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EU-Neuzulassungen Mai 2020

Trotz Aufschwung noch fettes Minus

Die Pkw-Neuzulassungen in Europa legen zwar wieder zu, bleiben aber immer noch weit unter Vorjahresniveau. Das Minus liegt noch bei 52,3 Prozent.

Der großflächige Lockdown in Europa ist vorüber, das macht sich auch auf dem Neuwagenmarkt bemerkbar. Wie der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) mitteilt, wurden im Mai 2020 europaweit 581.161 Pkw neu in den Verkehr gebracht. Das sind zwar bereits deutlich mehr Autos als noch im Vormonat, dem Ergebnis aus dem Mai 2019 laufen die Zahlen allerdings noch klar hinterher. Gegenüber den seinerzeit vermeldeten 1.217.259 Pkw-Neuzulassungen liegt das Minus bei 52,3 Prozent. Auch im bisherigen Jahresverlauf zeigt die Zulassungsstatistik noch ein fettes Minus. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2020 wurden 3.331.715 Pkw erstmals in den Verkehr gebracht, mithin 41,5 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Volumenmärkte mit starken Einbrüchen

Entsprechend dem Gesamtergebnis präsentieren sich auch die Ergebnisse der einzelnen Volumenmärkte. In Deutschland wurden im Mai 168.148 Pkw neu zugelassen. Das Minus gegenüber dem Vorjahr liegt bei 49,5 Prozent. Frankreich kommt auf 96.310 Neuzulassungen und ein Minus von 50,3 Prozent. Italien meldet 99.711 Pkw-Neuzulassungen im Mai und liegt damit um 49,6 Prozent unter dem Vorjahr. Nur noch 34.377 Neuzulassungen brachte der Mai in Spanien. Das Minus beträgt damit satte 72,7 Prozent. Noch heftiger traf es nur Ex-EU-Mitglied Großbritannien. Hier wurden im Mai nur 20.247 Pkw-Neuzulassungen registriert, das Minus liegt bei unfassbaren 89 Prozent.

Alle Marken verlieren zweistellig

Betrachtet nach Marken zeigen sich im Mai durch die Bank bei allen Herstellern hohe zweistellige Verluste gegenüber dem Vorjahr. Der VW-Konzern verliert um 52,4 Prozent, Smart sogar um 90 Prozent. Entsprechend gibt es auch bei der Verteilung der Marktanteile Verschiebungen. Marktführer bleibt dennoch weiterhin der Volkswagen-Konzern mit 25 Prozent Marktanteil. Den Titel als stärkste Einzelmarke verteidigt VW mit 11,2 Prozent. Auf den Rängen folgen Renault (7,6 %), Peugeot (6,7 %), Mercedes (6,0 %), Fiat (5,4 %), Skoda und Audi (jeweils mit 5,2 %), Toyota und Ford (jeweils mit 5,1 %), BMW (4,9 %), Citroën (4,6 %), Dacia (4,2 %), Opel (4,0 %), Hyundai (3,5 %), Kia (3,4 %) und Seat mit einem Mai-Marktanteil von 2,8 Prozent.

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