Pickup-Neuzulassungen: Warum der Ford Ranger alle anderen Pickups in Deutschland schlägt

Pick-up Zulassungszahlen in Deutschland
Warum der Ford Ranger alle anderen Pickups schlägt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.06.2026
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Traditionell mit einem halben Jahr Verzögerung informiert das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) über die letztjährigen Nutzfahrzeug-Neuzulassungen in Deutschland, in denen sich auch die Neuzulassungen der Pick-ups auf dem deutschen Markt finden. Und einmal mehr hat sich der Ford Ranger einsam an die Spitze gesetzt. Der Ranger erreichte 2025 mit Abstand mehr Neuzulassungen als alle anderen Pick-ups zusammen, das darf man durchaus als Dominanz bezeichnen.

Der Ford Ranger schlägt alle

Nachdem viele Hersteller wie Mitsubishi oder Nissan sich aus dem europäischen Geschäft zurückgezogen haben, war das Angebot stark geschrumpft, im vergangenen Jahr gab es aber mit neun Modellreihen wieder etwas Zuwachs. Nicht berücksichtigt sind dabei frei importierte Modelle in geringen Stückzahlen oder die großen US-Fullsize-Pick-ups wie der Chevrolet Silverado, die vom KBA nicht gesondert ausgewiesen werden. Im erfassten Pick-up-Markt gab es 2025 mit 21.014 Neuzulassungen eine minimale Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Allerdings nicht für den Ranger. Der steigerte sich ziemlich deftig, um satte 18 Prozent.

Mit 14.871 Neuzulassungen im Jahr 2025 (Gesamt-Tabelle siehe unten) erreicht der Ford Ranger damit einen Marktanteil von rund 71 Prozent, da schaut die Konkurrenz relativ schwach aus. Das gilt selbst für den auf derselben Plattform basierenden VW Amarok, der auf Platz 2 mit 2.814 Neuzulassungen den Ranger nur aus weiter Ferne sieht. Die Gründe dafür sind erkennbar.

Die Gründe für die Dominanz

Im vergangenen Jahr hatte Ford mit Abstand die höchste Variantenvielfalt bis hin zur Einzelkabine mit großer Ladefläche. Mehrere verschiedene Dieselmotoren und ein Plug-in-Hybrid brachten ebenfalls viel Auswahl. Das hat sich zwar im neuen Modelljahr geändert, hatte 2025 aber noch keinen Einfluss auf die Verkäufe. Dazu sind die "Straßenpreise" bei Ford mit Angeboten von unter 40.000 Euro für einen Neuwagen nach wie vor günstiger als bei vielen vergleichbaren Wettbewerbern.

Hinzu kommt eine aus Käufersicht ziemlich entspannte Liefersituation, lange warten muss man nicht auf seinen neuen Ranger. Alleine Ford selbst listet aktuell über 1.400 sofort verfügbare Ranger, während man bei anderen Marken teils monatelang warten musste und muss. Und der wichtige Wettbewerber Toyota Hilux bekam 2025 wegen des Generationswechsels und Lieferschwierigkeiten sogar teilweise einen Bestellstopp verpasst.

Und der Rest?

Der Halbbruder des Ford Ranger, der VW Amarok, ist grundsätzlich im "gehobenen Segment" unterwegs, VW ruft durchgängig höhere Preise auf, das hat sich auch im laufenden Jahr nicht geändert. Der Hilux mit den erwähnten Lieferproblemen konnte dem Ranger nicht gefährlich werden. Das dürfte auch 2026 nicht anders laufen, denn die neue Generation hatte erst im Juni Bestellstart. In Schlagweite zum Hilux ist der zweite japanische Anbieter auf dem Markt, Isuzu mit dem D-Max, gleichzeitig die letzte Marke, die es 2025 wenigstens noch auf vierstellige Neuzulassungen brachte.

Elektro-Pick-ups

Angesichts des boomenden E-Auto-Markts ist der Absatz rein elektrisch angetriebener Pick-ups sehr verhalten. In diesem Segment waren 2025 nur der koreanische Anbieter KGM und die chinesische Marke Maxus offiziell am Markt beteiligt, 2026 wird sich der Toyota Hilux mit seiner E-Version beteiligen. Bei KGM verzeichnete das KBA 48 Neuzulassungen für den Musso EV, der Maxus eTerron 9 kam auf 22 Neuzulassungen. Meistverkaufter Elektro-Pick-up in Deutschland 2025 war der Maxus T90 EV mit 196 Neuzulassungen, dieses Modell hat Maxus inzwischen aus dem Programm genommen.

Fazit