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Rückruf Opel: Über 400.000 Fahrzeuge betroffen

Rückruf Opel 400.000 Fahrzeuge betroffen

Opel ruft über 400.000 Fahrzeuge mit Dieselmotor zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass die unzulässige Abschaltvorrichtung im Fokus des KBA steht.

Der Streit zwischen dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) und der PSA-Tochter Opel zieht sich nun schon seit sieben Jahren. Ende 2015 wurden zum ersten Mal Abschaltvorrichtungen in vier Diesel-Modellen der Rüsselsheimer gefunden. Der Hersteller regelte das mit freiwilligen Software-Updates und konnte so weitere Schritte abwenden. 2018 entdeckten Gutachter des KBA allerdings einen weiteren Fall und riefen in der Folge rund 100.000 Opel-Diesel zurück.

Dagegen waren die Rüsselsheimer in Berufung gegangen und jetzt in zweiter Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein gescheitert, wie der Bayerische Rundfunk meldet. Der Rückruf erstreckt sich auf Modelle, deren Software so programmiert ist, dass die Abgasreinigungsanlage ab 145 km/h, beziehungsweise oberhalb von 2.400 Umdrehungen oder einem Umgebungsdruck unter 915 bar nicht mehr richtig funktioniert. So lauten zumindest die Erkenntnisse der Gutachter. Betroffen sind Zafira-, Cascada- und Insignia-Modelle.

Aktueller Rückruf vom KBA (17.2.2022)

Seit wenigen Tagen ist klar, dass Opel nun erneut weltweit 400.201 sowie deutschlandweit 74.554 Fahrzeuge aus den bereits bekannten Gründen zurückrufen muss. Es handelt sich erneut um die unzulässige Abschalteinrichtung beziehungsweise unzulässige Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems. Betroffen sind Fahrzeuge der Modelle Astra, Corsa und Insignia aus den Produktionsjahren 2013 bis 2018, die mit einem 1,3 oder 1,6 Liter großen Dieselmotor (Euro 6 mit AGR und NSK (LNT)) ausgestattet sind. Opel bittet die angeschriebenen Fahrzeughalter, entweder den Fahrzeughersteller oder eine Vertragswerkstatt zu kontaktieren. Dieser Rückruf ist unter der KBA-Referenznummer 011422 und unter dem Hersteller-Code E222115640 (22-C-013) O7A zu finden.

Bereits im Oktober 2018 im Fokus des KBA

Bereits im Oktober 2018 rückten die Opel-Modelle Cascada, Insignia und Zafira aus den Jahren 2012, 2014 und 2017 in den Fokus der Behörde. 95.000 Exemplare dieser Modellreihen mit Euro 6-Norm sollen über eine manipulierte Abgassoftware verfügen. Opel hat bereits reagiert und freiwillige Service-Updates für die Diesel-Modelle Zafira Tourer (2.0l und 1.6l), Cascada (2.0l) und die Vorgängergeneration des Insignia (2.0l) der Baujahre 2013 bis 2016 zwischen Februar 2017 und April 2018 gestartet.

In einer offiziellen Stellungnahme der Opel Automobile GmbH hieß es: "Betroffen waren ursprünglich rund 31.200 Fahrzeuge in Deutschland. Mehr als 22.000 wurden von Opel im Rahmen der freiwilligen Serviceaktion umgerüstet, sodass nur noch weniger als 9.200 Fahrzeuge von dem heute vom Ministerium angekündigten Rückruf betroffen wären." Zudem bestätigt Opel am 15.10.2018, "dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt an den Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern Untersuchungen im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens zum Thema Emissionen durchführt."

Opel hat 2016 90.000 Modelle nachgebessert

Die Vorwürfe sind nicht neu. Das KBA hatte 2016 neben Modellen anderer Autohersteller auch bei Zafira Tourer, Insignia und Cascada (Produktion bis Sommer 2016) auffällige Abgaswerte (NOx) entdeckt und Opel zu einer Software-Nachbesserung von 90.000 Fahrzeugen verpflichtet. Bei den Modellen schaltete ein zugeliefertes System die Abgasreinigung in einem definierten Temperaturfenster ab (Thermofenster) – dies geschah bei den meisten Fahrzeugen unter 10 Grad Celsius, bei Opel z. B. bereits bei 17 Grad.

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Erneut muss Opel Fahrzeuge der Modelle Astra, Corsa und Insigina wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bzw. unzulässiger Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems zurückrufen. Dieses Mal sind weltweit über 400.000 Fahrzeuge betroffen.

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