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Alonso-Drama in Kanada: Taktikpech, Defekt, Strafe

Alonso rutscht auf Platz 9 ab Taktikpech, Motorproblem & Strafe

GP Kanada 2022

Der Star vom Samstag spielte auch am Sonntag eine Hauptrolle. Doch nicht so, wie es sich Fernando Alonso vorgestellt hatte. Der Zweite der Startaufstellung rutschte bis auf Platz 9 ab. Alles hatte sich gegen den Spanier verschworen. Zum Schluss setzte es auch noch eine Strafe.

Die Sonne schien nur 22 Runden lang für Fernando Alonso. So lange durfte der älteste Fahrer im Feld von einem Podium träumen, wenn es denn je ein Traum war. Alonso hatte vor dem Start nicht mit mehr als Platz fünf gerechnet. Was er während des Rennens auf den dritten oder vierten Platz korrigierte. Doch beim Zweiten der Startaufstellung ging in den 70 Runden zu viel schief.

Es begann damit, dass sein Team die zwei VSC-Phasen in den Runden 9 und 19 ohne Boxenstopp ungenutzt verstreichen ließ. In beiden Fällen hätte das den Zeitverlust beim Reifenwechsel um neun Sekunden reduziert. Das erste Geschenk nahm Alpine nicht an, "weil wir von einem Einstopp-Rennen ausgegangen sind und nicht zwei Mal stoppen wollten", so Teamchef Otmar Szafnauer. Wer mit einem Reifenwechsel über die Distanz kommen wollte, musste mindestens bis Runde 25 durchhalten.

Beim zweiten VSC war Pech im Spiel. "Als das VSC-Zeichen gezeigt wurde, war ich gerade auf der Zielgerade. Und als ich eine Runde später stoppen wollte, war es gerade wieder weg." Also musste der Veteran seine Reifen bis Runde 28 streicheln um dem ursprünglichen Plan gerecht zu werden.

Esteban Ocon zeigte, was das unglückliche Timing Alonso gekostet hat. Der Franzose lag in der Anfangsphase klar hinter dem Teamkollegen, durfte in Runde 19 unter VSC-Tempo an die Box und kam vor Alonso als Sechster ins Ziel.

Fernando Alonso - GP Kanada 2022
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Fernando Alonso musste sich im Rennen früh nach hinten orientieren.

Motorproblem kostet drei Zehntel pro Runde

In dem Moment, in dem Alonso Platz drei an Lewis Hamilton verlor, ist ihm klar geworden, dass er ein Podium endgültig abschreiben konnte. Sein Motor verlor Leistung. Ein Leck im Pneumatik-System machte die restlichen 50 Runden zur Zitterpartie. Obwohl das Problem rund drei Zehntel pro Runde kostete, war Alonso nach seinem Reifenwechsel immer noch in der Lage auf das Duo Ocon und Leclerc vor ihm aufzuschließen. Nur zum Überholen fehlte ihm der Speed.

In der Endphase, als die beiden Alfa Romeo hinter Ocon und Alonso auftauchten, brauchte der Spanier die Mithilfe seines Teamkollegen. Ocon nahm den Fuß vom Gas, um dem zweiten Alpine DRS zu spenden. Nur das schützte Alonso vor seinen Verfolgern.

"Hätte Esteban Gas gegeben, wäre er den anderen um zehn Sekunden weggefahren", rechnete Szafnauer vor. Deshalb reagierte das Team auch nicht auf Alonsos Bitte, zum Schluss die Plätze zu tauschen, weil er doch das ganze Wochenende der viel schnellere Fahrer war. "Es wäre für uns immer noch Platz fünf und sechs gewesen. Nur mit dem Risiko, dass uns beide Alfas noch überholen."

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Ein Motorproblem kostete Tempo auf der Geraden. Alonso musste sich hart verteidigen.

Fünf Sekunden Strafe für Alonso

Das dicke Ende kam nach der Zieldurchfahrt. Alonso wurde nach einer Beschwerde von Alfa Romeo zu den Sportkommissaren geladen. Er hatte sich in der vorletzten Runde auf der langen Gerade zwischen der Haarnadel und der Zielschikane unfair gegen Valtteri Bottas gewehrt. Insgesamt vier Mal wechselte der Alpine mit der Startnummer 14 die Spur.

Alonso verteidigte sich vor den Schiedsrichtern geschickt mit dem Argument, dass er wie erlaubt ein Mal die Spur gewechselt habe, was Bottas offenbar dazu zwang vom Gas zu gehen. Alle weiteren Schlangenlinien hätten keine Bedeutung für den Ausgang des Rennens gehabt. Bottas war ja gar nicht mehr in seiner Nähe.

Die Sportkommissare konnten sich nach dem Studium der Videoaufnahmen nicht mit der Darstellung des Alpine-Piloten anfreunden. Sie verdonnerten den Star der Qualifikation zu einer Fünfsekunden-Strafe. So wie sie Lance Stroll beim GP Australien bekam, als er mit Bottas das Gleiche gemacht hatte. "Die Strafe ist nicht gerechtfertigt", unterstützte Szafnauer seinen Fahrer.

Alonso verlor dadurch zwei Positionen an Valtteri Bottas und Guanyu Zhou. Zum zweiten Mal nach Miami kostete eine nachträgliche Strafe dem Ex-Weltmeister Punkte. Alpine sahnte nur zehn statt 14 Punkte ab. Weniger als man sich im Lager der Franzosen nach den exzellenten Startplätzen erhofft hatte. Alonso ärgerte sich: "Wir haben heute mehr verdient als einen neunten Platz."

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