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Red-Bull-Falle schnappt zu: Achter Verstappen-Sieg

Ferrari tappt in Red-Bull-Falle Verstappen der Effizienz-Meister

GP Ungarn 2022

Max Verstappen ist auf dem besten Weg, seinen Titel zu verteidigen. Den Weltmeister kann selbst ein zehnter Startplatz und ein Dreher zwischendurch nicht aufhalten. Weil Red Bull operativ sattelfester ist als Ferrari, strategisch aggressiver – und die Scuderia in die Falle tappte. Nach der Sommerpause schiebt Red Bull kleinere Updates nach.

Noch neun Rennen. 80 Punkte Vorsprung für Max Verstappen. Was soll da noch schiefgehen? ­Zwar sind in der Fahrerweltmeisterschaft noch maximal 242 Punkte zu vergeben. Doch dem amtierenden Weltmeister reichen inzwischen zweite Plätze, um die zweite Weltmeisterschaft nach Hause zu fahren. Trotzdem bleibt Verstappen hungrig nach mehr Rennsiegen. "Wir wollen nach der Sommerpause so viele Rennen wie möglich gewinnen." Das ist seine und die Mentalität des Teams. Nachsatz: "Wichtiger ist es aber, die Führung zu sichern."

Diesen zweiten WM-Titel kann er fast nicht mehr verlieren. Jedenfalls nicht, wenn Red Bull und Ferrari so weitermachen. Verstappen ist seit dem GP Australien der Effizienz-Meister. Seither stand der Champion in neun von zehn Rennen auf dem Podest und gewann sieben davon. In Ungarn feierte er bereits den achten Erfolg der Saison. Die anfänglichen Probleme mit zwei Ausfällen in den ersten drei Rennen hat Red Bull hinter sich gebracht.

Max Verstappen - Red Bull - GP Ungarn 2022 - Budapest
Wilhelm
Angeschlagene Kupplung: zu viel Drehmoment für einen Augenblick ließ Verstappen kreiseln.

Kupplung nervt Verstappen

Der RB18 ist zwar immer noch nicht so kugelsicher wie der Mercedes. Das zeigte der Defekt an der Elektromaschine MGU-K in der Qualifikation, was Verstappen für den GP Ungarn auf den zehnten Startplatz verbannte. Und die widerspenstige Kupplung im Rennen, die ab der fünften Runde für etwas zu viel Schlupf an der Hinterachse sorgte und die Schaltvorgänge nach oben erschwerte. "Wir mussten ein paar Sachen anpassen, um die Kupplung nicht zu verbrennen. Das war nicht toll zu fahren", berichtete der Sieger.

Red Bull unterlaufen im Gegensatz zu Ferrari aber keine rennentscheidenden Pannen – zumindest nicht auf der Verstappen-Seite. Selbst den Dreher in Runde 41 überstand der Niederländer unbeschadet. Da war auch ein wenig Glück dabei, das den Roten seit Wochen fehlt. "Ich habe die Reifen nur ein bisschen mehr aufgewärmt als ich es wollte", scherzte Verstappen. Der nun 28-fache GP-Sieger raste aus dem Mittelfeld dennoch zum Sieg. "Es waren knifflige Bedingungen. Wir haben gut reagiert und die Strategie proaktiv angepasst. Wir hatten die richtigen Reifen zur richtigen Zeit, und die Outlaps waren gut. Sogar mit einem Dreher haben wir gewonnen."

Taktisch machte der Kommandostand um Chefstrategin Hannah Schmitz alles richtig. Start auf den Soft-Reifen auf grüner Strecke, bei kühlem Asphalt und mit leichtem Nieselregen. Frühe Reifenwechsel. So knackte man Lewis Hamilton wie George Russell über Undercuts und lockte Ferrari beim zweiten Stopp in die Falle. Die Scuderia tappte voll hinein. Ferrari reagierte auf den Zug von Red Bull, statt Leclerc sein Rennen fahren zu lassen.

