BYD Shark Pick-up: So kommt der Super-Hybrid nach Europa

BYD Shark Pick-up
So kommt der Super-Hybrid nach Europa

ArtikeldatumVeröffentlicht am 10.07.2026
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Seine Weltpremiere feierte der BYD Shark bereits im Mai 2024 in Mexiko. Jetzt kündigt der chinesische Autobauer an, den Shark auch in Europa auf den Markt zu bringen. Hier soll er gegen Wettbewerber wie den Ford Ranger oder den Toyota Hilux antreten.

Mächtig im Auftritt

In der Größe kann er es mit den vorgenannten Wettbewerbern locker aufnehmen. Der Shark kommt auf eine Länge von 5,56 Meter, eine Breite von 1,97 Meter und eine Höhe von 1,93 Meter. Der Radstand wird mit 3.260 Millimetern angegeben. Kurze Überhänge an Front und Heck sowie eine Bodenfreiheit von 23 Zentimetern versprechen wenig Einschränkungen im Gelände. Das Leiterrahmenfahrwerk ist mit Doppelquerlenkern an beiden Achsen bestückt. Leer wiegt der Shark knapp 2,7 Tonnen, maximal werden ihm 3,5 Tonnen zugestanden. Die maximale Anhängelast liegt bei 2,5 Tonnen. Die Ladefläche ist 1,50 Meter lang.

Die Formgebung des klassischen Doppelkabiners mit vier Türen ist bullig und kantig und soll laut BYD vom Hai inspiriert sein. Die LED-Scheinwerfer sitzen hoch an der Kante der Motorhaube und sind weit außen positioniert, wodurch sie die Augen eines Hais nachbilden. Ein Lichtband verbindet sie. Der große Kühlergrill und der untere Stoßfänger greifen zudem gestalterische Elemente eines geöffneten Haimauls auf. Am Heck setzt ein durchgehendes Leuchtenband über die gesamte Breite der Heckklappe einen markanten Akzent. Die Rückleuchten sind an den äußersten Fahrzeugkanten positioniert. Das größte BYD-Logo, das bislang in einem Pkw der Marke verwendet wurde, ist prominent in die Heckklappe integriert und greift damit das Gestaltungselement des Frontgrills auf. Die Flanken werden von Trittstufen sowie robuste Kunststoffverkleidungen an der Karosserieunterseite und den Radhäusern, in denen sich 18 Zoll große Leichtmetallfelgen drehen, charakterisiert.

Zwei Bildschirme im Cockpit

Im Cockpit setzt der Shark auf einen 15,6-Zoll-großen Infotainment-Touchscreen mittig auf der Armaturentafel. Der Fahrer erhält seine Infos über ein 10,25 Zoll großes digitales Kombiinstrument. Smartphones, die induktiv Strom zapfen können, werden drahtlos per Apple CarPlay und Android Auto eingebunden. Viele Funktionen können per Sprache gesteuert werden, einige wie Fernsteuerung von Heizung und Klimatisierung über die BYD-App.

Das unten abgeflachte Zweispeichen-Lenkrad ist mit zahlreichen Bedienelementen bestückt. Der Wählhebel sitzt dahinter. Trennendes Element zwischen Fahrer und Beifahrer ist eine hohe Mittelkonsole mit Staufach und massiven Haltegriffen. Die Sportsitze vorn sind beheiz- und belüftbar. Dank des vollständig ebenen Fahrzeugbodens steht den drei Fond-Insassen mehr Fußraum zur Verfügung.

Hybrid mit 436 PS Systemleistung

Den Antrieb des Shark übernimmt ein sogenannter Super-Hybrid DMO. Der verfügt über zwei Elektromotoren: einen an der Vorderachse mit 231 PS und 310 Newtonmetern Drehmoment sowie einen an der Hinterachse mit 204 PS und 340 Newtonmetern Drehmoment. Den Verbrenner-Part übernimmt ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 150 PS und 240 Nm. Der Benziner dient allerdings nur als Generatorantrieb, den Radantrieb übernehmen ausschließlich die E-Motoren. Zusammen liefert das System eine maximale Leistung von 436 PS und ein Drehmoment von 650 Newtonmetern. Damit beschleunigt der BYD Shark in nur 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Die 32,2 kWh große LFP-Blade-Batterie erlaubt eine rein elektrische Reichweite von 90 Kilometern, die Gesamtreichweite wird mit 675 Kilometer angegeben. Nachgeladen werden kann der Akku mit 11 respektive 55 kW, die Ladezeiten liegen bei 3,2 Stunden respektive bei 21 Minuten (20 – 80 %). Über die Vehicle-to-Load-Technologie (V2L) lassen sich externe Verbraucher mit bis zu 6 kW Leistung bedienen.

Zur Sicherheitsausstattung zählen ein intelligenter und adaptiver Tempomat, eine 360-Grad-Überwachung, ein Querverkehrswarner mit Notbremsfunktion vorn und hinten, Front- und Heckkollisionswarnungen, ein Spurhalteassistent mit Notfall-Spurhaltefunktion, Totwinkelüberwachung sowie eine Berganfahrhilfe. Des Weiteren ist der Shark mit sieben Airbags ausgestattet. Ergänzt wird die Sicherheitsausstattung durch ein Reifendruckkontrollsystem, eine Kindererkennung im Fahrzeug sowie eine mechanische Kindersicherung.

Marktstart und Preise

Nach seiner Europapremiere auf dem Goodwood Festival of Speed soll der BYD Shark zunächst in Großbritannien starten. Weitere europäische Märkte, darunter auch Deutschland, werden im weiteren Verlauf des Jahres bedient. Preise für den europäischen Markt nennt BYD noch nicht. In Mexiko, wo er bereits zu haben ist, kostet er umgerechnet rund 50.000 Euro.

Fazit