Mazda 3, Exterieur/Interieur Dani Heyne
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Gebrauchtwagen-Check Mazda 3

Mazda 3 im Gebrauchtwagen-Check Fitter Gebrauchter ohne große Schwächen

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Attraktiv ist er ja, dieser kompakte Japaner. Doch wie zuverlässig ist ein gebrauchter Mazda 3 der letzten Generation? Wir besuchen Meister Wünsch und finden es heraus.

Preisfrage: Woran erkennt man heutzutage, wie fit ein Gebrauchter wirklich ist? Eine Möglichkeit: Man klickt sich fleißig durch mehrere Internet-Foren, die sich explizit um das jeweilige Modell drehen. Hilfreiche Schlagwörter: "Haltbarkeit", "Langzeitqualität" oder "Zufriedenheit". Für gewöhnlich kommt da einiges an Material zusammen. Klar, weil ja meist die schreiben, bei denen der Frust richtig groß ist. Wer ein bis zwei Stunden investiert, erfährt auf jeden Fall eine ganze Menge über das jeweilige Modell. Vor allem auch, wie kulant der Hersteller auf Probleme reagiert. Merke: Tauchen Fehler immer wieder auf, gehören sie nicht mehr in die Schublade "Einzelfall".

"Korrekt!", bekräftigt Meister Wünsch. "Ich weiß auch schon, worauf du hinauswillst", fügt er schmunzelnd hinzu. "Ihr habt im Internet nach Fehlern des Mazda 3 gesucht, weil die Prüfberichte von DEKRA und TÜV wenig hergeben, richtig?" Genau richtig, Meister!

"Lasst mich raten: In den Foren gab es ebenfalls keine größeren Auffälligkeiten? Also nichts im Vergleich zu den Abhandlungen etwa der Golf-Fan- Gemeinde, die ja allein zum Thema Steuerketten im Netz seitenweise Enttäuschungen von sich gibt ...?"

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Sichtkontrolle: Scheinwerfer beschlagen? Kühler undicht? Motor ölfeucht? All das erkennt der Meister sofort. An diesem Exemplar gibt es nichts auszusetzen.

Die (kleinen) Leiden des Mazda 3

Meister Wünsch liegt gold-richtig. Wer nach Schwachstellen beim Mazda 3 sucht, findet keine großen Überraschungen. In einem Forum haben Mazda-3- Besitzer auf 18 Seiten (!) zusammengefasst, wie es ihnen so mit ihren Fahrzeugen geht und was sie nervt.

Die Essenz: Die Schaltgetriebe können im dritten und vierten Gang hakelig werden. Da das Problem – wenn überhaupt – gleich im Neuwagenstatus auftrat, fiel es unter die Garantie. Dabei wurden Teile des Getriebes getauscht, außerdem kam ein anderes Öl zum Einsatz. Zweiter Punkt auf der Mängelliste: quietschende Sitze (Fahrersitz schlimmer als Beifahrerseite). Dritter Nervpunkt: Geräusche im Bereich der A-Säule (lassen sich mit kleinen Schaumstoffteilen abstellen). Vierter Punkt: angelaufene Scheinwerfer (undicht, Abhilfe: Tausch). Fünfter Punkt: Software-Probleme, die durch Aufspielen einer aktuelleren Version verschwinden. Das war’s.

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Guter Vorrat? Wie immer: Ölstand regelmäßig checken! Der Mazda mag 5W-30.

"Beeindruckend!", fasst Meister Wünsch zusammen. Nach einem Schluck Kaffee hebt er jedoch die Hand: "Eine Sache fällt mir gerade noch ein, die allerdings nur bei Dieselfahrern auftritt, die selten lange Strecken absolvieren." Um den Partikelfilter zu reinigen (Regenerationszyklus), spritzen die Injektoren der Selbstzünder noch mal Diesel nach, der nicht in den Brennräumen zünden soll, sondern erst im Partikelfilter – um diesen "freizubrennen". Das Problem, das dabei auftreten kann: Unverbrannter Kraftstoff klettert über die Zylinderwände an den Kolbenringen vorbei und gelangt in den Ölkreislauf. "Das passiert besonders gern bei Dieselmodellen, die häufig im Kurzstreckenbetrieb sind – und daher öfter regenerieren müssen. Bemerken kann man dies, wenn der Ölstand steigt, was ja normal nicht sein kann. Wird das Öl dann nicht gewechselt, drohen Motorschäden durch mangelnde Schmierung." Informiert das Serviceheft eines Mazda 3 über auffällig kurze Ölwechsel-Intervalle, könnte es genau daran liegen.

