Hyundai Ioniq Elektro Test Rossen Gargolov
Hyundai Ioniq Elektro Test
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US-Rückruf Hyundai Ioniq EV: E-Auto kann ungewollt beschleunigen

Rückruf Hyundai Ioniq EV E-Auto kann ungewollt beschleunigen

Hyundai muss in Südkorea und den USA den Ioniq in der Version mit reinem Elektroantrieb zurückrufen. Grund ist ein Elektronik-Fehler in der Antriebssteuerung.

Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA führt derzeit zusammen mit Hyundais US-Dependance einen Rückruf durch, der die rein elektrisch angetriebene Version des Ioniq betrifft. Der Grund ist ein Elektronikfehler im CAN-Bus-System, der das Auto in einen "Fail-Safe"-Modus versetzen kann. Passiert dies, leuchtet das EV-Zeichen in den Instrumenten auf und das Elektroauto ist nur noch mit gekappter Leistung und limitierter Beschleunigung unterwegs.

Ungewollte Beschleunigung im Extremfall

In seltenen, aber deutlich wirkmächtigeren Fällen kann es auch zu einer ungewollten, allerdings langsamen Beschleunigung kommen. Dazu muss jedoch eine unwahrscheinliche Abfolge von Aktionen erfolgen: Im Moment, in dem der "Fail-Safe"-Modus einsetzt, muss das Fahrpedal stark betätigt und dann für ein paar Sekunden zu hundert Prozent durchgetreten werden, bevor es abrupt losgelassen wird. Das Brems- und Lenksystem bleiben der NHTSA zufolge trotz des Fehlers jedoch vollständig funktionsfähig.

Hyundai Ioniq Elektro, Exterieur
Hans-Dieter Seufert
Der Hyundai Ioniq mit reinem Elektroantrieb muss in Südkorea und den USA zurückgerufen werden.

Der US-Rückruf folgt auf eine Untersuchung in Südkorea, die die Hyundai Motor Company zwischen Juni und Oktober durchgeführt und bei der sie das Problem erstmals festgestellt hatte. Diese gipfelte auf dem Heimatmarkt ebenfalls in einen Rückruf, der bereits am 25. November 2021 veranlasst wurde. Hyundai sind jedoch keine Unfälle, Brände oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Defekt bekannt. Zudem habe der Hersteller bislang nicht feststellen können, dass das Problem auch bei in Kundenhand befindlichen Autos auftrat.

Fast 2.700 Autos betroffen

In die US-Werkstätten müssen insgesamt 2.679 Hyundai Ioniq EV der Modelljahre 2017 bis 2019, die zwischen dem 21. Januar 2016 und dem 24. Juni 2019 produziert wurden. Alle Besitzer der betroffenen Fahrzeuge werden per Post benachrichtigt und aufgefordert, ihre Autos zu einem Hyundai-Händler zu bringen. Dort wird dann kostenfrei die Motorelektronik aktualisiert sowie die Verdrahtung im Antriebsstrang verstärkt. Bislang ist nicht bekannt, wie lange der entsprechende Werkstattaufenthalt in etwa dauern wird.

Hyundai Deutschland ist das in Südkorea und den USA aufgetretene technische Problem bislang nicht bekannt. Insofern ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, ob auch in Europa ausgelieferten Fahrzeugen ein Rückruf droht.

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Ich hätte gehofft, dass das bei eher unkomplizierten E-Autos so gut wie nie vorkommt.
Wundert mich gar nicht - Elektronik ist doch eher billig produziertes Zeug.

Fazit

Hyundai muss in den USA 2.679 Exemplare des Ioniq EV in die Werkstätten beordern. Grund für den Rückruf ist ein Elektronik-Fehler im CAN-Bus-System der Motorelektronik, der im Extremfall ein ungewolltes Beschleunigen des Autos hervorrufen kann.

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