Ford F-150 EV Range Extender United States Patent and Trademark Office
Ford Pickup-Truck F-150 2021
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Ford Pickup-Truck F-150 2021 28 Bilder

Elektrischer Ford F-150 mit Range Extender

Elektro-Pickup ohne Reichweiten-Angst

Ford hat für den elektrischen F-150 einen Range Extender zum Patent angemeldet. Der Generator scheint abnehmbar zu sein.

Teslas Cybertruck und Fords elektrischer F-150 könnten 2022 auf den Markt kommen – aber nicht nur optisch unterscheiden sich die Fahrzeuge gewaltig. Während Tesla, natürlich auch bei seinem Pickup, auf einen rein elektrischen Antrieb setzt, scheint Ford für sein Konkurrenzmodell einen Range Extender zu planen. Beim Patentamt eingereichte Zeichnungen zeigen einen Kasten, der einer größeren Werkzeugkiste ähnelt.

Strom aus der Kiste

Die Kiste scheint abnehmbar und unabhängig vom Fahrzeug transportabel zu sein – anscheinend ist der Generator auch für den Einsatz an anderen elektrischen Modellen gedacht. Welche Technik sich in der Kiste verbirgt, ist noch nicht bekannt. Experten schätzen, dass Fords 1,0-Liter-Dreizylinder-Ecoboost in das Gehäuse passt und einen Generator antreibt. Die Kiste ließe sich auf der Ladefläche des F-150 direkt hinter der Fahrerkabine platzieren – dabei bliebe noch genug Platz für weiteres Transportgut.

Ford F-150 EV Range Extender
United States Patent and Trademark Office
Bisher gibt es zum Ford Range Extender für den elektrischen F-150 nur eine schematische Patentamt-Zeichnung.

Umsetzung für Handwerker wichtig

Ein eingereichtes Patent heißt noch lange nicht, dass Ford sich wirklich zu einer Serienfertigung der Range Extenders entschließt. Allerdings soll der Pickup auch als voll funktionsfähige Werkbank mit 120-Volt-Steckdose (übliche US-Haushaltsstrom-Spannung) dienen. Für Handwerker wäre an ihrer Pickup-Werkbank eine zuverlässige Stromversorgung unerlässlich – deshalb könnte Ford den Generator zumindest optional anbieten.

Ford F-150 EV Range Extender
United States Patent and Trademark Office
In der Patentschrift zum Range Extender stellt Ford auch den Antriebsstrang des elektrischen F-150 dar.

Neues Werk für den Elektro-Pickup

Schon Anfang 2018 kündigte Ford an, dass die F-Serie auch mit einem reinen Elektroantrieb ausgerüstet und damit zukunftssicher positioniert sein wird. Für die Produktion baut Ford eine neue Produktionsstätte, das Rough Electric Vehicle Center im US-amerikanischen Dearborn auf, in dem der elektrische F-150 ab Mitte 2022 vom Band rollt. Bei der Präsentation des neuen Werks wurde auch eine recht "schattige" Ansicht des kommenden Elektro-Pickups gezeigt. Dazu testet der Autobauer das Modell jetzt schon auf Herz und Nieren, wie unser Video zeigt.

Das Modell ähnelt in der Frontansicht seinen konventionell angetriebenen Geschwistern. Kotflügel und Spiegel passen zum kürzlich vorgestellten F-150 (siehe Fotoshow) ebenso, wie die stark konturierte Motorhaube unter der sich natürlich kein Antriebsstrang mehr befindet. Stattdessen ist hier ein "Frunk"-Abteil (Frunk für Front-Trunk, also Frontkofferraum) für Habseligkeiten und Wertsachen untergebracht. An der Front sind zudem die bekannten kleinen fast quadratischen Scheinwerfer zu erkennen – ebenso wie der Unterfahrschutz. Mit dem geschlossenen Grill in Dreiecksoptik mit großem Ford-Logo setzt sich der elektrische F-150 optisch von seinen Brüdern ab.

Ford F-150 EV
Ford
Das aufgehellte Bild zeigt das Grill-Design.

Batterien modular aufgebaut

Ein unlängst veröffentlichtes Patent gibt des Weiteren Einblicke in den Elektroantrieb des kommenden Ford Pickups. Wenig überraschend bleibt es beim klassischen Leiterrahmen mit aufgesetzter Karosserie. Die modular aufgebauten Batteriepakete werden zwischen die Rahmenprofile und zwischen die Achsen gepackt. Damit bleibt der Schwerpunkt niedrig und die Batterien sind auch beim Geländeeinsatz geschützt. Zusätzlich gibt es eine robuste Abdeckung von unten.

Ford F-150 Patent Elektroplattform
Ford

Zwischen den einzelnen Batteriemodulen werden Querverstrebungen eingeschweißt, um den Rahmen und damit die Batterieeinfassung verwindungssteifger zu machen. Je länger der Radstand wird, umso mehr Batteriemodule können verbaut werden. Die Elektromotoren sind an beiden Achsen, wobei der vordere mit der Steuerelektronik kombiniert wird. Vermutlich kommt der zweite, hintere Motor nur bei Modellen mit Allradantrieb zum Einsatz. Angaben zu möglichen Batteriekapazitäten oder Leistungen der Elektromotoren sind der Patentschrift nicht zu entnehmen. Ford verspricht indes, dass der elektrische F-150 das stärkste Modell der Baureihe sein soll. Was der Elektroantrieb leisten kann, haben die Amerikaner schon in einem Zugkraft-Test mit einem F-150 EV-Prototypen gezeigt. Der nahm Eisenbahnwaggons mit einer Gesamtzuglast von 454 Tonnen in Schlepp.

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Nein, Verbrennungsmotoren haben nun mal ausgedient.

Fazit

Ford legt sein Bestseller-Modell F-150 auch als reines Elektro-Modell auf. Ab 2022 rollt es im neuen E-Auto-Werk in Dearborn vom Band. Das Modell ist für die Marke wichtig, um sich gegen die elektrische Pickup-Konkurrenz wie Rivian und Co. zu behaupten.

Sollte er tatsächlich mit einem optionalen Range Extender kommen, ist der elektrische F-150 nicht nur für Handwerker mit Strombedarf interessant, denn Pick-ups sind eher in den Gegenden der USA unterwegs, wo die Wege weit sind und die Ladeinfrastruktur noch lange spärlich bleiben könnte. Und die Reichweite für die wenige Fälle mittels verbrennungsmotorischem Range-Extender zu erhöhen, ist erheblich billiger und sogar CO2-sparender in Herstellung als Riesenbatterien.

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