Formel 1: So wie bei Michael Schumacher: Hamilton will Ferrari umlackieren lassen

So wie bei Michael Schumacher
Hamilton will Ferrari umlackieren lassen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.06.2026
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Lewis Hamilton - Ferrari - Formel 1 - GP Barcelona 2026
Foto: xpb

Es scheint fast so, als würde sich Geschichte wiederholen. Lewis Hamilton feierte am Wochenende in Barcelona seinen ersten Grand-Prix-Sieg für Ferrari. Fast genau 30 Jahre zuvor platzte auch für Michael Schumacher der Ferrari-Knoten auf der Traditionsstrecke in Katalonien. Der einzige Unterschied: Während Schumi bei strömendem Regen triumphierte, jubelte Hamilton unter der spanischen Sonne bei mehr als 30 Grad Celsius.

Nach seinem Sieg wurde der Brite natürlich von den Medien auf die kuriose Statistik angesprochen. Die Parallelen zu Schumacher machten den Erfolg für Hamilton noch einen Tick emotionaler: "Ich habe damals wahrscheinlich auf der Couch gesessen und mir das Rennen angeschaut. Dabei hatte ich wohl einen Teller auf meinem Schoß, mit einem Sandwich oder einer Nudelsuppe mit Hühnchen", erinnerte sich der Engländer.

Mit mittlerweile 41 Jahren verriet der alte Hamilton, wie sich der junge Lewis damals im Wohnzimmer seiner Eltern gefühlt hatte: "Ich war damals gerade einmal 12 Jahre alt. Und als ich das rote Auto gesehen habe, dachte ich mir nur: Ich würde gerne wissen, wie es sich anfühlt, in diesem roten Cockpit zu sitzen."

Lewis Hamilton - Ferrari - Formel 1 - Bahrain-Test 2026
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Ferrari-Cockpitfarbe passt nicht

Es dauerte drei Jahrzehnte, bis der Traum endlich wahr wurde. Schumacher brauchte für den ersten Sieg im roten Overall übrigens nur sieben Rennen Anlauf. Bei Hamilton dauerte die Durststrecke 30 Rennen an, bis er die Tifosi erstmals an einem Sonntag glücklich machen konnte.

Der Sprint-Sieg beim zweiten Ferrari-Wochenende in China 2025 hatte vielen Fans Hoffnung auf einen erfolgreichen Start bei der Scuderia gemacht. Doch dann folgten jede Menge Enttäuschungen. Ein Podium in einem echten Rennen gab es im ersten Jahr in Maranello gar nicht. Erst mit dem Wechsel auf die neue Auto-Generation in dieser Saison scheint die Durststrecke nun endlich überwunden.

Nur ein Detail passt nicht ins Bild, wenn sich Hamilton an sein Vorbild Michael Schumacher erinnert: "Mein Cockpit ist leider weiß. Da bin ich gar nicht glücklich drüber. Ich wollte immer ein rotes Auto, so wie Michael. Ich werde es aber irgendwann wieder ganz rot bekommen", kündigte der Rekordsieger an.

Michael Schumacher - Ferrari - Formel 1 - GP Spanien 1996
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Hamilton schneller als Schumacher?

Die weiße Cockpit-Umrandung wurde übrigens ins Design aufgenommen, um das HP-Logo direkt hinter der Airbox eleganter einzubinden. Versuche mit dem blauen Markenzeichen auf rotem Grund stießen bei den Fans auf viel Kritik. Man darf gespannt sein, ob Hamiltons Wunsch nach mehr rotem Lack auf der Carbonhaut erfüllt und wie der Hauptsponsor dann in Szene gesetzt wird.

Auf dem Podium stimmte übrigens noch ein zweites Detail nicht: "Ich wollte immer wissen, wie es sich anfühlt, wenn man auf dem ersten Platz landet und dann auf diese tolle Mannschaft blickt, die die italienische Hymne singt. Leider war der Sound irgendwie gestört. Der Ton war versetzt. Aber es war fantastisch, die Freude in ihren Augen zu sehen und den Moment zusammen mit ihnen zu fühlen. Ich bin fast in Ohnmacht gefallen, als ich sie alle umarmt habe. Mein Herz ist vor Freude explodiert."

In einem Punkt wünscht sich Hamilton sicher nicht, dass sich die Geschichte wiederholt. Michael Schumacher wurde "erst" in seinem vierten Ferrari-Jahr Weltmeister. Ob sein prominenter Nachfolger noch so viel Zeit bekommt, ist fraglich. Wenn der 41-Jährige aber so weiterfährt und die Ingenieure weiter so gut mit dem Auto arbeiten, könnte es vielleicht schon im zweiten Jahr klappen.

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