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Sergio Perez - GP Monaco 2022
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Alpine in Monaco: Alonso trickst sich selbst aus

Sechs Punkte auf Anti-Alpine-Strecke Alonso trickst sich selbst aus

GP Monaco 2022

Am Freitag sah die Welt für Alpine noch bitterböse aus. Eine radikale Setup-Änderung brachte die blauen Autos zurück ins Geschäft. Fernando Alonso trickste sich im Poker um die schnellste Runde selbst aus.

Monte Carlo ist für Alpine der zweite Heim-Grand Prix. Pech, dass die Strecke mit den Qualitäten des Autos nicht ganz kompatibel ist. "Wir haben ein schwieriges Wochenende erwartet, weil die vielen langsamen Kurven unserem Auto nicht so liegen", erklärte Laurent Rossi. Da durfte man mit den sechs Punkten von Fernando Alonso durchaus zufrieden sein.

Der Freitag bestätigte die Befürchtungen des Alpine-Chefs. Fernando Alonso schaffte immer nur eine einzige einigermaßen konkurrenzfähige Rundenzeit. Dann bauten die Reifen massiv ab. Egal welche Gummimischung. Esteban Ocon fuhr konstantere Zeiten, war aber langsam.

Für das dritte Training baute Alpine das Auto radikal um. Alonso wurde nicht schneller, hielt aber wenigstens die Reifen in Schuss. Ocon fehlten zunächst immer noch sieben Zehntel auf den Teamkollegen.

Daraufhin entschloss man sich im Lager von Ocon dazu, die Abstimmung von Alonso zu übernehmen. Mit ein bisschen Feintuning bis zur Qualifikation waren die Alpine plötzlich wie verwandelt. Beide Fahrer schafften es mühelos ins Q3.

Fernando Alonso - Alpine - Formel 1 - GP Monaco - 27. Mai 2022
xpb
In den Trainings lief bei Alpine nicht viel zusammen.

Zu spät raus im Q3

Ocon hatte das Vertrauen in sein Auto wiedergefunden und war überzeugt, dass er in seinem zweiten Q3-Versuch die 1.12er Schallmauer geknackt hätte. Die rote Flagge kam dazwischen. Alonso landete beim zweiten Versuch im Reifenstapel der Mirabeau-Kurve. Der Spanier hatte mit dem fünften Startplatz spekuliert.

Im Team kam man später zur Einsicht: "Wir haben unsere Fahrer wie schon in Barcelona zu spät auf die Strecke geschickt. Jeder kennt die Gefahr von roten Flaggen in Monaco. Deshalb lieber vor allen anderen raus und etwas Grip aufgeben, als bis zur letzten Minute zu warten. Das macht für die Top-Teams Sinn, aber nicht für uns."

Im Rennen brachte der Veteran mit 18 Monaco-Starts seine Startposition sicher nach Hause. Ocon wurde auf der Strecke als Neunter abgewinkt, verlor aber noch drei Positionen wegen seiner Fünfsekunden-Strafe. Der Franzose hätte das Polster herausfahren können, steckte aber in einem Pulk fest. Den führte zunächst Alonso an, der das Tempo 20 Runden lang massiv verzögerte. Das Team wies den Spanier an schneller zu fahren, um Ocon mehr Luft zu geben.

Hamilton vs. Ocon - GP Monaco 2022
xpb
Ocon konnte die Fünf-Sekunden-Strafe auf der Strecke nicht mehr rausfahren. Er fiel nachträglich aus den Punkten.

Alonsos Angriff auf die schnellste Runde

Doch selbst als Alonso das Tempo anzog, war das Problem nicht gelöst. Als Lewis Hamilton merkte, dass er seinem Ex-Kollegen nicht folgen, geschweige denn ihn überholen konnte, schaltete der Mercedes-Pilot auf Dienst nach Vorschrift um. So strafte er den Mann, der ihn im ersten Teil des Rennens so lange blockiert hatte und mit ihm kollidiert war.

Alonso schlich aus zwei Gründen nach dem Re-Start im Formel-3-Tempo durch die Stadt. Die Reifenabnutzung ist immer noch ein Thema bei Alpine. Die Ingenieure tun sich weiter schwer den richtigen Kompromiss zwischen schnellen Gripaufbau und langsamen Gripabbau zu finden. Nach den Erfahrungen vom Freitagstraining wies man beide Fahrer an, die Medium-Reifen in der ersten Hälfte der 35 Runden-Restdistanz zu streicheln.

Alonso hatte aber noch eine zweite Agenda. Er wollte den Extra-Punkt für die schnellste Runde. Dazu musste er so lange warten, bis das Spitzenquartett im internen Kampf die Reifen so stark verheizt hatte, dass sie für die schnellste Runde nicht mehr in Frage kamen. Und er selbst musste seine Reifen für den Ansturm auf die Bestzeit konditionieren.

In der 50. Runde explodierte Alonso wie aus dem Nichts und setzte sich mit 1.15,882 Minuten an die Spitze. Doch mit seiner Abwartetaktik hatte er sich auch selbst ausgetrickst. Für Lando Norris ging die Lücke zu einem freien Boxenstopp auf. Norris unterbot die Alonso-Zeit mit frischen Mediums locker um 1,189 Sekunden.

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