VW ID.1 Schulte
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VW ID.Entry ( ID.1/ ID.2)

VW ID.1 kommt 2023/2024 als E-Up-Erbe

VW plant einen ID.1. als Ersatz für den E-Up und Co., um ein Einstiegsmodell in die Elektromobilität für unter 20.000 Euro im Portfolio zu haben. Auf welcher Technik ID.1 und später ID.2 stehen dürften und wann mit dem Markstart zu rechnen ist.

Mit einer Weihnachtskarte hatte Volkswagen Ende 2019 einen Ausblick auf den kleinen, vollelektrischen ID.1 gegeben. Das Modell, intern VW ID. Entry genannt, kommt zunächst als Studie und dann 2023/2024 unterhalb des ID.3 als Serienmodell auf den Markt.

VW ID.1 auf neuer MEB-Plattform

VW ID.
Volkswagen
Das Weihnachtskarten-Bild von VW zum ID.1.

Bereits 2018 hatte VW auf seine Weihnachts-Grußkarte eine Darstellung des VW Buggy Concepts gedruckt. Die Studie wurde dann im Laufe des folgenden Jahres präsentiert. Auf der neuen Weihnachtskarte, mit Nikolaus am Steuer, ist die Silhouette des ID.1 zu erkennen. Sie zeigt ein steil abfallendes Heck mit Spoiler und umlaufendem LED-Band, dazu scheint die C-Säule kräftig, die B-Säule nicht vorhanden. Die Windschutzscheibe steht flach und ist im unteren Bereich der A-Säule unterbrochen. Sicher ein Designkniff an der Studie, der das Leuchtenband-Design vom Heck auch vorne aufnimmt.

Neuvorstellung: VW ID.3

VW ID.3 (2020), 1st-Serie
VW ID.3 (2020), 1st-Serie VW ID.3 (2020), 1st-Serie VW ID.3 Fahrbericht VW ID.3 (2020), 1st-Serie 25 Bilder

Technisch baut der VW ID.1 jedoch nicht auf dem modularen Elektrobaukasten (MEB) von Volkswagen auf, die fast alle Elektroautos der Marke inklusive der Modell von Skoda und Seat nutzen. Diese im Konzern weit verbreitete Plattform ist aber nicht nach unten skalierbar und der Radstand lässt sich nicht weiter kürzen. Dazu ist die kleinste Batterieeinheit mit 48 kWh schlicht zu groß für einen Kleinwagen. Stattdessen kommen Akkus mit einer Kapazität von 24 und 36 kWh zu Einsatz. Sie ermöglichen eine maximale Reichweite von knapp 200 Kilometer, die für Fahrzeuge im Kleinwagensegment mit geringerer Fahrleistung durchaus akzeptabel ist. Ebenso akzeptabel ist eine verringerte Ausstattung.

Maximal 20.000 Euro kostet der ID. Entry

Ursprünglich hatte der VW-Konzern Seat beauftragt, eine kleinere Elektroplattform auf Basis des MEB zu entwickeln und für die Marken Seat, VW und Skoda bereitzustellen. Die spanische Marke ist den Auftrag aber wieder los. Vermutlich wird VW selbst die stark modifizierte MEB-Plattform entwickeln und die E-Basis auf eine Länge von unter 4,0 Meter bringen. Man verspreche sich von dem Wechsel eine effektivere Nutzung von Synergien. Hintergrund ist aber wohl auch, dass mit dem Weggang von Luca di Meo als Seat-Chef (zu Renault) auch der Markteintritt der Spanier in China zusammen mit JAC gestoppt ist. JAC ist nach SAIC und FAW VWs dritter Kooperationspartner in China und baut selbst günstige Elektroautos. Das Know-How hätte Seat bei der Entwicklung der New Entry-Baukasten-Variation helfen können.

Mit einer Länge von rund 3,8 bis knapp 4 Meter könnten ID.1 und Co. dann VW E-Up, Seat Mii und Skoda Citigo IV ablösen. Dazu soll dem ID.1 noch ein Crossover als Crozz-Version an die Seite gestellt werden. Der VW ID.1 dürfte im Vergleich zum VW E-Up nur marginal größer ausfallen – also knapp über 3,6 Meter Länge, 1,645 Meter Breite und 1,407 Meter Höhe. Darum kommt zusätzlich noch ein ID.2. Das Modell und ggf. ebenfalls eine Crozz-Version dürfte dann als Konkurrent zum Renault Zoe oder Peugeot 208e punkten. Diese Modelle messen knapp über 4 Meter in der Länge.

Die neuen kleinen Modelle werden nicht in Emden, sondern in Osteuropa gefertigt – vermutlich im slowakischen Bratislava. Entsprechend könnten dann auch aufgrund der niedrigeren Lohn- und Produktionskosten die Verkaufspreise von 20.000 Euro realisiert werden.

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Fazit

VW hatte schon mehrfach gewarnt, die E-Mobilität werde Einstieg in die Auto-Mobilität verteuern, Kleinwagen mit E-Antrieb zu einem Neupreis von 11.000 bis 13.000 Euro seien nicht darstellbar. Der Strategiewechsel jetzt, welche Marke den kleinen E-Baukasten entwickeln soll, zeigt, wie schwer sich der Konzern tut.

Schon bei den Verbrennern war es VW über Jahre nicht gelungen, so genannte Budget-Cars für 8000 Euro oder darunter auf die Räder zu stellen wie etwa Renaults Billigmarke Dacia, um auf preissensiblen Märkten wie etwa Indien bestehen zu können. Diese Aufgabe bekam 2018 Skoda. Die Tschechen zeigten Anfang 2020 auf der New Dehli-Autoschau mit dem Concept Car Vision IN einen gut zehn Zentimeter kürzeren SUV als den Karoq. Die Preise des für 2021 erwarteten Serienfahrzeugs sind aber noch nicht bekannt.

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