Meister Wünsch nickt zustimmend und deutet auf den silbernen Mazda 3. "Den nehmen wir aber trotzdem unter die Lupe." Klar machen wir das. Während der Checker gewissenhaft das Blechkleid des Fünftürers überprüft, werfen wir einen Blick auf das Datenblatt. Dieses Exemplar stammt von 2015. Der erste Besitzer hat den 120 PS starken Benziner gerade mal 25.490 Kilometer bewegt. Da steckt also noch jede Menge Leben im Antrieb. Die Ausstattung klingt verlockend: Bi-Xenon-Licht, Sitzheizung vorn, Navigationssystem, Tempomat, Freisprecheinrichtung, Klimaautomatik. "Gute Wahl", pflichtet Meister Wünsch bei. "Optisch macht der Wagen einen guten Eindruck, es gibt nur ein paar Steinschläge auf der Haube und zwei kleine Kratzer auf der Fahrertür", fasst Meister Wünsch seinen ersten Check zusammen.

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Rost? Der kann am Unterboden eines Dreiers nagen – dann war die Vorsorge nicht perfekt. Bei diesem Exemplar droht vorerst keine braune Gefahr.

Klappern? Quietschen? Hier kein Thema

"Der Zweiliter passt gut zum Dreier", lobt Meister Wünsch. "Er hat mehr Drehmoment als der Basisbenziner, zieht also besser durch. Mit ihm ist man gut unterwegs – und ein preisintensiver Zahnriemenwechsel steht auch nicht an, denn der Vierzylinder arbeitet mit einer Steuerkette."

Auf der Probefahrt schaltet Meister Wünsch alle Gänge durch, um das Getriebe zu prüfen. Außerdem steuert er den Kompakten auch über fieses Kopfsteinpflaster, um dem Fahrwerk zu lauschen. Klappert es dabei, ist ziemlich sicher etwas an der Aufhängung ausgeschlagen. "Bei diesem Exemplar klappert nix. Die Lenkung übersetzt die Befehle schön direkt, die Bremsen packen ordentlich zu. Schauen wir mal, wie der Unterboden aussieht."

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Die halten! Gebrochene Federn sind beim Mazda 3 eher selten.

Gesagt, getan. Keine zehn Minuten später zückt Meister Wünsch die Taschenlampe und schaut sich die Bremsen und Aufhängung der Vorderachse an. "Die Scheiben sehen neuwertig aus, die Beläge halten noch mal so lange. Ähnlich sieht’s bei der Aufhängung aus, lediglich ein Spurstangenkopf hat minimal Spiel. Aber noch zu wenig, um ihn zu tauschen. Den sollte man nur im Auge behalten." Als Nächstes kommen die Bremsen an der Hinterachse dran – guter Zustand. Danach die Abgasanlage – nur etwas Korrosion an den Flanschen. "Rost ist ein gutes Stichwort", sagt Meister Wünsch und führt aus: "Es gibt Mazda 3, die sind nicht ganz so gut konserviert. Das sieht man aber recht schnell an den Blechfalzen des Unterbodens. Daher stets von unten checken!"

Das Meister-Fazit fällt positiv aus: "Der Mazda 3 Typ BM/BN ist ein absolut fitter Gebrauchter, der sich keine großen Schwächen leistet."

Fazit

So ein Mazda 3 ist Ihr Typ, wenn Sie eine stressfreie Beziehung mit einem Kompakten suchen. Nein, nicht mit einem Kombi. Nur Fließheck und Stufenheck stehen zur Wahl. Mazda geht ja bekanntlich gern eigene Wege, daher gibt’s beim Dreier keinen Kombi. Dafür sehr viel Zuverlässigkeit. Verglichen mit anderen Modellen aus dem Kompakt-Club leistet sich der japanische Dreier kaum Schwächen. Und wenn, sind es eher Kleinigkeiten, die sich leicht abstellen lassen. Wer auf den Geschmack gekommen ist: Exemplare von 2013 mit rund 100.000 Kilometern starten aktuell bei 8.000 Euro.

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