Porsche Macan: Endgültiges Produktions-Aus für den Verbrenner

Produktions-Aus in Leipzig
Das war es für den Porsche Macan mit Verbrenner

ArtikeldatumVeröffentlicht am 10.07.2026
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Porsche Macan
Foto: Porsche

Ende Juli 2026 beendet Porsche endgültig die Produktion des Macan mit Benzinmotor. Damit endet die Geschichte eines Modells, das seit seiner Einführung 2014 eine tragende Säule des Unternehmenserfolgs war. Der Produktionsstopp hinterlässt eine Lücke im Portfolio, da ein direkter Nachfolger mit Verbrennungsmotor erst für das Jahr 2028 angekündigt ist. Wie sieht also die Strategie für die Übergangszeit aus?

Eigentlich lautete der Plan, dass die Käufer des Verbrenner-Macan nahtlos auf das elektrische Modell umsteigen sollten. Der Markt entwickelte sich allerdings in eine andere Richtung. Die Verkaufszahlen für das erste Halbjahr 2026 belegen, dass die Nachfrage nach dem klassischen Antriebskonzept ungebrochen ist. Von den 35.315 weltweit ausgelieferten Macan-Modellen entfielen 19.695 auf die Benzinvariante, während nur 15.620 Einheiten auf das Elektromodell kamen.

Das Management bestätigt die Fehleinschätzung. "Wir haben uns beim Macan geirrt", gestand VW-Konzernchef Oliver Blume Anfang des Jahres. Ein solch offenes Eingeständnis ist selten. Man habe auf Basis der damaligen Daten gehandelt, doch heute sei die Situation eine andere.

Vom regionalen Zwang zum globalen Problem

Der Abschied vom Verbrenner-Macan erfolgte in zwei Stufen. Zuerst beendete Porsche den Verkauf in der Europäischen Union. Grund war die neue General Safety Regulation (GSR2), deren Cybersicherheitsanforderungen eine kostspielige Überarbeitung der Elektronikplattform des in die Jahre gekommenen Modells erfordert hätten. Das Unternehmen entschied sich dagegen.

Der zuvor auf Europa beschränkte, durch Regularien bedingte Verkaufsstopp, weitet sich mit dem weltweiten Produktionsende nun auf alle Märkte aus. Dies hat globale Auswirkungen auf die Modellstrategie des Unternehmens. Die anhaltend hohe Nachfrage, insbesondere auf dem wichtigen US-Markt, zwingt Porsche zu Notlösungen. Das Unternehmen hat Fahrzeuge auf Vorrat produziert, um den dortigen Markt noch bis ins Jahr 2027 beliefern zu können. Dieses Vorgehen wirft Parallelen zur Einstellung des 718 Boxster und Cayman mit Verbrennungsmotor auf, die ebenfalls eine Lücke im Portfolio hinterlassen hat.

Schadensbegrenzung mit langem Vorlauf

Ein direkter Nachfolger für den Erfolgs-SUV ist zwar in Arbeit, doch die Markteinführung ist erst für 2028 geplant. Der kommende Crossover wird erneut technisch auf dem Audi Q5 basieren. "Wir müssen sicherstellen, dass dies ein echter Porsche ist. Und das erfordert Inhalte, Produktsubstanz und Technologie, die bei diesem Auto neu sein werden. Daher ist eine gewisse Zeit für die Industrialisierung und die Markteinführung dieses Produkts notwendig”, so CEO Michael Leiters. Der Name Macan soll dabei exklusiv dem Elektromodell vorbehalten bleiben.

Im Video sehen Sie die Vorstellung des Porsche Macan T.

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