Formel 1: Hamilton schießt gegen Verstappen: "Man überholt keinen Weltmeister außen"

Hamilton stichelt gegen Verstappen
„Man überholt keinen Weltmeister außen“

GP Österreich 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.06.2026
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Max Verstappen - Red Bull - Lewis Hamilton - Ferrari - GP Österreich 2026 - Spielberg - Formel 1
Foto: Wilhelm

Der legendäre WM-Kampf zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen aus der Saison 2021 ist den meisten Fans noch gut in Erinnerung. Damals duellierten sich die beiden Mehrfach-Weltmeister über mehrere Rennen hinweg, wobei es nicht immer sauber zur Sache ging. Der Streit eskalierte gleich mehrfach. Am Ende wurde der Titel schließlich durch eine strittige Aktion der Rennleitung in Abu Dhabi entschieden.

In letzter Zeit trafen sich die alten Rivalen eher selten zum direkten Duell auf der Strecke. Doch in Spielberg kam es endlich mal wieder zu einem Infight der Superstars. Nach seinem Quali-Crash hatte Verstappen früh eine Aufholjagd gestartet. Die Ferrari kämpften bei heißen Temperaturen dagegen mit übermäßigem Reifenverschleiß. So tauchte der Red Bull mit der Startnummer 3 in Runde 11 schließlich erstmals formatfüllend im Rückspiegel von Hamilton auf.

Verstappen versuchte beim Anbremsen in Kurve 3 direkt vorbeizukommen, verlor die Position jedoch auf dem Weg zu Kurve 4 wieder. Obwohl er am Ausgang etwas blockiert wurde, beschleunigte der Red-Bull-Pilot besser aus der engen Kehre heraus. Es folgte der Versuch, Hamilton außen herum in Kurve 6 zu überholen. Der Rekordsieger verteidigte sich robust, attackierte den Scheitelpunkt und drängte den Niederländer am Ausgang immer weiter in Richtung Kies.

Max Verstappen - Red Bull - GP Österreich 2026 - Spielberg - Formel 1
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Verstappen ruft nach Strafe

Verstappen zeigte sich nicht gerade begeistert von der konsequenten Abwehrarbeit, die ihn fast ins Aus bugsiert hatte. Der vierfache Spielberg-Gewinner fühlte sich unfair abgedrängt. Hamilton habe ihm nicht genug Platz gelassen. "Das ist eine Strafe", funkte der Pilot umgehend an den Red-Bull-Kommandostand. "Eine eindeutige Strafe."

Die Rennkommissare hatten den Vorfall zwar als mögliches Vergehen wegen "Abdrängens eines anderen Fahrers von der Strecke" vermerkt, entschieden sich nach kurzer Sichtung des Videomaterials jedoch gegen eine offizielle Untersuchung. Aber auch ohne Strafe musste sich Hamilton in Runde 22 endgültig geschlagen geben. Während Verstappen am Ende auf Rang 2 landete, blieb für den Barcelona-Sieger nur der fünfte Platz. "Das war ein cooler Fight. Aber er hat uns beide leider auch etwas Zeit gekostet", klagte Verstappen später.

Nach dem Rennen wurde auch Hamilton auf den spektakulären Zweikampf und die Forderung seines Konkurrenten nach einer Strafe angesprochen. Mit einem kleinen Seitenhieb gegen den Erzrivalen winkte der Ferrari-Pilot ab: "Nun, er ist außen gefahren. Man kann nicht erwarten, dass man außen herum an einem Champion vorbeikommt."

Max Verstappen - Red Bull - Lewis Hamilton - Ferrari - GP Österreich 2026 - Spielberg - Formel 1
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Keine Chance zum Angriff

Kurz gesagt: Verstappen war selbst schuld. Der Überholversuch war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. "Ich würde auch nicht erwarten, dort außen an ihm vorbeizukommen und die Linie zu halten", dozierte Hamilton. "Er lag am Scheitelpunkt hinten und hätte deshalb zurückstecken müssen, aber das hat er nicht getan. Ich habe ihm gerade genug Platz gelassen."

Beeindruckt zeigte sich Hamilton dagegen von der Entwicklungsarbeit bei Red Bull: "Sie haben an diesem Wochenende einen riesigen Schritt gemacht. Ich denke, sie müssen ein Upgrade von drei oder vier Zehnteln mitgebracht haben. Drei Zehntel kamen allein durch das Gewicht, das sie am Auto eingespart haben, was enorm war."

Laut Hamilton muss man mit Red Bull nun überall rechnen: "Wenn man bedenkt, dass sie in manchen Rennen wie Monaco so nah dran waren und dabei neun Kilo Übergewicht hatten, zeigt das, dass sie ein gutes Auto haben und dieses Gewicht nun losgeworden sind. Und dann haben sie noch viele weitere Upgrades mitgebracht. Also werden sie in den kommenden Rennen ein Konkurrent sein, den man auf dem Zettel haben muss."

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