Nach fünf Wochen Zwangspause fiebern die Fans dem Rennen in Miami sehnsüchtig entgegen. Doch am Sonntag (3.5.) droht das Programm ins Wasser zu fallen. Über Südflorida haben sich schwere Gewitter angemeldet. Sie sollen pünktlich am Nachmittag in der Region um Miami eintreffen.
Nach der Qualifikation diskutierten die Verantwortlichen im Formel-1-Hauptquartier noch lange über eine Änderung des Zeitplans. Der Startschuss ist mit 16 Uhr wie immer in Miami relativ spät gewählt. Das amerikanische Publikum ist es gewohnt, dass sich das Unterhaltungsprogramm in den Abend hineinzieht. Im Anschluss an die Formel 1 sind noch Konzerte an der Rennstrecke geplant.
Dummerweise bliebe dadurch nicht mehr viel Zeit für eventuelle Unterbrechungen oder Verschiebungen, sollte der Regen den Fahrbetrieb unmöglich machen. Deshalb wurden bis zum letzten Moment alle Möglichkeiten geprüft, ob man den Anpfiff nicht etwas nach vorne ziehen kann. Um 20 Uhr Ortszeit am Samstag fiel schließlich die Entscheidung: Der Rennstart wird um drei Stunden auf 13 Uhr nach vorgezogen. Das bedeutet: Die Fans in Deutschland müssen spätestens um 19 Uhr den Fernseher einschalten.

Schon 2025 musste die Formel 1 in Miami einige Runden auf feuchter Piste absolvieren.
Regen genau zur alten Startzeit
Für die substanzielle Planänderung mussten viele Parteien ins Boot geholt werden – von den lokalen Sicherheitsbehörden bis zu den internationalen TV-Stationen. Die aktuelle Wettervorhersage setzte die Verantwortlichen aber so sehr unter Druck, dass man den Aufwand und die Mühen in Kauf nahm, um die Veranstaltung überhaupt über die Bühne zu bekommen.
"Wir haben die Entscheidung getroffen, den Start des Miami Grand Prix auf 13 Uhr Ortszeit vorzuziehen, weil die Wetterprognose heftige Regenschauer am späten Nachmittag vorhersagen – genau zu der Zeit des ursprünglichen Start-Termins", heißt es in einem Statement der FIA. "Wir haben die Entscheidung getroffen, um den Grand Prix im bestmöglichen Fenster durchzuführen, um die Sicherheit der Fahrer, der Fans, der Teams und der Mitarbeiter zu gewährleisten."

Nach einem bisher komplett trockenen Wochenende könnten viele Fahrer ihre ersten Kilometer auf nasser Piste im Rennen abspulen.
Angst vor Gewitter-Pausen
In den USA gibt es strenge Regeln, was das Thema Blitzgefahr angeht. Wenn die Sensoren auch nur einen Blitz im Umkreis der Rennstrecke registrieren, muss das ganze Programm direkt gestoppt werden. Alle Zuschauer müssen dann von den Tribünen runter. Bis die Lage wieder als sicher eingestuft wird, vergeht immer mindestens eine halbe Stunde.
Falls der Worst Case eintrifft und trotz der Vorverlegung nicht gefahren werden kann, gibt es übrigens keine Möglichkeit das Rennen am Montag nachzuholen. "Über solche Spekulationen muss ich immer wieder schmunzeln", erklärte Alpine-Teamchef Steve Nielsen in seiner Presserunde am Samstag. "Am Montag hätten wir gar keine Streckenposten. Die gehen ja alle einer normalen Arbeit nach."












