Jeddah Street Circuit - GP Saudi Arabien - F1-Strecke F1
Jeddah Street Circuit - GP Saudi Arabien - F1-Strecke
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Jeddah Street Circuit - GP Saudi Arabien - F1-Strecke 8 Bilder

GP Saudi-Arabien: Layout des Jeddah Street Circuit

Saudi-Arabien stellt „Jeddah Street Circuit“ vor F1-Highspeed-Tempel am Roten Meer

Am 5. Dezember 2021 kommt Saudi-Arabien mit dem "Jeddah Street Circuit" erstmals auf die Formel-1-Landkarte. Nun haben die Veranstalter das Streckenlayout des 6,175 Kilometer langen Stadtkurses vorgestellt. Wir nehmen Sie mit auf die erste virtuelle Runde.

Die Meldung von der Aufnahme Saudi-Arabiens in den Formel-1-Kalender wurde von vielen Fans und Medien kritisch entgegengenommen. Muss die Königsklasse wirklich in einem Land fahren, in dem immer noch grundlegende Menschenrechte missachtet werden? Doch Ende zählt bekanntlich nur das Geld. Und das ist dank immer noch sprudelnder Ölquellen reichlich vorhanden. Bis zu 60 Millionen Euro sollen sich die Scheichs das Spektakel pro Jahr kosten lassen.

Wegen der Corona-Krise ist der Grand-Prix-Zirkus aktuell auf die umstrittenen Petrodollar angewiesen. Nach Bahrain und Abu Dhabi ist Saudi-Arabien nun schon der dritte Golfstaat, der sich den Besuch der Formel 1 gönnt. Die Mitglieder der Königsfamilie haben sich auch in diesem Fall nicht lumpen lassen und sich den Formel-1-Spaß gleich für zehn Jahre ins Land geholt.

Die Premiere des Saudi-Arabien Grand Prix steht als vorletztes Rennen auf dem 2021er Terminplan. Am 5. Dezember soll die große F1-Party erstmals steigen. Kurz vor dem Saisonstart in Bahrain, haben die Verantwortlichen am Donnerstag (18.3.) schon mal stolz ihre neue Strecke vorgestellt. Es handelt sich um einen neuen Stadtkurs, der zwölf Kilometer nördlich von Jeddah, der zweitgrößten Metropole im Königreich, errichtet werden soll.

Über 27 Kurven rasen die Piloten direkt an der Küste des Roten Meeres entlang. Mit einer Gesamtlänge von 6,175 Kilometern ist es die zweitlängste Strecke überhaupt im Kalender. Nur auf der Ardennen-Achterbahn in Spa-Francorchamps (7,004 Kilometer) liegt noch mehr Asphalt zwischen Start und Ziel.

Viele S-Kurven, hoher Tempo-Schnitt

Das Layout für die neue Motorsport-Arena stammt wie schon so viele andere Grand-Prix-Kurse zuvor aus der Feder von Bauingenieur Herrmann Tilke. Die Rennstrecken-Experten aus dem Rheinland legten bei der Kurssetzung vor allem Wert auf möglichst viel Spektakel für die Fans und eine fahrerische Herausforderung für die Piloten.

Als Top-Speed, der vor der Zielkurve 27 erreicht wird, berechneten die Konstrukteure einen Wert von 322 km/h. Als Durchschnittsgeschwindigkeit spuckten die Simulationen ein Tempo von 250 km/h aus. Damit ist der "Jeddah Street Circuit" der schnellste Stadtkurs der Welt. Zum Vergleich: Im Top-Speed-Tempel von Monza sind die Piloten im Schnitt mit 264 km/h auch nicht viel schneller unterwegs.

Während es in Monza aber jede Menge lange Geraden und kaum Kurven gibt, bleibt den Piloten auf einer Runde in Jeddah kaum Zeit zu verschnaufen. Hermann Tilke zeichnete eine sehr flüssige Strecke mit vielen schnellen Richtungswechseln. Um das Überholen zu erleichtern, wurden am Ende der längeren Geraden Schikanen eingebaut. Der Kurs soll für drei DRS-Zonen ausgelegt sein.

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Drei DRS-Zonen sind im letzten Sektor untergebracht. Wir sind gespannt, wie gut man in Saudi-Arabien überholen kann.

Formel 1 verspricht Spektakel

Formel-1-Spordirektor Ross Brawn zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: "Wir haben sehr eng mit dem Team von Tilke und den Veranstaltern zusammengearbeitet, damit sichergestellt ist, dass der Kurs den Fans spektakulären Rennsport mit vielen direkten Duellen bietet und für alle Fahrer eine Herausforderung darstellt."

Mit alten Stadtkursen, die vor allem monotone 90-Grad-Kurven aufweisen, habe der Jeddah Street Circuit nichts zu tun. "Das Design bietet das Beste eines modernen Stadtkurses, beinhaltet aber gleichzeitig auch schnelle und flüssige Passagen, die für hohe Top-Speeds und Überholmöglichkeiten sorgen. Auch die Szenerie ist unglaublich mit dem Roten Meer – wir können es kaum erwarten, die Autos im Dezember auf der Strecke zu sehen."

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