Formel 1: Verstappen zum Lambiase-Wechsel: "Er wäre dumm, es nicht zu tun"

Verstappen über Lambiase-Wechsel
„Er wäre doof, es nicht zu machen“

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.04.2026
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Max Verstappen & Gianpiero Lambiase - Red Bull - Formel 1
Foto: Red Bull

Das Red-Bull-Team fällt immer weiter auseinander. Letzter in einer Reihe prominenter Abgänge ist Gianpiero Lambiase. Der Brite war nicht einfach nur der Renningenieur von Max Verstappen. Er war die rechte Hand des vierfachen Weltmeisters, eine wichtige Vertrauens- und Bezugsperson. Seinen Anteil an den Erfolgen sollte man nicht unterschätzen.

Vor wenigen Wochen unterschrieb der Ingenieur ein Angebot von Konkurrent McLaren. Der Wechsel wird spätestens nach Ablauf des aktuell noch laufenden Red-Bull-Vertrags Ende 2027 vollzogen. Lambiase wird bei seinem neuen Team als sportlicher Leiter für das Rennteam angestellt. Er ist damit direkt unter Teamchef Andrea Stella angesiedelt.

Für Verstappen ist der Abgang natürlich ein herber Verlust. Im Rahmen eines öffentlichen Auftritts, der vom niederländischen TV-Sender Viaplay in Amsterdam organisiert wurde, nahm der Rennfahrer nun erstmals ausführlich Stellung zu der Personalie. Verstappen verriet, dass beide vor der Unterschrift offen über das McLaren-Angebot gesprochen haben.

Unglaubliches Angebot für Lambiase

"Ich habe eine sehr gute Beziehung zu GP. Wir haben darüber diskutiert und er hat mir genau erklärt, wie das Angebot aussieht. Da habe ich ihm gesagt: Du wärst dumm, es nicht zu tun." Wie man hört, soll Lambiase bei seinem neuen Arbeitgeber deutlich mehr verdienen. Dazu kommt die höhere Position, die aber auch mit mehr Verantwortung verbunden ist.

Red Bull konnte ihm das offenbar nicht bieten. "Für ihn ist das ein unglaubliches Angebot, auch von der Position her", erklärte Verstappen. "Am Ende denkt man ja auch über seine Familie und die Sicherheit im Leben nach. Das sind wichtige Dinge. Er hat mir gesagt, dass er es von mir hören wolle. Und ich habe ihm gesagt: Du musst das einfach machen!"

Verstappen betonte, dass er seinem Ingenieur die Entscheidung nicht übel nimmt: "Wir haben zusammen schon alles erreicht. Und das mehrfach. Wir haben viel gewonnen. Daran ändert sich nichts. Und wir sind beide noch jung. Man weiß nie, was die Zukunft bereithält. Vielleicht arbeitet man ja irgendwann nochmal zusammen."

Gianpiero Lambiase - Red Bull - Formel 1
Red Bull

Verstappen legt Ingenieure keine Steine in den Weg

Der Abgang befeuerte natürlich auch die Gerüchte, dass Verstappen selbst bald das Weite suchen könnte. Nach dem schwachen Saisonstart mit vielen Problemen könnte der Pilot seine Ausstiegsklausel wohl schon im Sommer ziehen. Mit dem Lambiase-Wechsel ist neben Mercedes nun auch McLaren auf die Liste der möglichen Anlaufstellen gekommen.

Dem langjährigen Wegbegleiter wünscht Verstappen auf seiner neuen Station viel Erfolg: "Wir bleiben Freunde fürs Leben. Das macht die Trennung etwas weniger schwierig. Jeder hat doch Ziele und Träume, oder? Ich kann ja nicht einfach sagen: Nein, ich will, dass Du hier bleibst. Am Ende will man im Leben immer vorankommen. Jeder hat seine eigenen Ziele."

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