfahren werden, im Fall des Porsche Taycan eine ziemlich oberflächliche Betrachtung.

Porsche Taycan Lackierung Fertigung Produktion
Porsche
106 von 143 Löchern in der Taycan-Karosserie werden mit Tesa verklebt.

Die Löcher in der Karosserie bekommen Sie nämlich gar nicht zu Gesicht, die Lackierer im Werk dagegen schon. Mehr noch: Die dortigen Mitarbeiter müssen die Löcher auch wieder verschließen. In die konstruierten Öffnungen fließt der Korrosionsschutz für die Hohlräume. Im Anschluss müssen diese Hohlräume dann wasserdicht versiegelt werden. Arbeitsschritte, die für die Haltbarkeit des Autos von entscheidender Bedeutung sind. Neu ist dabei, dass die Löcher beim Taycan nun nicht mehr zugestöpselt, sondern verklebt werden. Eine Technik, die bislang bei keinem anderen Serienfahrzeug eingesetzt wird.

106 Tesa-Klebepads

Tatsächlich ist die Firma Tesa SE hier Kooperationspartner der Zuffenhausener. Zum Abdichtung wird aber kein klassischer Tesafilm verwendet, sondern spezielle Klebepads, die automatisiert auf 106 der 143 Öffnungen aufgebracht werden. Doch können solche Klebepads wirklich allen Materialbelastungen standhalten, die bei so einem hochperformanten Sportwagen zu erwarten sind? Mehr noch, erklärt Dirk Pfaffe, Planungsleiter der Lackierprozesse bei Porsche: "Die Klebepads halten länger als ein Autoleben."

Porsche Taycan Lackierung Fertigung Produktion
Porsche / Patrick Lang
Die Klebepads werden von einem Roboter aufgebracht. Die Maschine erinnert an ein Preisauszeichnungsgerät aus dem Supermarkt.

Auch die Mitarbeiter in der Lackier-Abteilung werden es danken, denn bislang musste jedes einzelne Loch an jeder Karosserie von Hand mit einem Kunststoff-Pfropfen verschlossen werden. Den Kraftaufwand darf man sich laut Porsche so vorstellen, als drücke man nur mit dem Daumen ein Gewicht von sieben Kilo. Eine weitere Vereinfachung der Abläufe: Für die vier vorhandenen Loch-Größen gibt es nur ein Klebepad, das ausreicht, um alle abzudecken. Die Tesa-Teile sind nur einen Millimeter dick und kommen im Durchmesser auf 33 Millimeter. Selbst wenn das Loch mit nur zwei Millimetern überlappt wird, soll die Klebewirkung dauerhaft ausreichen. Klingt, als sollte man sich so ein "Bäbberle", wie der Schwabe sagen würde, besser nicht auf die eigene Haut drücken.

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Den Einstieg in die Elektromobilität von Porsche bietet seit Kurzem übrigens das neue Taycan-Basismodell mit Hinterradantrieb. Für mehr Infos und Eindrücke klicken Sie sich gerne in unsere Fotoshow.

Fazit

Bei einem Techday 2018 entstand die Idee, Stopfen durch Kleben zu ersetzen. In der Lackier-Abteilung von Porsche ist das nun Arbeitsalltag geworden. Es klingt zwar komisch zu sagen, dass so ein Taycan mit Tesa verklebt ist, aber die kleinen Pads scheinen der Aufgabe laut Porsche ja durchaus gewachsen zu sein.

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