Podest - Perez - Verstappen - Russell - GP Aserbaidschan 2022 - Baku - Rennen Wilhelm
Max Verstappen - Red Bull - GP Aserbaidschan 2022 - Baku - Rennen
Podest - GP Aserbaidschan 2022 - Baku - Rennen
Charles Leclerc - Ferrari - GP Aserbaidschan 2022 - Baku - Rennen
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Aserbaidschan 2022 - Baku - Rennen 48 Bilder

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GP Aserbaidschan 2022 (Rennen): Verstappen-Sieg

GP Aserbaidschan 2022 - Ergebnis Rennen Verstappen-Sieg, Ferrari-Ausfall

GP Aserbaidschan 2022

Ferrari hat mit zwei Technik-Defekten in Baku den Weg für Red Bull freigemacht. Weltmeister Max Verstappen feierte seinen fünften Saisonsieg. Teamkollege Sergio Perez landete auf Platz zwei vor Mercedes-Pilot George Russell. Sebastian Vettel belegte trotz Fehler den sechsten Rang.

Der Baku-Fluch ist gebrochen. Fünf Mal zuvor war Max Verstappen auf dem Highspeed-Stadtkurs angetreten. Fünf Mal erzielte er keinen Podestplatz. Im Vorjahr platzte an seinem Auto der linke Hinterreifen. Der Sieg war verloren. Zwölf Monate später, und im sechsten Anlauf, ist Red Bulls Superstar der König der Straßen von Baku.

Der Weltmeister verbuchte nach 51 Rennrunden seinen fünften Saisonsieg. Gleichzeitig baute er seine Führung in der Weltmeisterschaft von neun auf 21 Punkte aus. "Wir hatten heute ein richtig schnelles Auto und konnten uns um die Reifen kümmern. Ich war sehr zufrieden mit der Balance", freute sich der Sieger. Sein erster Verfolger ist nun Teamkollege Sergio Perez, der Red Bull über einen Doppelerfolg jubeln ließ. Damit vergrößerte der Rennstall aus Milton Keynes auch seinen Vorsprung in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Perez holte die schnellste Runde – Red Bull in Summe 44 Punkte.

Verstappen sicher zum Sieg

Red Bull hatte über eine Runde in Aserbaidschan das etwas langsamere Auto als Ferrari. Dafür war der RB18 im Renntrimm einen Tick schneller. Und standfester, was an diesem Rennsonntag von Baku besonders entscheidend war. Die dunkelblauen Autos hielten die 51 Runden durch, während sich die roten bereits im ersten Renndrittel geschlossen verabschiedeten.

Verstappen haderte mit seinem Auto – besonders auf eine Runde, weil ihm die Vorderachse nicht stark genug beißt. Über die Distanz macht es ihm weniger aus. 15 Runden lang befand sich der Weltmeister hinter dem Teamkollegen. Doch da seine Pace besser war, durfte er überholen. Perez machte am Ende der Zielgeraden auf Befehl Platz, ohne sich zu wehren. Danach spielte Verstappen seinen Vorteil aus. "Es war richtig vom Team, es so zu handhaben", erklärte Perez. "Ich hatte auf den Mediumreifen einen zu hohen Verschleiß. Max war schneller."

Die WM-Führenden hätten wohl mit einem Stopp durchkommen können. Ein zweites virtuelles Safety Car erleichterte die Aufgabe. Sowohl Verstappen als auch Perez holten sich in Runde 33 eine zweite Garnitur der harten Reifen ab.

Charles Leclerc - Ferrari - GP Aserbaidschan 2022 - Baku
Motorsport Images
Charles Leclerc stellte seine Ferrari mit Motorschaden ab.

Doppelausfall für Ferrari

Ferrari stolperte über die eigenen Füße. Mit zwei Technikproblemen knockte sich die Scuderia selbst aus. In Runde neun erwischte es zunächst Carlos Sainz. Der Spanier konnte zu Beginn das angeschlagene Tempo der Red Bull und des Teamkollegen nicht mitgehen. Dann strandete er in seinem Ferrari in der vierten Kurve. Das Team meldete einen Hydraulikschaden. Für ihn war es nach Australien der zweite Nuller der Saison.

Besonders bitter war der Ausfall von Speerspitze und WM-Kandidat Charles Leclerc. Der Monegasse hatte bereits am Start die Führungsposition an Sergio Perez verloren. Red Bull hatte den etwas besseren Rennspeed. Der Defekt am Auto des Teamkollegen spielte ihm eine kleine Chance zu. Die Rennleitung rief ein virtuelles Safety Car aus, und Leclerc bog zum Reifenwechsel ab.

Ob die Strategie erfolgreich gewesen wäre? Im Nachhinein ist es egal. Die Hoffnungen zerplatzten in der 20. Runde in Führung liegend auf der langen Zielgerade. Leclercs Ferrari zog eine Rauchwolke hinter sich her. Der V6-Turbo hatte sich augenscheinlich verabschiedet. Nach Spanien war es die zweite Nullnummer für den 24-Jährigen. So schaufelt sich Ferrari im WM-Kampf ein eigenes Grab. "Das tut sehr weh. Ich finde keine Worte für meine Enttäuschung", kommentierte Leclerc.

