Sergio Perez - Red Bull - GP Aserbaidschan 2022 - Baku Motorsport Images
Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 10. Juni 2022
Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 10. Juni 2022
Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 10. Juni 2022
Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 10. Juni 2022 40 Bilder

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GP Aserbaidschan 2022 (1. Training): Perez vorn

GP Aserbaidschan 2022 - Ergebnis Training 1 Perez legt mit Bestzeit vor

GP Aserbaidschan 2022

Red Bull und Ferrari lieferten sich zum Auftakt in Baku das erwartet enge Duell. Sergio Perez schnappte sich die Spitze, eine Zehntelsekunde vor Charles Leclerc. Das restliche Formel-1-Feld liegt weit hinter den beiden Topteams. Mick Schumacher strandete nach drei Runden mit Wasserschaden.

Zwei Wochen nach Monaco steht mit Baku der nächste Grand Prix auf einem Stadtkurs auf dem Programm. Die Gegensätze könnten aber größer nicht sein. Monaco verlangte von den Autos nach großen Flügeln und maximalem Abtrieb. Der Baku City Circuit ist dagegen eine der Rennstrecken im Kalender, auf denen mit wenig Anpressdruck gefahren wird. Die langen Geraden schreien danach.

Sechs Teams reisten deshalb mit angepassten Flügeln an: Mercedes, Ferrari, McLaren, Alpine, Alpha Tauri und Alfa Romeo. Mit Haas, Williams und Aston Martin verzichteten drei Teams komplett auf Upgrades. Red Bull veränderte die Bremskühlung an der Vorderachse. Aus Performance-Sicht wichtiger ist der überarbeitete Unterboden, den nun ein zusätzlicher Steg stützt.

Charles Leclerc - Ferrari - GP Aserbaidschan 2022 - Baku
Motorsport Images
Charles Leclerc landete im ersten Training auf dem zweiten Platz hinter Sergio Perez.

Frische Motoren bei Red Bull

Nach vier Siegen in Serie ist die Mannschaft von Max Verstappen und Sergio Perez der leichte Favorit in Baku. Im ersten Training wurde man dieser Rolle gerecht. Monaco-Sieger Perez drehte in 1:45.476 Minuten die schnellste Rundenzeit auf den weichen Reifen. Das ist an diesem Wochenende der C5 aus dem Pirelli-Regal.

Red Bull hat für das achte Rennwochenende der Saison nicht nur ein paar Neuentwicklungen im Gepäck, sondern startet auch mit frischen Honda-Motoren. Wie gewohnt überragte der RB18 auf den Geraden. Perez und Verstappen führten im ersten Training die Hitliste bei den Topspeeds mit einer Geschwindigkeit von je 334 km/h an. Es folgten die Alpine-Renner von Fernando Alonso (333 km/h) und Esteban Ocon (330 km/h).

Das dunkelblaue Auto fährt mit kleinem Heckflügel. Ferrari hingegen wählte zum Auftakt ein größeres Luftleitwerk im Heck. Auch diese Herangehensweise kennen wir aus dieser Saison. So zeigte sich folgendes Bild: Red Bull machte seine Zeit auf den Geraden in den Abschnitten eins und drei. Ferrari bestimmte die Pace im verwinkelten Mittelsektor durch die Altstadt.

Ferrari knapp zurück

In Summe büßte der WM-Zweite Charles Leclerc 0,127 Sekunden auf Perez ein. Der Monegasse erzielte seine persönliche Bestmarke im zweiten Anlauf auf den weichsten Reifen. Im ersten Versuch war ihm George Russell im Weg gestanden. Leclercs roter Rennwagen trägt an diesem Wochenende den dritten Turbolader. Ferrari hat ihn mit dem Barcelona-Motor verheiratet.

Die starke Form des Teamkollegen schmeckt Verstappen gar nicht. Der Weltmeister ist noch immer nicht ganz per Du mit seinem RB18. Verstappen wünscht sich eine bissigere Vorderachse, um das Auto besser in die Kurven zu bekommen. Im ersten Training klagte der Pilot zudem über ein besonders nerviges Fahrverhalten. Diesmal verstimmte ihn, dass das Heck in Kurve 15 beim Runterschalten anschob, obwohl er vom Gas hing.

Der WM-Führende reihte sich mit einem Rückstand von 0,334 Sekunden an dritter Stelle ein. Es folgte Carlos Sainz im zweiten Ferrari, dem über eine halbe Sekunde fehlte. Kurve 15 gehört zu den schwierigsten Ecken in Baku. Verstappen kreiselte dort zum Schluss um die eigene Achse. Leclerc und Perez streiften dort die TecPro-Mauer. Lance Stroll erwischte sie mit dem rechten Hinterrad härter, ohne sich die Aufhängung zu ramponieren. Die großen Themen waren zum Auftakt jedoch der starke Wind – und das extreme Bouncing.

Mick Schumacher - Haas - GP Aserbaidschan 2022 - Baku
Motorsport Images
Mick Schumacher strandete bereits nach sieben Minuten mit einem Wasserschaden.

Mega-Bouncing in Baku

Vor allem auf der langen Zielgeraden schüttelt es die Fahrer in ihren Autos ordentlich durch. Sie setzen mit dem Unterboden immer wieder hart auf – verstärkt durch die vielen Bodenwellen. "Es ist ziemlich schockierend", sagte Pierre Gasly stellvertretend für seine Kollegen. Besonders schlimm sieht es bei Mercedes und Ferrari aus. Die Silberpfeile waren zum Start ins Rennwochenende nur die vierte Kraft. Fernando Alonso schob sich im Alpine als Fünfter noch vor Lewis Hamilton.

