Formel 1: Diese Fehler gibt Honda beim Aston-Martin-Projekt zu

Honda gibt Fehler im Aston-Projekt zu
Welche Schuld trifft Honda?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.08.2026
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Fernando Alonso - Aston Martin - GP Ungarn - Budapest - Formel 1 - 2026
Foto: Honda

Nach dem endgültigen Abgang von Red Bull ist Honda seit 2026 exklusiver Motorenlieferant für Aston Martin. Doch das britisch-japanische Duo erlebte einen desaströsen Saisonstart.

Bereits bei den Testfahrten in Barcelona verpasste der Rennstall aus Silverstone mehrere Tage und kam auch anschließend in Bahrain nicht wirklich ins Rollen. In den ersten Rennen zeigte sich schnell, dass Aston Martin der Konkurrenz stark unterlegen war.

Die Fahrer kämpften beim Honda-Motor mit massiven Zuverlässigkeitsproblemen und enormen Vibrationen im Antriebsstrang, die das Fahren der Autos anfangs unmöglich machten. Beim dritten Rennwochenende in Japan erreichte erstmals ein Aston das Ziel. Ein Lichtblick war dies jedoch nicht wirklich. Das Team fuhr weiterhin um die letzten Plätze.

In einem Interview mit dem "Motorsport Network" kündigt Honda-Chefingenieur Shintaro Orihara große Zukunftspläne an, die den japanischen Motorenbauer und damit auch Aston Martin sportlich wieder auf die Beine helfen sollen. Gleichzeitig gibt er Hondas Mitschuld an der schlechten Performance von Aston Martin zu.

Shintaro Orihara - Honda - Formel 1 - 2026
Honda

Hondas Personalfehler

Zunächst reflektiert der Japaner noch einmal den schlechten Saisonstart und spricht dabei ein Versäumnis aufseiten Hondas an: "Wahrscheinlich war unser allgemeiner Entwicklungsstand bei den Mitarbeitern am Ende des vergangenen Jahres noch nicht ausreichend für die Formel 1", gesteht Orihara.

Nach dem großen Erfolg beim Red-Bull-Projekt kam es für die offizielle Rückkehr in die Formel 1 mit Aston Martin zu einem großen Personalwechsel: "Im vergangenen Jahr kamen viele Mitarbeiter aus Straßenfahrzeugprojekten hinzu."

"Wir entwickeln in unserem Formel-1-Projekt ständig Talente weiter, um Hondas Wissen zu erweitern", erklärt der Gesamtverantwortliche des Programms. Auf diese Weise soll das ganze Unternehmen vom Formel-1-Wissen profitieren.

Ende 2025 soll Honda schließlich realisiert haben, dass das vorhandene Know-how für die Königsklasse nicht ausreicht. Daraufhin hat das japanische Unternehmen kurzzeitig mehrere Mitarbeiter aus dem ehemaligen Red-Bull-Projekt zurückgeholt.

Es muss jedoch auch erwähnt werden, dass der schlechte Saisonstart nicht allein Honda zur Last gelegt werden kann. Aston-Martin-Teamchef und Stardesigner Adrian Newey gab selbst zu, dass die Entwicklung des Wagens nicht nach Plan verlaufen war und man bereits bei den Tests vor der Saison rund vier Monate im Rückstand war.

Was ist die ADUO-Regel?Den ADUO-Leistungsausgleich führte die Formel 1 neu für die Saison 2026 ein. Die Vorschrift erlaubt es stark unterlegenen Teams, zusätzliche Motoren-Upgrades durchzuführen, die über die Budgetobergrenze von 215 Millionen US-Dollar hinausgehen. Die Änderung soll verhindern, dass bestimmte Teams vor allem zu Beginn der Saison den Anschluss an die Spitzenrenner verlieren.

Die nötigen Schritte

Nach dem 2026 neu aufgestellten Leistungsausgleichsprinzip ADUO stehen Aston Martin offiziell noch zwei zusätzliche Motoren-Upgrades zu. Beim kommenden Rennwochenende in Zandvoort (23.8.) wird Honda die erste große Verbesserung am Verbrennungsmotor durchführen. Zudem wolle man nun auch enger mit dem Rennstall zusammenarbeiten, um den Motor besser im Chassis zu integrieren.

Orihara ist überzeugt, dass dies Aston Martin leistungstechnisch bereits stark voranbringen wird: "Nach der Sommerpause wollen wir wieder angreifen und arbeiten dann in der Fabrik hart daran, für 2027 einen noch größeren Schritt zu machen, aber wir sollten auch realistisch bleiben."

Aston Martin - GP Ungarn 2026
xpb

Langfristige Verbesserung

Ein Großteil des Fokus liege bei Honda und Aston Martin jedoch bereits auf der kommenden Saison und den veränderten Richtlinien. "Im Jahr 2027 gelten leicht veränderte Vorschriften für die Kraftstoffdurchflussrate, aber unser Entwicklungsprogramm bleibt trotzdem unverändert", erklärt Orihara.

Für 2027 seien bereits große Veränderungen geplant: "Wir werden uns weiterhin auf die Verbesserung der Verbrennerleistung konzentrieren und wollen dafür im Jahr 2027 größere Schritte gehen. Das ist unser Hauptfokus."

Wie schnell man sich davon Erfolg versprechen kann, sei laut Orihara schwer einzuschätzen: "In der Formel 1 ist es schwierig, einen genauen Zeitrahmen anzugeben, da unsere Leistung immer im Verhältnis zur Konkurrenz steht."

Honda hat jedoch für die nächsten Jahre ein klares Ziel vor Augen. "Am Anfang des Jahres werden wir vielleicht nicht den besten Motor haben, aber wir werden näher an den Top-Teams dran sein. Danach werden wir weiter hart daran arbeiten, hoffentlich schon bis 2027 oder 2028 selbst eins der Spitzenteams zu werden", sagt Orihara.

Fazit