George Russell - Mercedes - GP Japan 2022 - Suzuka xpb
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022 22 Bilder

Suzuka-Qualifikation: Mercedes in Experiment-Falle

Mercedes in Experiment-Falle Regen in Suzuka wäre ein Geschenk

GP Japan 2022

Mercedes schnitt in Suzuka schlechter ab als erwartet. Es fehlt Topspeed. Man wählte den Heckflügel danach aus, dass die Suche nach den Problemen des W13 möglichst wenig gestört wird. Sollte es am Sonntag regnen, hätte Mercedes vielleicht sogar ein Siegerauto.

Suzuka stand auf der Liste der Rennstrecken, die dem aktuellen Silberpfeil liegen, weder ganz oben noch ganz unten. Nach den Startplätzen sechs und acht von Lewis Hamilton und George Russell eine knappe Sekunde über der Pole Position gab Technikdirektor Mike Elliott in Vertretung von Teamchef Toto Wolff zu: "Wir haben uns etwas mehr erwartet."

Der Mercedes hatte im Vergleich zu Red Bull, Ferrari und Alpine den größten Flügel im Heck. Entsprechend lagen Hamilton und Russell an den beiden Messstellen auf der Zielgerade und der Gerade nach der Spoon-Kurve vereint auf den Plätzen 19 und 20. Der Rückstand auf die Red Bull beträgt acht bis zehn km/h, der auf die Ferrari und Alpine sechs bis acht km/h. Noch krasser ist der Zeitrückstand in allen Vollgaspassagen zusammengezählt. Die Mercedes verlieren sieben Zehntel. "Und die holen wir in den Kurven nicht auf."

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022
xpb
Mercedes verliert auf den Geraden zusammengerechnet sieben Zehntel.

Großer Flügel am Sonntag ein Vorteil

Mercedes hat bei der Abstimmung des Autos nicht primär auf Regen gewettet, auch wenn man nach dem verregneten zweiten Training den Eindruck haben musste. Da genehmigte sich Mercedes als einziges Team drei Garnituren Intermediates. Um zu lernen, wie es hieß. Man hatte in Singapur auf dem gleichen Reifentyp seine Mühe. Der Flügel für maximalen Abtrieb bestärkte den Verdacht, Mercedes setze alle Karten auf ein Regenrennen. Immerhin liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann während des Rennens nass wird, bei 60 bis 70 Prozent.

Mike Elliott gibt zu: "Regen könnte uns mit unserer Fahrzeugabstimmung in die Karten spielen." Und die Fahrer fühlen sich in ihren Autos wohl. Hamilton und Russell lobten die "gute Balance". Bei einem Trockenrennen sollte Mercedes seine übliche Sonntagsform erreichen und dann von seinem Setup profitieren. Das haben schon die Longruns im dritten Training angedeutet. Elliott erwartet eine starke Reifenabnutzung. Das lässt mehrere Strategien zu und könnte denen helfen, die ihre Reifen gut in Schuss halten. Dazu kommt: Der DRS-Vorteil ist bei einem großen Flügel größer als bei einem kleinen.

George Russell - Mercedes - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - Samstag - 8.10.2022
Wilhelm
Mercedes hofft auf einen deutlich besseren Rennsonntag.

Bessere Datenauswertung

Mercedes hätte auch einen Flügel mit weniger Luftwiderstand im Gepäck, doch beim WM-Dritten laufen alle Uhren bereits für 2023. Die Ingenieure wollen die letzten Fragen an ihrem heiklen Auto klären, die noch offenstehen. Und da liefert der große Flügel zu Vergleichzwecken einfach belastbarere Daten. "Die Experimente machen nur Sinn, wenn die Korrelation zwischen Strecke, Windkanal und CFD gleichbleibend gut bleibt. Da hilft es, möglichst oft in einer Konfiguration zu fahren."

Die Fahrer spielen mit. Sie wollen 2023 wieder in einem Siegerauto sitzen. Und alles, was man jetzt noch lernt, kann im nächsten Jahr den Unterschied ausmachen. Lewis Hamilton hielt kürzlich eine Motivationsrede in der Fabrik und gibt jetzt ganz den Teamplayer. "Wir wussten, als wir hierher kamen, dass wir nicht um die erste Startreihe oder den Sieg kämpfen würden. Red Bull und Ferrari fahren in einer anderen Liga, und wir haben immer noch einige grundlegende Einschränkungen mit unserem Auto. Es fühlt sich gut an, aber wir sind noch weit vom ultimativen Speed entfernt."

Chefingenieur Andrew Shovlin sieht für einen Coup am Sonntag eine große Hürde: "Wir müssen rasch an den Alpine vorbeikommen, wenn wir eine Chance haben wollen, gegen Red Bull und Ferrari zu kämpfen."

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