Klipsch The Fives MCLAREN Edition Klipsch
Klipsch The Fives MCLAREN Edition
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Klipsch The Fives MCLAREN Edition 6 Bilder

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Klipsch "The Fives "McLaren Edition im Test

Klipsch „The Fives“ McLaren Edition Formel 1-Lautsprecher für Konsole und Klavier

Klipsch hat die kompakten Aktivlautsprecher "The Fives" jetzt in einer edlen McLaren Edition aufgelegt. Sind die Kraftwürfel mit Karbonfasermembranen die ultimative Lösung für die Fans von Autorennspielen und Musik? Ein Test.

Lautsprecher können etwas, das Autos physikalisch leider vorenthalten bleibt: Sie können Raum virtuell erschaffen. Gut gemacht entstehen so selbst aus minimalen Gehäusen Kathedralen an Klangvolumen. Ein 200-Liter-Kofferraum bleibt dagegen ein 200-Liter-Kofferraum.

Und trotzdem bleibt die Skepsis, als der 🛒Klipsch The Fives-Lautsprecher in der McLaren-Edition zum Test geliefert wurde: ein kaum schuhkartongroßer Aktivlautsprecher in schlichtem, matten Schwarz und mit neckischen Orange-Akzenten des McLaren-Formel-1-Teams mitsamt unübersehbarem Logo. Hübsch? Ja, aber eben auch relativ kompakt. Kann dieses Lautsprecherpärchen sowohl meinen HiFi-Ansprüchen als Musikliebhaber und gleichzeitig meinen Sound-Ansprüchen an Auto-Rennspiele wie Gran Turismo, Forza und Co. gerecht werden? Ein breiter Klang-Spagat den zumindest der Spaß am emotionalen Ton eint.

Klipsch The Fives MCLAREN Edition
Klipsch
Das kleine Heimkino-Set kostet 1.499 Euro.

Gerade bei Auto-Rennspielen lausche ich dem inzwischen verblüffend realistischen Motorsound am liebsten per Lautsprecher und nicht nur per Kopfhörer, da dieser dann authentischer und vor allem in den tieffrequenten Sequenzen packender wirkt. Zudem kommen sich vor Ort mitfiebernde Freunde akustisch nicht so ausgeschlossen vor. Am Computer oder der Konsole zocken muss ja nicht zwingend einsam machen.

Schlichte Optik, zahlreiche Anschlussmöglichkeiten

Schauen wir uns die Klipsch-Box erstmal an: Auf der Oberseite einer der beiden Boxen warten zwei große Metalldrehregler auf die Einstellung von Lautstärke und Quelle. An der Hinterseite lädt eine Anschluss-Armada zum Andocken an. Neben den üblichen USB, optischen und Klinken-Eingängen verfügt der Klipsch-Wandler sogar über Cinch-Buchsen mitsamt integrierter Phono-Vorstufe sowie einen HDMI-Eingang mit ARC. Dieses Kürzel steht für Audio Return Channel und ermöglicht die Weitergabe und Steuerung des Lautstärkesignals über TV-Geräte oder AV-Verstärker. Das erleichtert die Integration in das heimische TV-Setup ungemein und wird nur von wenigen Aktivlautsprechern beherrscht. Das Signal für einen weiteren Subwoofer lässt sich ebenfalls abgreifen. Ein üppiges Anschluss-Set, das davon komplettiert wird, dass alle notwendigen Kabel und eine handliche Fernbedienung beiliegen.

Klipsch The Fives MCLAREN Edition
Alexander Bloch
Auf der Oberseite lassen sich Lautstärke und Quelle ver- bzw. einstellen.

Das Audio-Signal lässt sich zudem kabellos per Bluetooth in der Version 5.0 einspeisen. Hier unterstützt das Klipsch-Duo vor allem das sogenannte ApTX-HD-Format mit hoher Abtastrate (bis zu 48 kHz) und Bittiefe (bis zu 24 Bit). Es wird zwar oft irreführend als lossless, also verlustfrei bezeichnet, zeichnet sich aber vor allem durch eine sehr hohe Übertragungsrate von bis zu 576 kbit pro Sekunde und eine niedrige Latenz aus. Letzteres ist gerade bei Auto-Rennspielen sehr wichtig, damit zum Beispiel keine Verzögerung – also Latenz- zwischen einem optischen und akustischen Gangwechselvorgang entsteht. Die Box selbst kann höchstwertige Audio-Signale mit bis zu 192 kHz und 24 Bit verarbeiten.

