Formel 1: Spezieller Zylinderkopf - Ferrari-Motor läuft ab Spielberg noch heißer

Dank speziellem Zylinderkopf
Ferrari-Motor läuft ab Spielberg noch heißer

GP Österreich 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.06.2026
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Ferrari ist dieses Jahr mit einem spürbaren Leistungsdefizit in die Saison gestartet. Dank des ADUO-Mechanismus dürfen die Italiener jetzt nachrüsten. Die FIA-Experten stellten bei ihrer Analyse fest, dass der V6-Motor im SF-26 mehr als vier Prozent Rückstand aufweist. Deshalb gab es die Freigabe für zwei Upgrades noch in dieser Saison plus zusätzliche Prüfstandsstunden.

Ferrari hatte die Möglichkeit der Nachrüstung schon in der Winterpause in seinen Plan einberechnet. Bei der Entwicklung waren die Techniker deshalb auch gar nicht auf die maximal mögliche Leistungsausbeute aus. Mit einem kleineren Turbo wurde stattdessen der Fokus auf ein gutes Ansprechverhalten und schnelle Starts gesetzt.

Dazu ließen die Aerodynamiker hinter dem Auspuff auch noch einen Flügel montieren, der zusätzlichen Anpressdruck generiert, aber den Abgasgegendruck erhöht. Auch das senkt die Leistung. Und auch bei der Bauart des Sechszylinders verzichtete Ferrari zunächst freiwillig auf ein paar PS. Der Motor läuft deutlich heißer als die Triebwerke der Konkurrenz. Dadurch kann man kleinere Kühler verbauen, was ebenfalls aerodynamische Vorteile bringt.

Lewis Hamilton - Ferrari - Formel 1 - GP Barcelona 2026
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Weniger Kühlung für bessere Aerodynamik

Zu erkennen ist das Konzept von außen am besten an der Airbox. Beim SF-26 fällt der dreieckige Lufteinlass über dem Cockpit deutlich kleiner aus als bei der Konkurrenz. Die meisten anderen Autos haben zusätzlich noch seitliche Kühlkanäle unter dem Überrollbügel integriert. Bei Ferrari ist es nur eine zentrale Öffnung. Das sorgt nicht nur für einen reduzierten Luftwiderstand, sondern auch für eine bessere Anströmung des Heckflügels.

Erkauft wird sich der Aero-Vorteil durch das bereits erwähnte PS-Defizit, das die Ingenieure nun mithilfe der ADUO-Upgrades Schritt für Schritt egalisieren wollen. Noch vor Bekanntgabe der Ergebnisse der FIA-Leistungsmessung hatte Ferrari einen konkreten Upgrade-Plan aufgestellt. Zum achten Saisonrennen in Spielberg soll das Facelift bereits einsatzfähig sein. Nach der Sommerpause im September wird dann noch einmal nachgelegt.

Aus der Heimat Ferraris erreichen uns jetzt auch erste Details zu den Arbeiten am V6-Motor, der intern die Typen-Bezeichnung 067/7 trägt. Der italienische Ableger von Motorsport.com berichtet, dass der Motor künftig mit noch heißeren Ansaugtemperaturen umgehen kann. Aktuell läuft das Aggregat schon bei 100 Grad. Zum Vergleich: Bei der Konkurrenz muss die Atemluft auf 60 bis 80 Grad runtergekühlt werden.

Lewis Hamilton - Ferrari - Formel 1 - GP Barcelona 2026
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Rückstand auf Mercedes halbieren

Künftig sollen bei Ferrari angeblich sogar Werte von 100 bis 115 Grad erreicht werden. Möglich ist das nur durch den innovativen Zylinderkopf, der aus einer speziellen Stahl-Legierung gefertigt wurde. Die Konkurrenz setzt hier auf das leichtere, aber nicht so widerstandsfähige Aluminium.

Ein weiterer Vorteil neben den kleineren Kühlern liegt beim Ferrari-Konzept in den höheren Drücken, die im Brennraum entstehen. Sie sorgen für eine effizientere Verbrennung. Mit dem Spielberg-Upgrade will man die Vorteile des Konzepts nun noch stärker ausnutzen. Die Änderungen dienen vor allem der Haltbarkeit, was den Einsatz von schärferen Mappings erlaubt.

Laut Motorsport.com erwarten die Ferrari-Ingenieure, dass der PS-Rückstand gegenüber dem besten Verbrenner in der Formel 1 mit der ersten Nachbesserung direkt halbiert werden kann. Aktuell fehlen noch ca. 25 PS. Künftig soll der Abstand noch bei maximal 10 PS liegen. Die Italiener sehen im Gegensatz zur FIA übrigens nicht Red Bull als Referenz an, sondern Mercedes.

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