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GP Europa 2012: Alonso-Show und Schumi-Podium

F1-Historie: Valencia-Abschied 2012 Alonso-Show und Schumi-Podium

2022

Der 24. Juni 2012 steht in der Formel-1-Geschichte für das letzte Podest von Michael Schumacher und das letzte Rennen in Valencia. Fernando Alonso triumphierte vor heimischer Kulisse. Zum Jubiläum blicken wir zurück auf das legendäre Stadtrennen vor zehn Jahren.

Als Michael Schumacher am 23. Dezember 2009 überraschend sein Formel-1-Comeback verkündete, rechnete keiner damit, dass der Rekordweltmeister nur noch ein weiteres Podest in seiner Karriere erreichen würde. Doch der Mercedes der Jahre 2010 bis 2012 sollte sich als nicht konkurrenzfähig genug erweisen, um an die glorreichen Ferrari-Zeiten anzuknüpfen.

Zudem fuhr Schumacher, bei seinem Comeback immerhin 41 Jahre alt, nicht mehr auf dem Niveau, mit dem er die Formel 1 dominiert hatte. Dennoch ließ Schumacher seine Klasse immer wieder aufblitzen. Wenige Wochen vor dem GP Europa in Valencia 2012 hatte der Mercedes-Pilot in Monaco im Qualifying die schnellste Zeit gesetzt.

Der 24. Juni 2012 stellt deshalb im Rückblick einen besonderen Tag in der Geschichte der Formel 1 dar. Aber nicht nur wegen des 91-fachen Grand Prix-Siegers. An diesem Sonntag brillierte ein Fahrer ganz besonders: Fernando Alonso. Der Spanier befand sich in den Diensten Ferraris und war der Heilsbringer der Scuderia, um die erfolgreichen Zeiten der Schumacher-Ära wieder aufleben zu lassen.

Für die Stadt Valencia bedeutete dieser Sonntag im Juni auch den letzten Grand Prix, den man austrug. Zwar hatte Bernie Ecclestone mit den Veranstaltern einen Vertrag über sieben Jahre abgeschlossen, diesen konnten die Spanier jedoch nicht erfüllen. Die für das Rennen verwendeten Steuergelder wollten die Verantwortlichen nicht mehr aufbringen und der schnelle Stadtkurs flog ab 2013 aus dem Formel-1-Kalender.

GP Europa 2012 Valencia - Fernando Alonso - Ferrari
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Die Formel 1 wollte mit dem Kurs am Hafen etwas Monaco-Flair nach Valencia bringen. Nach fünf Jahren flog der Stadtkurs aus dem Rennkalender.

Unterlegener Ferrari für Alonso

Die Saison 2012 gilt als eine der spannendsten und ausgeglichensten der letzten zehn Jahre. Mit Red Bull, McLaren und Ferrari stellten drei Teams Autos, die um die Krone der Fahrerweltmeisterschaft kämpften. Jedoch sollte bei den Italienern gesagt sein, dass vor allem Alonso nahezu überirdische Dinge mit dem F2012 vollbrachte.

So auch an dem sonnigen Tag in der Hafenstadt im Osten Spaniens. Von der Pole-Position startete Sebastian Vettel, der den dritten Sieg in Folge auf dem Stadtkurs feiern wollte. Der Red-Bull-Pilot lag zu diesem Zeitpunkt der Weltmeisterschaft drei Zähler hinter dem führenden McLaren-Fahrer Lewis Hamilton und einen Punkt hinter Alonso. Neben Vettel startete Hamilton ebenfalls aus Reihe eins, Alonso hingegen erreichte nur Rang 11 im Qualifying.

Einen Platz dahinter stand Michael Schumacher. Ein Vorteil für die Fahrer außerhalb der Top 10 war zu dieser Zeit die freie Reifenwahl. Die vor ihnen startenden Piloten mussten hingegen den Reifen am Start verwenden, mit dem sie ihre beste Zeit im zweiten Qualifying erzielt hatten. Zu dieser Zeit hatten die Pirelli-Reifen eine kurze Haltbarkeit. Das war so erwünscht, um die Rennen mit vielen Boxenstops spannender zu gestalten.

