Charles Leclerc - GP Monaco 2022 xpb
Sergio Perez - Red Bull - Formel 1 - GP Monaco - 28. Mai 2022
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Carlos Sainz - Ferrari - Formel 1 - GP Monaco - 28. Mai 2022
Carlos Sainz - Ferrari - Formel 1 - GP Monaco - 28. Mai 2022 44 Bilder

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Leclerc Heim-Pole: Streit um verpasste Waage

Leclerc feiert Heim-Pole Streit um verpasste Waage

GP Monaco 2022

Beinahe hätte im Qualifying wieder der Monaco-Fluch bei Charles Leclerc zugeschlagen. Nur der aufmerksame Ferrari-Kommandostand konnte den Piloten noch an der FIA-Waage einbremsen. Bei Red Bull rechnete man trotzdem mit einer Strafe für Leclerc. Doch die gab es nicht.

Als Charles Leclerc in der vergangenen Saison auf seiner letzten schnellen Quali-Runde durch die Schwimmbad-Passage raste, endete es für den Lokalmatador in einem Crash, der ihn später auch noch den Start im Rennen kostete. Dieses Jahr konnte der 24-Jährige im Schongang durch den letzten Sektor rollen. Die Streckenposten begrüßten den Tagesschnellsten mit roten Flaggen. Die wurden aber nicht zur Feier der Ferrari-Pole geschwenkt, sondern wegen eines Unfalls, der sich in der Portier-Kurve vor der Tunnel-Einfahrt ereignete.

Sergio Perez hatte in dem 90-Grad-Rechtsknick das Heck seines Red Bulls verloren und war rückwärts eingeschlagen. Damit war die Session für alle zehn Q3-Teilnehmer vorzeitig beendet. Keiner ärgerte sich über den Unfall mehr als Perez selbst. "Das ist wirklich schade, dass mir das passiert ist. Wir hatten heute eigentlich mehr Pace im Auto und hätten weiter vorne landen können."

Der Mexikaner verriet, dass er mit zu kalten Reifen in den entscheidenden Run startete: "Schon in Kurve 1 hätte ich das Auto beinahe verloren. Ich habe dann versucht, die verlorene Zeit gutzumachen. Kurve 8 war aber im ganzen Qualifying schwierig für mich. Ich wollte früh aufs Gas gehen, aber die Hinterräder haben einfach kein Grip gefunden. Dann habe ich das Auto verloren."

Sergio Perez - GP Monaco 2022
Wilhelm
In der Portier-Kurve krachte Perez in die Mauer. Dann krachte Sainz in Perez.

Sainz kracht in Perez

Perez entschuldigte sich bei allen Piloten, die sich durch seinen Fahrfehler nicht mehr verbessern konnten. Das erste Opfer des Mexikaners hieß Carlos Sainz. Der Spanier hatte seine Attacke nur wenige Meter hinter dem Red Bull gestartet. "Beim ersten Versuch musste ich in der schnellen Runde an beiden Mercedes vorbei. Das hat mich etwas Zeit gekostet. Deshalb habe ich mich schon auf den Showdown gefreut. Aber leider ist dann wieder jemand vor mir gecrasht, wie es so oft in Monaco passiert."

Sainz wurde aber nicht nur die Runde zerstört, sondern auch ein Teil seines Autos. Weil der Madrilene nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte, krachte er in den havarierten Red Bull. "In Kurve 7 habe ich plötzlich links von mir eine gelbe Flagge gesehen. Da wusste ich, dass das Auto vor mir gecrasht war. Leider sieht man beim Einlenken nicht, wo sich das Auto befindet. Ich habe einfach gebremst und versucht, die Kurve so eng wie möglich zu nehmen. Am Ende gab keine Chance, die Kollision zu verhindern."

Die Ferrari-Verantwortlichen kündigten nach der Session an, noch einmal bei der Rennleitung nachzufragen, warum Sainz so spät gewarnt wurde. Charles Leclerc konnte es egal sein. Der Abbruch machte die fünfte Pole Position im siebten Saisonrennen offiziell. "Ich wäre die Runde aber auch gerne zu Ende gefahren", grinste der Lokalmatador. "Ich war schon mehr als vier Zehntel schneller als bei meiner Bestzeit zuvor. Obwohl das Heck mehrmals ausgebrochen ist, war es eine gute Runde. Ich habe alles reingehauen."

