Kennzeichen-Check per KI: Griechenland beschlagnahmt ausländische Luxusautos

Kennzeichen-Check per KI
Griechenland beschlagnahmt ausländische Luxusautos

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.04.2026
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Griechenland Beschlagnahme Luxusauto
Foto: Independent Authority for Public Revenue

Bei der Aktion stellten die Behörden 229 Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen sicher. Der Gesamtwert liegt bei über zehn Millionen Euro. Einzelne Modelle sollen bis zu 750.000 Euro wert sein. Darunter sind Marken wie Lamborghini, Porsche, Mercedes-Benz, Bentley, Audi und Ferrari.

Klare Regeln für Autos mit Auslandszulassung

Im Fokus standen Autos, die in Griechenland unterwegs sind, aber im Ausland zugelassen wurden. Dafür gibt es klare Regeln. Solche Fahrzeuge dürfen maximal sechs Monate innerhalb eines Jahres im Land gefahren werden. Außerdem dürfen sie grundsätzlich nur von der Person genutzt werden, die sie eingeführt hat. Wird ein Auto länger genutzt oder fährt es jemand, der in Griechenland lebt, wird es kritisch.

Der Hintergrund ist vor allem finanziell. Fahrzeuge sind in Griechenland teuer, weil beim Import und bei der Nutzung mehrere Abgaben anfallen. Dazu gehören Zulassungssteuern, die Mehrwertsteuer und laufende Kfz-Steuern. Bei teuren Autos kommen zusätzliche Belastungen hinzu, weil der Besitz solcher Fahrzeuge steuerlich berücksichtigt wird. Deshalb werden manche Fahrzeuge im Ausland angemeldet, obwohl sie überwiegend in Griechenland unterwegs sind.

Mautdaten führen zu Steuersündern

Organisiert wurde die Aktion von der Independent Authority for Public Revenue, der griechischen Steuer- und Zollbehörde. Entscheidend waren Mautdaten sowie KI-gesteuerte ANPR-Technologie (Automatic Number Plate Recognition). Diese Daten wurden mit Steuer- und Zolldaten abgeglichen. So ließ sich nachvollziehen, wie lange ein Fahrzeug im Land unterwegs war.

Griechenland Beschlagnahme Luxusauto
Independent Authority for Public Revenue

Danach haben die Behörden gezielt diese Fahrzeuge vor Ort kontrolliert, etwa in Parkhäusern oder bei Händlern. Entscheidend war, wer die Autos tatsächlich nutzt und ob dafür in Griechenland Steuern gezahlt werden.

Bei den Kontrollen kamen verschiedene Verstöße ans Licht. Dazu zählen fehlende oder unzulässige Zulassungen, Probleme bei Steuerangaben und in einigen Fällen manipulierte Fahrgestellnummern. In einem Fahrzeug fanden die Ermittler zudem Drogen. Die Verfahren laufen noch. Erst danach entscheiden die Behörden über Bußgelder und mögliche weitere Schritte.

Fazit