Safety-Car dampft Vettels Vorsprung ein

Den Start des Großen Preises von Europa entschied Vettel für sich. Dahinter reihte sich Hamilton ein. Lotus-Fahrer Romain Grosjean schnappte sich Pastor Maldonado im Williams. Alonso selbst startete gut und konnte sich um einige Ränge nach vorne schieben.

Der Heppenheimer kontrollierte das Renngeschehen und setzte sich von seinen Verfolgern ab. Dahinter ging Grosjean in Runde 9 an Hamilton vorbei. Als die Führenden ihre ersten Boxenstops absolviert hatten, war das Feld durchmischt.

Autos mit alten Reifen kosteten Fahrer mit frischen Gummis viel Zeit. Kamui Kobayashi im Sauber ging die Geduld aus, und er kollidierte mit dem vor ihm liegenden Bruno Senna im zweiten Williams. Ein weiterer Unfall zwischen Jean-Éric Vergne und Heikki Kovalainen sorgte für eine Safety-Car-Phase. Dadurch verlor Vettel seinen Vorsprung von mehr als 20 Sekunden.

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Der Red Bull RB8 am Haken: Die Lichtmaschine riss den überlegen führenden Sebastian Vettel aus dem Rennen.

Vettel und die Lichtmaschine

In der Safety-Car-Phase kamen die meisten Piloten zu ihrem letzten planmäßigen Stopp. Alonso lag vor dem Restart auf Platz 3 und machte nach Freigabe des Rennens mit dem vor ihm fahrenden Grosjean kurzen Prozess. In Runde 34 kollidierte erneut Kobayashi mit einem Gegner. Diesmal durfte sich Felipe Massa über den japanischen Feindkontakt erfreuen.

In derselben Runde dann der Schock: Kameras fingen Sebastian Vettel und seinen RB8 in langsamer Fahrt ein. Der zu diesem Zeitpunkt zweimalige Weltmeister musste seinen Rennwagen am Streckenrand abstellen. Das Nebenaggregat der Lichtmaschine überhitze, weshalb der Motor abgeschaltet wurde. Die Führung übernahm Fernando Alonso und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab.

Die Lichtmaschine war die Achillesferse der von Renault befeuerten Autos in dieser Saison. Insgesamt sieben Defekte wegen der Lichtmaschine gab es bei Fahrzeugen mit den französischen Motoren. Vettel erlitt dasselbe Schicksal in Monza ein weiteres Mal.

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Wolfgang Wilhelm
Nach der Zieldurchfahrt Schumachers stand die ganze Boxengasse für den Rekordweltmeister Spalier. Es war das letzte Podest seiner Formel-1-Karriere.

Schumacher stürmt auf Platz 3

Nachdem auch Romain Grosjean seinen Lotus-Renault mit defekter Lichtmaschine geparkt hatte, pflügte Michael Schumacher durch das Feld. Wie Mark Webber im Red Bull hatte der Kerpener nach der Safety-Car-Phase frische Reifen an der Box abgeholt und profitierte von diesem Taktikkniff.

Ein Fahrer nach dem anderen fiel dem Rekordweltmeister zum Opfer, sodass er sich bis auf den fünften Rang nach vorne schob. Zum Glück Schumachers kam, dass sich Hamilton und Maldonado nicht über die Vorfahrt einig wurden. Beide kegelten sich von der Bahn, somit war der Weg frei für das 155. und letzte Podium in der einzigartigen Karriere der Legende.

Auf Platz 2 landete Kimi Räikkönen im Lotus – bis heute der einzige Ferrari-Weltmeister neben Schumacher in den letzten 42 Jahren. Alonso schob sich mit dem Sieg an die Spitze der Fahrerwertung, verlor den Titel jedoch im letzten Rennen an Vettel. Den WM-Kampf im schwächeren Ferrari überhaupt so lange offen zu halten, zählt für viele Experten als eine der besten Saisonleistungen der Formel-1-Geschichte.

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