Charles Leclerc - GP Monaco 2022
xpb
Das hätte auch schiefgehen können. Leclerc durfte seine Pole Position behalten.

Leclerc entgeht Strafe knapp

Am Sonntag hofft der Monegasse endlich den Heimfluch zu besiegen. Bisher konnte der Ferrari-Pilot auf dem Stadtkurs noch nie die Zielflagge sehen, weder in der Formel 1 noch in den Junior-Klassen. Beinahe hätte der Fluch im Qualifying erneut zugeschlagen. Im Q2 rollte der Pilot nichtsahnend an der FIA-Waage vorbei, obwohl die Schiedsrichter auf den Ferrari mit der Startnummer 16 warteten.

"Die LED-Tafeln sind hier in Monaco sehr weit außen angebracht. Man schaut also nicht automatisch drauf", verteidigte sich der Pilot. Zum Glück passte der Ferrari-Kommandostand auf. Über Funk wurde Leclerc sofort zum Stopp aufgefordert. Die Mechaniker kamen blitzschnell aus der Garage gerannt, um den Piloten zurückzuschieben und die Wiege-Prozedur doch noch durchzuführen.

Bei Red Bull wurde das Vorgehen kritisch beäugt. Sportchef Helmut Marko erklärte am Sky-Mikrofon, dass hier eigentlich eine Strafe fällig gewesen wäre. "Wenn man den Standard hernimmt, dann ist das ein Boxenstart oder der letzte Startplatz. So wird das in allen Junior-Kategorien gehandhabt. Er ist einfach an der Waage vorbeigefahren. Das Zurückschieben hilft eigentlich nichts mehr. Ich wünsche es ihm nicht, aber wenn man nach Reglement geht, müsste es da eine Strafe setzen."

Die FIA ließ in diesem Fall aber Gnade walten. Ferrari-Einsatzleiter Laurent Mekies wollte gar keine Diskussionen über eine Strafe aufkommen lassen: "Das waren ja nur 15 Meter, um die er die Waage verpasst hat. Wir haben mit der FIA gesprochen. Die haben uns gesagt, dass wir das Auto einfach zurückschieben sollen. Da sollte es kein Problem geben."

Max Verstappen - GP Monaco 2022
xpb
Bei Red Bull will man einen Regentanz aufführen, um die rote Wand am Sonntag doch noch zu knacken.

Red Bull hofft auf Regen

So baut sich beim Rennstart eine rote Wand vor den beiden Red Bull auf. Dieses Hindernis auf dem überholfeindlichen Stadtkurs zu durchbrechen, wird nicht so einfach. Das weiß auch Helmut Marko: "Vielleicht kommt ja der vorhergesagte Regen. Wir wissen, dass Max auf feuchter Strecke eine Klasse für sich ist. Sonst kann man es nur noch über die Strategie versuchen."

Doch bei Ferrari hat man längst keine Angst mehr vor Schauern: "Regen hat uns in den letzten Jahren nicht gelegen. Aber wir haben dieses Jahr ein gutes Arbeitsfenster gefunden. Wir waren auch in Imola gut im Regen", gibt sich Leclerc optimistisch. "Ich bin hier in Monaco aber noch nie auf feuchter Strecke gefahren. Stadtkurse sind im Regen immer besonders schwierig. Und Monaco gehört schon bei trockenen Bedingungen zu einer der anspruchsvollsten Strecken."

Sollten sich die Bedingungen nicht groß verändern, könnte das Thema Stallregie bei Red Bull wieder auf die Agenda kommen. Perez war im Qualifying immer einen Tick schneller als Verstappen, dem das Vertrauen auf der Bremse fehlte – vor allem in Kurve 1. Sollten die beiden in dieser Reihenfolge aus der ersten Runde kommen, besteht die Gefahr, dass Perez seinem Teamkapitän wichtige Punkte im WM-Duell klaut.

"Das ganze Wochenende war etwas schwierig für mich", gab Verstappen zu. "Charles lag heute außer Reichweite. Aber ich glaube, dass mit meiner letzten Runde der zweite Platz möglich gewesen wäre. Ich war zwei, drei Zehntel schneller unterwegs, als die rote Flagge kam. Und dann war es plötzlich vorbei. Das kann Dir in Monaco immer passieren."

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