Aufwändige Klipsch-Horn-Technik

Die beiden Lautsprecher sind nach dem Master-Slave-Prinzip aufgebaut. Eine Box enthält alle Anschlüsse, den DA-Wandler und den Verstärker mitsamt Netzteil, die andere übernimmt dann direkt das verstärkte Audio-Signal per Kabel. Beide Boxen sind in typischer, aber miniaturisierter Klipsch-Horn-Weise aufgebaut. Bei der Beschallung von großen Konzerten oder Events werden Horn-Lautsprecher eingesetzt, weil sie durch ihre definierte trompetenähnliche Schallführung besonders effizient die Luftteilchen zur Schwingung anregen. Dadurch können sie schon mit wenig Leistung große Lautstärken erreichen. Sie sind quasi die Aerodynamik-Meister unter den Lautsprecher. Trotzdem haben sie bei vielen HiFi-Fans keinen guten Ruf, weil viele Hörner in der Vergangenheit gerade im Mitteltonbereich dazu neigten den Klang zu verfärben. Stimmen klangen trötig und unnatürlich.

Klipsch The Fives MCLAREN Edition
Klipsch
Der Aktivlautsprecher in schlichtem, matten Schwarz und mit neckischen Orange-Akzenten des McLaren-Formel-1-Teams ist kaum größer als ein Schukarton.

Ein Klipsch-Lautsprecher wäre dagegen auch im Kleinformat ohne Horn kein echter Klipsch. So sitzt vor dem 25-Millimeter großen Titankalotten-Hochtöner ein quadratisch auslaufendes sogenanntes Tractrix-Horn. Der 11,5 cm große Tiefmitteltöner scheint ohne Horn auszukommen. Doch ein genauerer Blick offenbart Besonderheiten: Zum einen ist das Membranmaterial nicht wie bei den Standard The Fives aus einem verstärkten Papiergewebe aufgebaut, sondern aus Karbonfasern. Das ist nicht nur ein teurer Marketinggag, um die technische Verbindung zu den Karbonfaser-Meistern von McLaren zu schaffen. Karbonfasern ergeben auch ein besonders festes wie leichtes Material, das den Schwingungsvorgaben des mächtigen elektromagnetischen Antriebssystems besonders präzise folgen kann. Jedoch neigen so steife Materialien auch zu kräftigen, höherfrequenten Partialschwingungen. Die Kunst ist es diese herauszufiltern. Beim Tieftöner handelt es sich um einen Langhuber und Ähnlichkeiten zum Verbrennungsmotor gibt es nicht nur beim Namen. Ähnlich wie bei diesem können hohe (Schall-)Leistungen bei tiefen Frequenzen nur dann erzeugt werden, wenn viel Luftvolumen bewegt wird. Das übernimmt entweder eine große Membranfläche oder eine kleinere Membran mit großem Hub und der Unterstützung eines Turbos. Der Turbo ist in diesem Fall ein Bassreflexhorn an der Rückseite der Box. Damit das ganze aber in der Kompaktheit eines Regallautsprechers genug Bassvolumen schafft, muss kräftig Leistung hineingedrückt werden.

Digital-Verstärker macht die Klipsch-Boxen aktiv

Die kommt aus einem sogenannten Digital-Verstärker bei dem das Audio-Signal mit besonders effizienten Schaltpulsen und nicht kontinuierlich wie bei einer analogen Version verstärkt wird. Die Ähnlichkeiten zu einem Inverter bei Elektroautos sind nicht klein, würden hier aber zu weit führen. Dabei erhält jeder Tiefmitteltöner 60 Watt und jeder Hochtöner 20 Watt. Das ergibt bei einem Stereo-Paar 160 Watt realistische Leistung. Der Vollständigkeit halber sei aber auch noch die Peak-Angabe von 320 Watt erwähnt. Das volle Paket an Technik erklärt auch die rund 10 kg, die beide Boxen zusammen wiegen. Nicht nur das Gewicht, sondern der gesamte Aufbau überzeugen mit Solidität und sehr guter Verarbeitung. Keine Selbstverständlichkeit bei amerikanischen Produkten – zumindest im Autobereich.

Fehlt noch die Erwähnung der Klipsch-App bevor es zum Klangtest geht. Sie erlaubt die Steuerung der Fives und bietet viele Klangbeeinflussungsmöglichkeiten. So kann zum Beispiel der Basspegel mit der Wahl des Standorts verändert werden.

Die Boxen lassen den Ford GT spratzeln

Das ist das perfekte Stichwort für den ersten Einsatz an der Spielkonsole. Gran Turismo 7 darf ran und zwar mit einem 2006er Ford GT auf dem Laguna Seca Raceway. Der 5,4-Liter V8-Kompressor röhrt mit einem mächtigen Drehzahl-Crescendo den Anstieg zur legendären Corkscrew-Kurve hoch und das Sirren des Kompressors steht klar definiert im Raum. Genauso wie die Unterarmhärchen eines echten Autofans bei diesem Motorsound-Spektakel. Doch eine kleine Sache stört: Bei aller Liebe für die Bass-Fähigkeiten des V8 sind diese doch zu fulminant und damit nicht authentisch. Die Lösung liefert die App: Die Klipsch sind dort noch als frei im Raum platziert eingestellt. Das wird auf wandnahe Aufstellung korrigiert und mit dem Equalizer etwas Tiefton herausgenommen. Schon passt die Balance wieder und das Spratzeln des Drehzahlbegrenzers bei zu spätem Gangwechsel wird nicht mehr maskiert, sondern kommt präsent und packend.