Alpine hat für Baku das größte Upgrade aufgelegt. Bestehend aus neuen Flügeln sowie einem stark modifizierten Seitenkasten. Mit Esteban Ocon landete auch der zweite französische Werksrenner in den Top 10. Der Rückstand der Mittelfeldautos ist groß. Red Bull und Ferrari fahren in ihrer eigenen Liga.

Hamilton hatte diesmal den Teamkollegen im Griff. Der Rekordsieger der Formel 1 war eine Spur schneller als George Russell, der sich auf dem achten Platz einordnete. 38 Tausendstel entschieden über die Reihenfolge im Silber-Duell. Einen guten Eindruck hinterließen in den ersten 60 Minuten die Alpha Tauri. Yuki Tsunoda (Siebter) und Pierre Gasly (Neunter) sprangen in die obere Tabellenhälfte. Dem AT03 schmecken offenbar die vielen langsamen Kurven in Aserbaidschan.

Pech für Schumacher

McLaren, Aston Martin, Haas, Alfa Romeo und Williams hatten zumindest im ersten Training keine Chance auf die Top 10. "Am Abstand zu den Top-Teams sieht man, dass wir noch Arbeit vor uns haben", erklärte McLaren-Teamchef Andreas Seidl. "Vor allem im Mittelsektor verlieren wir viel Zeit." Die Aston-Piloten Sebastian Vettel und Lance Stroll erzielten ihre persönlich schnellsten Runden im Gegensatz zur Konkurrenz auf der mittelharten Mischung (C4). Da ist also noch Luft nach oben.

Mick Schumacher erwischte einen Pannen-Auftakt. In der vierten Runde parkte der 23-Jährige seinen Haas mit Wasser-Leck. Es drang viel Flüssigkeit seitlich am Unterboden aus. Das technische Malheur ist auf einer Strecke wie Baku doppelt bitter, wo jede Trainingsminute zählt, um Vertrauen ins Auto aufzubauen. Auch Williams-Fahrer Nicholas Latifi hat Grund zu klagen. Sein Auto streikte ebenfalls früh. Der Kanadier schaffte nur sieben Runden.

GP Aserbaidschan 2022 - Ergebnis Training 1

Fahrer Team Zeit Abstand Runden
1. Sergio Perez Red Bull 1:45.476   20
2. Charles Leclerc Ferrari 1:45.603 +0.127s 20
3. Max Verstappen Red Bull 1:45.810 +0.334s 24
4. Carlos Sainz Ferrari 1:46.012 +0.536s 21
5. Fernando Alonso Alpine 1:46.571 +1.095s 21
6. Lewis Hamilton Mercedes 1:46.667 +1.191s 20
7. Yuki Tsunoda Alpha Tauri 1:46.696 +1.220s 24
8. George Russell Mercedes 1:46.705 +1.229s 23
9. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:46.830 +1.354s 24
10. Esteban Ocon Alpine 1:46.917 +1.441s 20
11. Lando Norris McLaren 1:47.691 +2.215s 18
12. Lance Stroll Aston Martin 1:47.847 +2.371s 23
13. Kevin Magnussen Haas 1:47.946 +2.470s 23
14. Sebastian Vettel Aston Martin 1:47.970 +2.494s 21
15. Valtteri Bottas Alfa Romeo 1:48.078 +2.602s 21
16. Zhou Guanyu Alfa Romeo 1:48.222 +2.746s 23
17. Alexander Albon Williams 1:48.419 +2.943s 21
18. Daniel Ricciardo McLaren 1:48.810 +3.334s 21
19. Nicholas Latifi Williams 1:50.921 +5.445s 7
20. Mick Schumacher Haas 1:58.332 +12.856s 3
Fahrer Team Zeit Abstand Runden
1. Sergio Perez Red Bull 1:45.476   20
2. Charles Leclerc Ferrari 1:45.603 +0.127s 20
3. Max Verstappen Red Bull 1:45.810 +0.334s 24
4. Carlos Sainz Ferrari 1:46.012 +0.536s 21
5. Fernando Alonso Alpine 1:46.571 +1.095s 21
6. Lewis Hamilton Mercedes 1:46.667 +1.191s 20
7. Yuki Tsunoda Alpha Tauri 1:46.696 +1.220s 24
8. George Russell Mercedes 1:46.705 +1.229s 23
9. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:46.830 +1.354s 24
10. Esteban Ocon Alpine 1:46.917 +1.441s 20
11. Lando Norris McLaren 1:47.691 +2.215s 18
12. Lance Stroll Aston Martin 1:47.847 +2.371s 23
13. Kevin Magnussen Haas 1:47.946 +2.470s 23
14. Sebastian Vettel Aston Martin 1:47.970 +2.494s 21
15. Valtteri Bottas Alfa Romeo 1:48.078 +2.602s 21
16. Zhou Guanyu Alfa Romeo 1:48.222 +2.746s 23
17. Alexander Albon Williams 1:48.419 +2.943s 21
18. Daniel Ricciardo McLaren 1:48.810 +3.334s 21
19. Nicholas Latifi Williams 1:50.921 +5.445s 7
20. Mick Schumacher Haas 1:58.332 +12.856s 3
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