Polizei-Kontrolle auf der A3: Dieser Lamborghini Urus gehört jetzt der Polizei

Polizei-Kontrolle auf der A3
Dieser Lamborghini Urus gehört jetzt der Polizei

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.07.2026
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Lamborghini Urus Performante
Foto: Polizeipräsidium Niederbayern

Die Grenzpolizeiinspektion Passau kontrollierte am 1.7.2026 mehrere Stunden lang den Verkehr auf der A3 in beiden Fahrtrichtungen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Niederbayern registrierten die Beamten sechs Straftaten und fünf Fahndungstreffer. Ziel der Maßnahmen war die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität.

Bereits kurz nach Beginn der Kontrollen stoppten die Beamten einen Lamborghini mit deutscher Zulassung. Der 40 Jahre alte serbische Fahrer hatte Bargeld im mittleren fünfstelligen Eurobereich sowie zwei Luxusuhren im Wert eines niedrigen sechsstelligen Eurobetrags dabei. Da nach Polizeiangaben weder Eigentumsnachweise noch eine nachvollziehbare Erklärung zur Herkunft der Wertsachen vorgelegt werden konnten, stellten die Beamten Bargeld, Uhren und Lamborghini sicher. Die Kriminalpolizei Passau ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Passau wegen des Verdachts der Geldwäsche.

Weitere Geldwäsche-Ermittlungen nach Münzfund im Audi

Nicht nur der Lamborghini-Fahrer geriet ins Visier der Ermittler. Wenig später kontrollierten Schleierfahnder einen Audi mit drei Insassen. Dabei fanden sie eine umfangreiche Silbermünzsammlung, deren Wert ein Sachverständiger auf einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag schätzte. Auch hier konnte der Besitzer nach Polizeiangaben weder Eigentumsnachweise noch die Herkunft der Münzen plausibel erklären. Die Sammlung wurde beschlagnahmt. Auch in diesem Fall wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt.

Im weiteren Verlauf der Kontrollaktion überprüften die Beamten einen Kleintransporter. Gegen den 43-jährigen Fahrer bestand ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Arnsberg wegen Urkundenfälschung. Nachdem er den geforderten Geldbetrag bezahlt hatte, musste er die Haft nicht antreten.

Führerschein als Totalfälschung

Rund eine Stunde später kontrollierte die Grenzpolizei einen Pkw mit Anhänger. Gegen den 24-jährigen rumänischen Fahrer lag ein Haftbefehl wegen Bandendiebstahls vor. Auch er konnte die Vollstreckung durch Zahlung des geforderten Betrags abwenden. Zusätzlich stellten die Beamten fest, dass der vorgelegte rumänische Führerschein eine Totalfälschung war. Gegen den Mann wurden Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Nach Angaben der Polizei kommt es auf der A3 nahe der österreichischen Grenze regelmäßig zu ähnlichen Funden. Erst im März stellten Fahnder dort mehr als eine Million Euro Bargeld in einem Fahrzeug sicher. Die Polizei begründet dies mit der Bedeutung der Autobahn als internationale Transitroute und führt deshalb regelmäßig Schwerpunktkontrollen durch.

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