Red Bull soll ein Angebot in Höhe von drei Milliarden US-Dollar für das Schwesterteam Racing Bulls vorliegen haben. Wie die britische "Times" berichtet, wurde das Angebot jedoch abgelehnt. Die Offerte soll von finanzstarken Investmentfonds aus Abu Dhabi unterstützt werden.
An der Spitze der Interessentengruppe stehen angeblich die Investoren Andrew Herriot und Dean Attew, die bereits Berührungspunkte mit der Formel 1 hatten. Letzterer war früher Berater des ehemaligen Formel-1-Bosses Bernie Ecclestone. Bereits 2016 soll er an Verhandlungen über eine mögliche Übernahme der Formel 1 beteiligt gewesen sein, bevor die Rennserie schließlich von Liberty Media übernommen wurde.
Derart gigantische Angebote sind keine Seltenheit. Mit dem Reichweitenboom in den letzten Jahren stiegen auch die Marktwerte der Rennställe. Bereits 2025 soll Red Bull Deals von mehr als zwei Milliarden für sein Schwesterteam angeboten bekommen haben.

Das B-Team von Red Bull mit Zentrale im italienischen Faenza war in der Vergangenheit schon häufiger Teil von Verkaufsspekulationen.
Weitere Kaufinteressenten
Dass das F1-Team des Energy-Drink-Konzerns dennoch wiederholt ablehnt, deutet darauf hin, dass Red Bull weiter großes Potenzial in der Zusammenarbeit sieht. Racing Bulls ist ein wichtiger Verbündeter auf dem politischen Parkett und zudem Kunde für Motoren und andere Technik-Komponenten. Dazu fungiert die kleine Schwester gleichzeitig als Talentschmiede für Nachwuchsfahrer des Werksteams.
Weitere Spekulationen besagen, dass Red Bull das B-Team auch an die chinesischen Automobilkonzerne BYD und Geely verkaufen könnte. Beide Unternehmen zeigen zunehmend Interesse an einem Einstieg in die Formel 1. Die Geely Group, zu der unter anderem Volvo und Lotus gehören, soll mit dem Gedanken liebäugeln, Lotus wieder in die Formel 1 zurückzubringen.
Auch die Gründung eines neuen Teams ist dabei nicht unrealistisch. FIA-Präsident Mohammed Bin Sulayem hatte in der Vergangenheit immer wieder mal angedeutet, dass man den im Reglement vorgesehenen zwölften Startplatz in der Königsklasse für einen chinesischen Hersteller freihalten wolle.












