Seit 2010 ist Nico Hülkenberg in der Formel 1 unterwegs. Der Routinier weiß, wie das Geschäft läuft. So leicht bringt den 38-Jährigen nichts aus der Ruhe. Auch an verrückten Spekulationen in der Silly Season hat sich der lange Blonde längst gewöhnt. Es ist jedes Jahr das Gleiche: Kurz vor Beginn der Ferien wehen die ersten Wechselgerüchte durchs Fahrerlager.
Auch über das Audi-Personal wurde spekuliert, woran die Teams selbst nicht ganz unschuldig sind. Heutzutage werden konkrete Vertragslaufzeiten nur noch selten kommuniziert. In den offiziellen Mitteilungen heißt es meistens nur, dass ein Fahrer "längerfristig" oder "über mehrere Jahre" an seinen Arbeitgeber gebunden ist.
Dazu werden in viele Verträge Optionen und Ausstiegsklauseln eingearbeitet. Damit weiß man nie genau, unter welchen Bedingungen sich die Deals automatisch verlängern. Auch bei Hülkenberg wurde die Öffentlichkeit im Unklaren gelassen. Der Pilot befindet sich jetzt im zweiten Jahr beim Team in Hinwil. Ist damit schon Schluss? Oder gibt es noch eine dritte Saison?

Von einem Audi-Abschied will Hülkenberg nichts wissen. Die Vertragslage sei klar.
Keine Fragezeichen bei Hülkenberg
Die unklare Situation nutzten einige, um darüber zu spekulieren, dass der 258-fache GP-Teilnehmer vielleicht aufs Abstellgleis geschoben wird. Doch damit machte Hülkenberg jetzt Schluss: "Das sind diese typischen Sommer-Geräusche in der Formel 1. Ich weiß, dass das Team sehr zufrieden mit Gabriel und mir ist. Wir haben ja gerade erst angefangen. Es ist das erste Jahr für das Werksteam. Die vertragliche Situation ist sehr klar."
Audi wird also auch 2027 mit dem bewährten Fahrerduo an den Start gehen. So hatte es auch Teamchef Mattia Binotto immer angedeutet. Spekulationen, zum Beispiel über eine Verpflichtung von Carlos Sainz, wies der Italiener zuletzt schon in Silverstone zurück.
Hülkenberg lässt sich durch anklopfende Konkurrenten nicht irritieren: "Ich habe auch die Gerüchte gelesen, in die Carlos involviert war. Der Platz als Ersatzfahrer wäre noch frei. Ich bezweifle aber, dass er daran interessiert ist", scherzte der Audi-Pilot. "Von meiner Seite gibt es da keine Fragezeichen."

Wann klappt es endlich mit dem ersten Punkt? Spa ist nicht das ideale Jagdrevier für den Audi-Pilot.
Ps-Nachteil in Spa besonders spürbar
Natürlich wurde der Deutsche in der Medienrunde am Donnerstag (16.7.) auch zur Gegenwart befragt. Nach dem Getriebeschaden in Silverstone wartet der Deutsche immer noch auf seinen ersten WM-Punkt in dieser Saison. Auf der Power-Strecke in Spa-Francorchamps ist es eher unwahrscheinlich, dass der Knoten ausgerechnet dieses Wochenende platzt.
"Es kommt hier sehr auf den Motor an, wegen der langen Geraden und der Höhenunterschiede", erklärt Hülkenberg. "Die Energie-Effizienz spielt eine große Rolle. Das ist immer noch ein Bereich, in dem wir nicht da sind, wo wir sein wollen. Da gibt es noch viel Arbeit. Ich glaube, dieses Wochenende wird eine große Herausforderung für uns. Ich bin höchstens vorsichtig optimistisch. Das wird sicher nicht einfach."