Russell wieder auf dem Podest

Mercedes hüpfte und sprang über den Baku City Circuit. Das aerodynamisch ausgelöste Bouncing kombiniert mit dem Aufsetzen auf den Bodenwellen aufgrund der hohen Steifigkeit der Aufhängungen machte den Fahrern das Leben schwer. Es hält sie aber nicht davon ab, das Maximum herauszuquetschen. George Russell lieferte mal wieder eine tadellose Vorstellung ab.

Der 24-jährige Engländer hielt am Start seine fünfte Position. Durch die Ausfälle der Ferrari-Fahrer rückte er an die dritte Stelle auf. Zum dritten Mal in dieser Saison ließ er seine Mannschaft über ein Podest jubeln. "Am Ende musst du das Auto ins Ziel bringen. Das haben wir geschafft und uns den dritten Platz verdient."

Für das erfolgsverwöhnte Mercedes ist es ein kleiner Trost. Teamkollege Lewis Hamilton kämpfte sich etwas weiter hinten im Feld ab, und musste mehrmals überholen. Der Rekordsieger der Formel 1 klagte in der zweiten Rennhälfte über starke Rückenschmerzen. Doch er hielt durch und steuerte seinen widerspenstigen W13 auf den vierten Platz, den er wenige Runden vor Schluss gegenüber Pierre Gasly errang.

Sebastian Vettel - Aston Martin - GP Aserbaidschan - Baku - Qualifikation - 11.6.2022
Motorsport Images
Sebastian Vettel belegte den sechsten Platz.

Vettel guter Sechster

In Monaco hatte Alpha Tauri eine Pleite erlebt. Zwei Wochen später strahlt in Faenza wieder die Sonne. Das Auto kann langsame Kurven und ist auch schnell auf den Geraden. Beides ist auf dem Baku City Circuit gefordert. Pierre Gasly fuhr ein fehlerfreies Rennen. Der Franzose brachte seinen AT03 direkt hinter Hamilton ins Ziel. Vielleicht hätte der Franzose einen Rang besser abschneiden können, wäre er wie die Red Bull und Mercedes in der zweiten VSC-Phase ein weiteres Mal zum Reifenservice abgebogen.

Alpha Tauri wird aber auch mit dem fünften Platz gut leben können. Yuki Tsunoda hatte Pech. Der Japaner hielt sich lange Zeit an siebter Stelle, ehe ihn ein Problem mit dem Heckflügel aus den Punkten riss. Die Mechaniker mussten in der Box den DRS-Mechanismus mit Klebeband befestigen.

Für Sebastian Vettel sprang mit Rang sechs das beste Resultat der Saison heraus. Obwohl er sich schon nach einem Zweikampf mit Esteban Ocon in den Notausgang verabschiedet hatte. Das warf den Heppenheimer zwischenzeitlich aus den Punkten. Doch mit der richtigen Strategie und sicheren Manövern später im Rennen arbeitete sich der vierfache Weltmeister zurück nach vorn. Es war auch in Baku zu sehen, dass Aston Martin mit der B-Version deutliche Fortschritte macht.

Schumacher kommt durch

Alpine verbuchte mit einem pfeilschnellen Auto auf den Geraden einen siebten Platz mit Fernando Alonso. McLaren war mit beiden Fahrern in der Qualifikation im zweiten Teil gescheitert. Im Rennen gab es mit den Positionen acht und neun trotzdem ordentliche Punkte. Der Papaya-Rennwagen schonte die Reifen. Daniel Ricciardo kam über die Strategie am Teamkollegen vorbei. Für den Australier ist es ein Erfolgserlebnis, vor Lando Norris zu landen. Den letzten Punkt staubte Esteban Ocon ab.

Mick Schumacher fuhr wenigstens den Grand Prix zu Ende. Für Haas endete damit ein Wochenende voller Pleiten. Kevin Magnussen scheiterte mit Antriebsproblemen. Wie auch Guanyu Zhou im Alfa-Sauber. Das zeigt, dass Ferrari mit seiner Power Unit wohl größere Zuverlässigkeitsprobleme hat. Im Gegensatz zu früheren Rennen blieb es in Baku ansonsten weitgehend ruhig. Das Safety Car zeigte sich nicht ein einziges Mal auf der Rennstrecke.

GP Aserbaidschan 2022 - Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit/Rückstand
1. Max Verstappen Red Bull 1:34:05.941 h
2. Sergio Perez Red Bull + 20.823 s
3. George Russell Mercedes + 45.995 s
4. Lewis Hamilton Mercedes + 71.679 s
5. Pierre Gasly Alpha Tauri + 77.299 s
6. Sebastian Vettel Aston Martin + 84.099 s
7. Fernando Alonso Alpine + 88.596 s
8. Daniel Ricciardo McLaren + 92.207 s
9. Lando Norris McLaren + 92.556 s
10. Esteban Ocon Alpine + 108.184 s
11. Valtteri Bottas Alfa Romeo + 1 Runde
12. Alexander Albon Williams + 1 Runde
13. Yuki Tsunoda Alpha Tauri + 1 Runde
14. Mick Schumacher Haas + 1 Runde
15. Nicholas Latifi Williams + 1 Runde
16. Lance Stroll Aston Martin Ausfall
17. Kevin Magnussen Haas Ausfall
18. Zhou Guanyu Alfa Romeo Ausfall
19. Charles Leclerc Ferrari Ausfall
20. Carlos Sainz Ferrari Ausfall
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