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MPM PS160: Aus für den französischen Billig-Sportwagen

MPM PS160 Aus für den französischen Billig-Sportwagen

Wer an Billigautos und Frankreich denkt, denkt an Dacia. Mit dem PS160 von MPM betrat 2017 ein neuer Akteur die Szene. Der sportlich gezeichnete Franzose kostete ab 8.500 Euro. Jetzt schließt der Autobauer seine Pforten.

MPM Motors wurde 2010 gegründet und verfolgte den Traum von einem in Frankreich gebauten Sportwagen und zwar einem bezahlbaren. Im Januar 2016 konnte MPM Motors in der Nähe von Paris seine erste Produktionanlage eröffnen. 2017 wurde der MPM PS160 als erstes Modell in Frankreich auf den Markt gebracht. Und zwar zum Kampfpreis von 8.500 Euro.

Im Dezember 2020 meldet der Autobauer das Aus der Marke. Wegen fehlender finanzieller Mittel musste MPM Insolvenz anmelden. Ab dem 10. Dezember übernimmt ein Insolvenzverwalter. Es werde zwar ein Käufer gesucht, man geht aber davon aus, dass das Unternehmen abgewickelt wird. Zur Insolvenzmasse gehören auch Prototypen von zwei SUV-Modellen sowie einer Limousine. Mit dem Aus von MPM verlieren 200 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Auch die weitere Kundenbetreuung kann sich gewährleistet werden.

Gitterrohrrahmen und Mitsubishi-Motor im MPM PS160

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Das viertürige Sportcoupé präsentiert sich mit einem flachen Dach und hoch aufgeschossenem Heck.

Rückblick auf das erste MPM-Modell: Seinen Ursprung hat der MPM PS160 in Russland. 2012 wurde der PS160 dort als Aquila Tagaz vom Unternehmen Doninvest unter Leitung von Mikhail Paramonov ins Leben gerufen. Finanzielle Probleme brachten die Produktion aber zum Erliegen. Oleg Paramonov, Sohn des Firmengründers, verfrachtete das Autoprojekt nach Frankreich und versucht hier einen Neustart.

Das Konzept des MPM PS160 setzt auf einen Gitterrohrrahmen, der einfach, günstig und schnell zu produzieren ist sowie Karosserieteile aus Verbundwerkstoffen. Der MPM PS160 präsentiert sich als 4,68 Meter langes, 1,86 Meter breites und nur 1,38 Meter hohes viertüriges Sportcoupé. Der Radstand wird mit 2,75 Meter angegeben. Der einfache Aufbau des PS160 drückt das Leergewicht des Viertürers auf 1.225 Kilogramm.

Die Nase des PS160 duckt sich tief auf die Straße, den kräftig ausgeformten vorderen Radläufen folgen flach angesetzte A-Säulen und eine weit vorne angesetzte Kabine. Im flachen, sanften Bogen mündet die Dachlinie in einem hohen Heckbürzel. Die seitlichen Fensterflächen wirken klein, die hinteren Zustiege eng.

Beim Antrieb setzen die Franzosen auf einem Vierzylinder-Benziner aus dem Mitsubishi-Regal. Das 1,6-Liter-Aggregat leistet 106 PS und ist nach Euro 6 eingestuft. Kombiniert wird dieser mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe und Vorderradantrieb. Als Gegenpart montiert MPM 255er Scheibenbremsen rundum.

Sparpreis nur für Vorserienmodelle

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Das Interieur des MPM PS160 wirkt etwas altbacken, aber funktional.

Zur Serienausstattung des MPM PS160 zählen unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallräder, Sportsitze, Klimaanlage, beheizbare Außenspiegel, Fahrerairbag, ein MP3-Radio, LED-Tagfahrleuchten, Nebelscheinwerfer, elektrische Fensterheber und ABS. Dass die Qualität nicht westlichen Standards entspricht, ist den Machern bewusst. Dennoch gibt es eine Garantie über drei Jahre oder 100.000 Kilometer.

Bunt geht es bei der Farbauswahl zu. Sieben uni-Farbtöne stehen zur Wahl, die auf Wunsch auch in Zweifarblackierungen bunt miteinander kombiniert werden können.

Der Basispreis von 8.500 Euro gilt allerdings nur für die erste Charge der Vorserienmodelle. Die späteren Serienmodelle werden dann mit 12.990 Euro eingepreist. Sollte der PS160 zum Erfolg werden, dann soll dem Viertürer noch ein SUV folgen.

Fazit

Anders, als für die großen Autobauer gab es für MPM keine finanzielle Hilfe vom Staat. Jetzt ging dem Unternehmen das Geld aus und die Marke verschwindet vom Markt.

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