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Ford Kugar 2.5 PHEV Top-Test
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Rückruf Ford Kuga 2.5 PHEV und FHEV: Pleuellager defekt - Brandgefahr

Brandgefahr - Rückruf Ford Kuga 2.5 PHEV und FHEV Alles nicht so schlimm, sagt Ford

Ford hat erneut Ärger mit dem Hybrid-Kuga und leitet wegen defekter Pleuellager einen Rückruf ein. Die Abhilfemaßnahme verärgert Kunden, doch Ford beschwichtigt.

Die offensichtlich fragile Technik des Kuga Hybrid hält Ford weiter in Atem. Wir erinnern uns: Bereits 2020 machte die Plug-in-Hybrid-Version Ärger: Defekte am Hochvolt-Akku und an Bauteilen der Laderegelung hätten einen Fahrzeugbrand auslösen können. Die Folge war ein Rückruf-Debakel, in dessen Zuge die Antriebsbatterie getauscht werden musste. Die Aktion zog sich bis weit hinein ins Jahr 2021 und kostete den Autohersteller viel Geld – auch deshalb, weil Ford seine Kunden mit Tankkarten besänftigt hat.

Nun ist der Ford Kuga 2.5 PHEV erneut von einem Rückruf betroffen, genau wie das Vollhybrid-Pendant ohne Ladestecker. Diesmal macht der Verbrenner Probleme: Beim 2,5-Liter-Duratec-Benzinmotor kann ein Defekt des Pleuellagers den Motorblock oder die Ölwanne beschädigen, was einen Austritt von Öl und/oder Kraftstoffdampf verursachen kann. Aufgrund des Designs des Motor-Unterbodenschutzes und des aktiven Kühlergrill-Verschlusssystems (Active Grill Shutter) kann sich das Öl oder der Benzindampf unter bestimmten Betriebsbedingungen unter der Motorhaube sammeln.

Brandgefahr, aber kein Fahrverbot

Die leicht entzündlichen Flüssigkeiten können Ford zufolge zu Zündquellen – sprich: zum heißen Auspuff – wandern, was zu einem möglichen Brand unter der Motorhaube, zum Schmelzen von Bauteilen oder zu Rauchentwicklung führen kann. Dem Hersteller sind europaweit drei Vorfälle bekannt, "bei denen ein Brand unter der Motorhaube durch einen Motorschaden ausgelöst wurde", heißt es in einem Schreiben an die Kundinnen und Kunden betroffener Fahrzeuge. Ford habe für die entsprechenden Fahrzeuge bisher kein Fahrverbot verhängt.

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Besagte Autos wurden vom 2. August 2019 bis einschließlich 13. Juni 2022 im spanischen Werk Valencia gebaut. In Deutschland sind 36.429 Fahrzeuge betroffen. In der offiziellen Rückruf-Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes ist die Aktion noch nicht gelistet.

Als Abhilfemaßnahme werden zusätzliche Abflusslöcher in den Unterbodenschutz des Motors gebohrt, sodass sich dort kein Öl oder Kraftstoff ansammeln kann. Außerdem wird der Active Grille Shutter modifiziert: Indem vier Lamellen entfernt werden, soll sich im Fahrbetrieb der Luftstrom zum Motor verbessern und dadurch die Temperatur unter der Motorhaube sinken. "Diese Änderungen haben keinen Einfluss auf die Leistung des Fahrzeugs", betont ein Ford-Sprecher.

Kundenkritik an Abhilfemaßnahme

Die Lösung des technischen Problems kommt bei Teilen der Kundschaft allerdings überhaupt nicht gut an. "Somit wird eine Umweltverschmutzung in Kauf genommen", heißt es in einer E-Mail eines betroffenen und "fassungslosen" Kunden, die auto-motor-und-sport.de vorliegt. "Eine Abhilfe des Problems sehe ich damit nicht. Lediglich eine Verschiebung und Entstehung eines weiteren Problems."

Erlkönig Ford Kuga
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Mit dieser "auf den ersten Blick nachvollziehbaren" Beschwerde konfrontiert, beschwichtigt Ford allerdings: Nicht die Löcher im Unterboden seien die eigentliche zentrale Abhilfemaßnahme, sondern die Modifikationen am aktiven Kühlergrill. "Das Thema Unterboden hat in diesem Zusammenhang aus technischer Sicht eine nachgeordnete Bedeutung und ist als eine begleitende, präventive Maßnahme zu verstehen", sagt ein Ford-Sprecher auf Nachfrage. Der Hersteller rechne nicht damit, dass dadurch zusätzliches Öl in die Umwelt gelange.

Gibt es gar keinen "Defekt des Pleuellagers"?

Überhaupt sei das technische Problem nicht so schwerwiegend, wie es scheint. "Anhand unserer Analysen sehen wir kein Qualitätsproblem beim Motor. Daher werden auch keine Maßnahmen am Motor umgesetzt", sagt der Ford-Sprecher. Hauptanlass für den Rückruf sei also nicht das "Motorthema", sondern die mangelhafte Durchströmung des Motorraums – mit der Folge, dass im Motorraum potenziell eingeschlossene Kraftstoff-/Ölpartikel nicht optimal abgeführt werden können. Das würde im Umkehrschluss jedoch bedeuten, dass es den "Defekt des Pleuellagers", den Ford in einer ersten Reaktion selbst so nannte, gar geben würde.

Wegen desselben technischen Problems hat Ford Anfang Juli in den USA ebenfalls einen Rückruf veranlasst. Dort sind 100.689 Exemplare des Escape (so der Name des Kuga in Nordamerika) sowie des Kompakt-Pick-ups Maverick und des von Fords Edelmarke Lincoln angebotenen Modells Corsair betroffen. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA rät betroffenen Besitzerinnen und Besitzern, "das Fahrzeug abzustellen und den Motor so schnell wie möglich abzuschalten, wenn sie unerwartete Motorgeräusche hören, einen Leistungsabfall des Fahrzeugs feststellen oder Rauch sehen."

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Fazit

Bei den Hybridversionen des Ford Kuga kann Öl oder Kraftstoff austreten und sich an heißen Auspuffteilen entzünden, weshalb der Hersteller eine Rückrufaktion für über 36.000 in Deutschland zugelassene Autos durchführt. Ford nannte in einer ersten Reaktion zwar ein defektes Pleuellager des Benzinmotors als Ursache, sieht aber grundsätzlich kein Qualitätsproblem am Motor und hält die beschriebenen Abhilfemaßnahmen deshalb für ausreichend. Nicht alle Kundinnen und Kunden finden das plausibel, weshalb die Art und Weise, wie der Rückruf durchgeführt und kommuniziert wird, vereinzelt zu erbosten Reaktionen auf ihrer Seite führt.

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