Die Technik-Fans unter den Formel-1-Zuschauern können sich freuen. Schon in Miami fackeln die elf Teams ein großes Upgrade-Feuerwerk ab. Alle haben die vier rennfreien Wochen dazu genutzt, neue Teile zu produzieren. Der Fortschritt dürfte aber von Auto zu Auto unterschiedlich ausfallen.
So war aus Italien zu hören, dass Ferrari die Hälfte der nach außen sichtbaren Teile am SF-26 überarbeitet hat. Bei McLaren könnten es sogar noch ein paar mehr sein: "Es war immer unsere Absicht, für die Rennen in Nordamerika ein komplett neues Auto zu bringen, was die Aerodynamik betrifft. Bei diesem Plan liegen wir auch immer noch auf Kurs", freute sich Teamchef Andrea Stella kurz vor der Abreise nach Miami.
McLaren hatte schon vor Beginn der Testfahrten erklärt, dass man mit der Weiterentwicklung warten wolle, bis die Teile einen großen Fortschritt versprechen. Das Rennen in Miami hatten sich die Ingenieure als Deadline für die große Upgrade-Welle rot im Kalender angestrichen. In Montreal soll dann direkt noch einmal nachgelegt werden.

In welcher Form meldet sich der McLaren aus der rennfreien Zeit zurück.
Vorfreude auf großes McLaren-Upgrade
"Wir freuen uns schon, dass wir bald auf der Strecke zeigen können, was wir im letzten Monat im Hintergrund produziert haben. Ich denke, das war eine sehr positive Entwicklung. Ich hoffe, dass man das in Miami, Kanada und den folgenden Rennen sehen wird", gibt sich Stella optimistisch. "Die Tatsache, dass der Kalender verändert werden musste, hat uns natürlich etwas geholfen, wie den anderen Teams auch. Dadurch konnten wir ohne Störung an den Upgrades arbeiten."
Auf Details des Pakets wollte der gelernte Ingenieur jedoch nicht eingehen: "Verteilt auf die Rennen in Miami und Kanada werden wir einen komplett neuen MCL40 sehen. Das erwarte ich aber auch von den meisten unserer Gegner. Es sollte also nicht unbedingt zu einer Verschiebung des Kräfteverhältnisses führen. Aber wir werden sehen, wer im gleichen Zeitraum die meiste Performance finden konnte."
Laut Stella ist McLaren mit etwas Rückstand in die Saison gestartet. Doch der Trend sprach zuletzt für den amtierenden Weltmeister: "Wenn man Mercedes und in gewissem Maß auch Ferrari anschaut, dann müssen wir etwas aufholen. Aber wir sind happy mit der Entwicklung. Ich hoffe, dass der MCL40 in Miami und Kanada etwas konkurrenzfähiger ist. Schon in Japan konnten wir eine ordentliche Performance zeigen. Deshalb freuen wir uns schon auf die kommenden Rennen."