Max Verstappen - Red Bull - GP Ungarn 2022 - Budapest
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Einladung vom Chefpilot: Verstappen führte seine Ingenieure und Mechaniker zum Abendessen aus.

Verstappen-Einladung

Natürlich hatte es Red Bull einfacher. Wer von hinten startet, kann mehr riskieren. Wer an der Spitze fährt, hat mehr zu verlieren. Und dennoch fällt generell auf, dass Red Bull strategisch häufiger ins Risiko geht und damit erfolgreich ist. Der Rennstall aus Milton Keynes handelt, statt zu reagieren. So wie es Ferrari häufig tut. Verstappen überholte Leclerc zwei Mal. Vor und nach dem Dreher. "Ich war schneller, also musste ich mich nur zusammenreißen. Das Ende des Rennens habe ich verwaltet, als es nieselte. Ich musste kein Risiko mehr nehmen."

Der Teamgeist stimmt. Verstappen hatte seine Seite der Garage – Mechaniker und Ingenieure – am Samstagabend vor dem Rennen zum Abendessen ausgeführt. Es war sein Dank für harte Arbeit im ersten Halbjahr und Einschwörung für die kommenden Aufgaben. Der Stress wird auch nach der Sommerpause nicht weniger. Erst der Triple-Header Spa-Zandvoort-Monza, dann die vielen Überseereisen.

Red Bull ist auf WM-Kurs – sowohl mit Verstappen als auch als Team. Der Vorsprung zu Ferrari beträgt 97 Punkte. Und doch treibt der Weltmeister seine Mannschaft weiter an. "Natürlich ist unser Vorsprung groß. Aber wir werden uns nicht viele Tage wie am Samstag erlauben können. Und selbst im Rennen hatten wir unsere Probleme mit der Kupplung und den Schaltvorgängen." Auch bei der Performance will Verstappen immer mehr. "Wir müssen weiter arbeiten. Es gibt noch Bereiche am Auto, die es zu verbessern gilt." Der RB18 braucht noch mehr Abtrieb.

Max Verstappen - Red Bull - GP Ungarn 2022 - Budapest
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Große Freude: Verstappen herzt Teamchef Christian Horner und Sportchef Helmut Marko nach dem achten Saisonsieg.

Updates in Planung

Im Ungarn strauchelte Red Bull vor allem in der Hitze am Trainingsfreitag. Die kühleren Verhältnisse ab Samstag schmeckten dem RB18 besser. Das Auto kam in Balance, und Red Bull dem roten Gegner damit näher. Trotzdem hat Ferrari Vorteile auf Rennstrecken, auf denen maximaler Abtrieb verlangt ist. Das rote Auto schöpfte sein Potenzial in Ungarn nur nicht aus.

Red Bull wird weiter nachbessern. Zunächst in kleinen Schritten. Für Belgien soll es eine kleine Modifikation an der Verkleidung geben, für Monza einen streckenspezifisch angepassten Heckflügel. Das werden für das Rennen im Highspeed-Tempel wohl alle so machen. Einen letzten größeren Aufschlag für mehr Abtrieb könnte es in Singapur geben. Irgendwann ist der Budgetdeckel dann ausgeschöpft, und das 2023er Auto verlangt nach mehr Aufmerksamkeit. Stand heute wird Red Bull von Ferrari nicht gezwungen, länger am RB18 dranzubleiben.

Bis zum ersten September haben die Motorenhersteller Zeit, ihre Hybridkomponenten zu homologieren. Danach dürfen MGU-K, Batterie und Leistungselektronik bis einschließlich 2025 nicht mehr überarbeitet werden. Es sei denn unter Zuverlässigkeitsaspekten. Ferrari wird technisch noch einmal nachlegen, und kann dann offenbar mehr Leistung über längere Zeit freilegen. Wie wir hören, soll das bei Mercedes und Red-Bull-Honda nicht der Fall sein. Dort wird man der Power Unit offenbar keine Leistungsspritzen mehr verabreichen.

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