Franco Colapinto, geboren am 27. Mai 2003 in Pilar, Argentinien, begann seine Motorsportkarriere im Kart-Sport. In dieser frühen Phase legte er den Grundstein für seine spätere Laufbahn im Formelsport. 2018 stieg er in die spanische Formel 4 ein, wo er für Drivex an den Start ging. In seiner Debütsaison erreichte Colapinto den dritten Gesamtrang, eine Platzierung, die ihm erste internationale Aufmerksamkeit einbrachte.
Im Jahr 2019 wechselte Colapinto in die Euroformula Open, wo er in seiner ersten Saison den Vizemeistertitel errang. Diese Leistung war ein wichtiger Schritt in seiner weiteren Karriere, da sie ihm den Zugang zu weiteren Rennserien ermöglichte. Im folgenden Jahr ging er für MP Motorsport in der Formel Renault Eurocup an den Start. 2020 gelang ihm dort ein Sieg in Monza, und er beendete die Saison auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung.
Formel-1-Debüt in Monza
2022 folgte der nächste Schritt in der Karriere des Argentiniers, als er in der FIA Formel 3 debütierte. Er startete zunächst für Van Amersfoort Racing und konnte in einer hart umkämpften Meisterschaft mehrfach Punkte einfahren. In Italien gelang ihm der erste Sieg. Mit diesen Ergebnissen etablierte er sich in der Rennserie und wurde Neunter in der Endabrechnung.
2023 wechselte Colapinto zu MP Motorsport, wo er weiterhin regelmäßig in den Punkterängen landete. Er wurde Vierter in der Fahrerwertung und gewann insgesamt zwei Rennen in der Formel 3. Im selben Jahr wurde er von Williams ins Nachwuchsprogramm aufgenommen. Für 2024 folgte der Aufstieg in die Formel 2 bei MP Motorsport. Colapinto landete in Imola einen Sprintsieg und überzeugte mit konstanten Leistungen.
Seine große Chance kam beim Grand Prix von Italien. Williams feuerte Logan Sargeant und setzte den Argentinier ins Cockpit. Colapinto überzeugte auf Anhieb und fuhr bei seinem Grand Prix in Aserbaidschan erstmals in die Punkte. Trotz der guten Leistungen, crashte der Youngster an den verbleibenden Rennwochenenden zu oft. Zur Saison 2025 wechselte Colapinto das Team und heuerte bei Alpine an. Da Williams bereits Carlos Sainz als zweiten Fahrer neben Alexander Albon verpflichtet hatte, hätte er beim Formel-1-Team aus Grove wieder in die zweite Reihe rücken müssen.
Aufstieg bei Alpine
Bei Alpine musste sich Franco Colapinto zunächst auch mit der Rolle des Ersatzfahrers begnügen. Nachdem der Rookie Jack Doohan aber einen schlechten Saisonstart zeigte, tauschte ihn die Teamführung kurzerhand ab Imola gegen Colapinto aus. Doch auch der Argentinier überzeugte nicht wirklich. Viele Unfälle und ein bescheidener Speed gegenüber Teamkollege Pierre Gasly ließen seinen Stuhl für 2026 wackeln.
Letztendlich entschied man sich bei Alpine Colapinto eine neue Chance zu geben. Schließlich war der Alpine A525 nur selten für Punkte gut. Der unerfahrene Pilot schaffte 2025 keinen einzigen Zähler.
























