Max Verstappen - Red Bull - GP Emilia-Romagna 2022 - Imola Wilhelm

Red Bull plant neuen Formel-1-Windkanal

Red Bull plant neuen Windkanal Millioneninvestition für sechs Jahre

Drei Teams planen oder bauen neue Windkanäle. Dabei will die Formel 1 ab 2030 die Aerodynamikentwicklung ausschließlich auf CFD beschränken. Das hält Red Bull nicht davon ab, den Bau eines neuen Windkanals zu planen. Gezwungenermaßen.

McLaren und Aston Martin befinden sich mitten im Bau neuer Windkanäle, die spätestens im Frühjahr 2023 ans Netz gehen sollen. Beide Teams hoffen, dass ihre hochmodernen Anlagen den ersten Output für die 2024er Saison liefern werden. Für beide ist es ein letzter Schritt, zu den Topteams aufzuschließen. Seit es eine Budgetdeckelung gibt unterscheiden die sich nur noch in der Qualität und Menge der Werkzeuge.

Jetzt hat auch Red Bull einen neuen Windkanal im Visier. "Wir befinden uns in der Genehmigungsphase", bestätigt Sportdirektor Helmut Marko. Der Bau soll in zwei Jahren auf dem Red Bull-Campus in Milton Keynes stehen. Damit wäre dann alles unter einem Dach: Denkstube, Produktion, Windkanal, Simulator, Motorenfabrik. Ein englischer Ferrari sozusagen.

Red Bull Fabrik - Milton Keynes - 2021
Red Bull
In Milton Keynes soll ein neuer Windkanal gebaut werden. So ein Bau kostet zwischen 50 und 75 Millionen Euro.

Newey macht Werbung für CFD

Red Bull wollte eigentlich gar keinen neuen Windkanal bauen, sieht sich dazu aber gezwungen. Die immer strengeren Limits für Testläufe zwingen den derzeit WM-Zweiten dazu. Es ist nicht nur die Zeit am Wind begrenzt, sondern auch die Zeit, bis die maximale Windgeschwindigkeit erzielt ist, mit der erst belastbare Messdaten ermittelt werden können. Red Bull operiert in einer denkmalgeschützten Anlage mit vielen Einschränkungen.

Der Windkanal selbst liefert laut Technikchef Adrian Newey eine gute Qualität. "Es dauert nur zu lange, bis wir auf die gewünschte Windgeschwindigkeit hochfahren können. Und das klaut uns signifikant relevante Windkanalzeit, die uns eigentlich zusteht." Weil man mit der gemächlichen Phase des Hochfahrens schneller als andere über den erlaubten Grenzwert kommt.

Wenn es nach Newey ginge, hätte Red Bull gar keinen Windkanal mehr bauen müssen. "Ich würde alles voll auf CFD-Entwicklung beschränken. Leider gibt es nicht genügend Stimmen dafür, obwohl es viel nachhaltiger wäre. Die üblichen Verdächtigen sind dagegen." Damit sind vermutlich die Teams gemeint, die schon mitten im Bau ihrer Anlagen stecken. Windkanäle kosten zwischen 50 und 75 Millionen Euro. Ein teures Vergnügen mit einer absehbaren Nutzungsdauer. 2030 will die Formel 1 Windkanäle nicht mehr zulassen.

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Das Upgrade-Festival hat nicht viel an der Reihenfolge im Feld geändert.

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