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Polizeikontrolle in den USA

Fünfjähriger will selbst zu seinem Lambo fahren

Mama wollte ihm keinen Sportwagen kaufen, da sammelte der Knirps sein Geld zusammen und fuhr alleine los. Bis die Polizei ihn auf der Autobahn stoppte.

Eltern kennen die Situation: Eines der Kinder wünscht sich etwas exorbitant Teures und bekommt es nicht. Warum? Eben weil es exorbitant teuer ist. Ob nun ein Pony, ein Urlaub oder ein Auto auf der Wunschliste ganz oben stehen – die Argumente der Erwachsenen gegen die spontane Erfüllung dieser Wünsche zerplatzen in den Ohren der Kinder wie Seifenblasen. Und genau so lässt sich der knapp drei Kilometer lange Ausflug des Sportwagen-Fans Adrian aus Ogden im US-Bundesstaat Utah erklären.

Weil seine Mutter ihm keinen Lamborghini kaufen wollte, nahm sich der zum Tatzeitpunkt fünf Jahre alte Junge kurzerhand den Autoschlüssel vom Schlüsselbrett, setzte sich in Mamas Dodge Journey und fuhr los. Nicht allerdings, ohne vorher sein gesamtes Bargeld einzusammeln. Sein Ziel: Die große Schwester, die irgendwo im mindestens 800 Kilometern entfernten Kalifornien wohnt. Einem US-Bundesstaat mit einer Fläche von 423.970 Quadratkilometern (Deutschland: 357.582 qkm). Dort wollte er mit Schwesterchens Hilfe einen Lamborghini kaufen. Sein Budget: drei US-Dollar (umgerechnet 2,78 Euro).

Wenn da nur nicht die Kurven gewesen wären

Münzenkenner werden jetzt sagen: "Kein Problem, es kommt nur auf den richtigen Dollar an!" Allerdings befand sich unter dem Kleingeld weder der 1794 Liberty-Dollar (Der erste US-Dollar überhaupt, der von der U.S.-Mint geprägt wurde. Sein Wert: 7.850.000 US-Dollar) noch der Dexter Dollar 1804 (Sein Wert: 4.140.000 US-Dollar). Doch zurück zur Fahrt des Jungen.

Den italienischen Sportwagen fest vor dem geistigen Auge, schaffte er es immerhin drei unfallfreie Kilometer weit gen Süden auf der Interstate 15. Einem Freeway, der geradewegs ins südliche Kalifornien führt. Das Problem bei der Sache, abgesehen vom Kleingeld, dem 77 Liter großen Tank des SUV und der Tatsache, dass ein Fünfjähriger überhaupt Auto fährt, war eigentlich nur sein mangelndes Talent, langgezogene Kurven zu fahren. Das zumindest zeigen die Videoaufnahmen der Dashcam des Polizeifahrzeugs, das ihm folgte.

Zum Glück fuhr er unfallfrei

"Ich war gerade dabei einen Temposünder zu verfolgen, da fiel mit der kleine SUV auf. Ich habe erst an einen medizinischen Vorfall gedacht. Also habe ich den Temposünder fahren lassen und mich hinter den SUV gesetzt, der mit 51 Kilometer pro Stunde von der linken auf die rechte Fahrbahn wechselte", erklärt Trooper Rick Morgan den Vorfall vom 4. Mai 2020 gegen 11:45 Uhr und meint weiter: "Als ich dann meine Sirene anschaltete, fuhr er an den linken Standstreifen und hielt an."

Dem Trooper fiel zwar auf, dass er von seiner Limousine aus den Kopf des SUV-Fahrers nicht sehen konnte, doch das wäre kein Einzelfall. Erst als sich das Fenster öffnete wurde ihm klar, dass es sich um einen Jungen handelt. "Ich habe ihn für neun oder zehn Jahre gehalten. Allerdings sagte er mir, er sei erst fünf. Was seine Eltern später bestätigten." Der für sein Alter recht groß geratene Fünfjährige saß ganz vorn auf der Fahrersitzkante, um überhaupt die Pedale zu erreichen. Sein Sichtfeld nach vorn war stark eingeschränkt.

Am Ende bekam er seinen Lambo

Die Kommentare unterhalb des Posts der Utah Highway Patrol ließen natürlich nicht lang auf sich warten. Von #nfldraft2032 bis zu "Seine Eltern haben ihm eingetrichtert er solle doch immer sagen, dass er erst fünf Jahr alt ist, damit er im Restaurant gratis essen kann" ist nahezu alles vertreten. Wer jetzt jedoch glaubt, dass der Post der Trooper nur negative Echos erzeugte, der irrt allerdings gewaltig.

Denn der kleine Adrian kam letzten Endes doch noch zu seinem Lamborghini – wenn auch nur auf dem Beifahrersitz. Keine zwölf Stunden nach dem Vorfall fuhr ein Lamborghini-Besitzer bei ihm Zuhause vorbei und schenkte ihm ein paar unvergessliche Fahreindrücke. "Ich denke, wir werden den Kleinen nicht noch mal bei solch einer Tat erwischen", hofft Trooper Rick und gibt zu bedenken, dass "Kinder eben Kinder sind."

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War die Belohnung der Lambo-Mitfahrt pädagogisch sinnvoll?
Ja, so hat er keinen Grund mehr sich selbst um seinen Lambo zu kümmern.
Nein. Er denkt jetzt, dass er für jeden weiteren Mist auch weiterhin belohnt wird.

Fazit

Das hätte auch ins Auge gehen können. Für den Fünfjährigen und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Die Geschichte ist dennoch wahnsinnig unterhaltsam. Und die anschließende Lambo-Mitfahrt führt hoffentlich nicht dazu, dass der Kleine auf den Geschmack gekommen ist, seinen Willen künftig regelmäßig auf diese Art und Weise durchzusetzen.

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