Klipsch The Fives MCLAREN Edition
Klipsch
Die beiden Lautsprecher sind nach dem Master-Slave-Prinzip aufgebaut.

Springen wir einige tausend km nach Osten in die Eifel zur schönsten Rennstrecke der Welt: die Nordschleife. Dort wartet ein traumhaft schöner BMW 3.0 CSL. Sony setzt bei Gran Turismo diese Autos nicht nur optisch eindrucksvoll in Szene, sondern auch der Sound wurde im Vergleich zu früheren Gran Turismo-Versionen spürbar realistischer. Siehe auch das YouTube-Video zu GT 7 auf dem auto motor und sport-Kanal. Der Reihensechszylinder sollte sich jetzt klar vom Ami-V8 absetzen und muss sämiger, nicht so grob klingen sowie bei hohen Drehzahlen weniger röhren, sondern mehr brüllen.

BMW 3.0 CSL mit Nordschleifen-Gebrüll, Adele mit Gänsehaut

Und die Klipschs lassen den Bayern brüllen, geben ihm die Fülle und kontrollierte Wildheit, die er braucht. Die Freude über den packenden Reihensechser-Sound ist so groß, dass der Anbremspunkt für die ein oder andere Kurve zu spät kommt und sich das hohe Quietschen verzweifelter Reifen in den Gehörgang brennt. Wobei die Klipschs hier etwas verzeihend klingen und die Bösartigkeit der Reifenquälerei minimal in Watte packen. Vor allem dann, wenn man sich außer mittig vor den Lautsprechern platziert. Die größere Richtwirkung des Hochtonhorns sorgt im Nebeneffekt seitlich für einen stärkeren Höhenabfall. Was am grandiosen Klangerlebnis bei einem Auto-Rennspiel nichts ändert. Konsolen-Sound können sie also, aber können sie auch Musik?

Klipsch The Fives MCLAREN Edition
Alexander Bloch
Eine handliche Fernbedienung gehört zum Lautsprecher-Set dazu.

Und da darf niemand geringeres als die fabelhafte Adele mit "Easy On Me" ran. Auch bei ihr sind die Unterarmhärchen der Indikator: Stehen sie auf zum Applaudieren, dann hat der Lautprecher emotional alles richtig gemacht. Das Piano setzt klar ein, Adeles Atmen in das Mikro ist fein, aber fast körperlich zu spüren und die von ihr so gekonnt eingesetzte Modulation der Tonhöhe wunderbar verfolgbar. Der ein oder andere Kerzenschein-Highender mag einwenden, dass die intime Stimmpräsenz von Adele etwas zu direkt ist und sich das Horn hier minimal ausprägt. Doch was viel mehr zählt, ist die Hörfreude und die packt einen spätestens bei der Textzeile "Goooooo easy on me baby". Da stehen sie, die Unterarmhärchen und zollen der Jahrhundertstimme Respekt. Die Impulsivität und Mühelosigkeit der kleinen Klipsch begeistert genauso wie Adele felsenfest zwischen den The Fives steht und das Klavier einen halben Meter dahinter. Hier spielen die kleinen Amis lässig den Vorteil eines kleinen Klangzentrums für die Räumlichkeit aus.

Klipsch The Fives MCLAREN Edition
Alexander Bloch
Eine ganze Anschluss-Armada findet sich auf der Rückseite einer der Boxen.

Fehlt noch der Check der Bassdynamik-Fähigkeiten mit dem Weltklasse-Bassisten Marcus Miller und seiner Akustikversion von "Papa was a Rolling Stone". Die authentische Reproduktion der Millerschen 4-Saiten-Power ist für eine kleine Box eine Aufgabe, wie massig Drehmoment aus einem Ein-Liter-Dreizylinder zu holen. Doch die Klipschs schlagen sich sehr tapfer und füllen den Raum mit fülligen Basswellen. Nicht ultratief, unter 50 Hz ist Schluss, aber dafür mit dem richtigen Maß an spaßigem Punch. Sogar bei höheren Lautstärken pfeffert Marcus Miller damit seine knackigen Lines in den Raum, bevor minimale Verzerrungen das Ende der erstaunlich hohen Lautstärke-Fähigkeiten ankündigen. Lauter zumindest als es so mancher Nachbar vertragen kann. Die McLaren Edition mag also auch Musik – und nicht nur, wenn sie laut ist.

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Fazit

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Wer auf der Suche nach einem tonal absolut perfekten Lautsprecher ist, bei dem akademische Feingeistigkeit wichtiger ist als Punch und schierer Hörspaß, wird mit den Klipschs in der McLaren-Edition nicht glücklich. Wer aber einen wunderbar spielfreudigen, immer noch neutralen und impulsiven Soundbegleiter mit der richtigen Dosis Punch sucht ist an der richtigen Adresse – egal ob für die Konsole, das kleine Heimkino-Set oder den reinen Musikgenuss. Ob einem das 🛒1.499 Euro wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Mir wäre es das.

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